Grußbotschaft an die Demonstration „Gegen den antizionistischen Konsens“ am 10.07.04 in Berlin

 

Wir bedauern sehr, heute nicht an dieser wichtigen Demonstration teilnehmen zu können, welche an einem Ort stattfindet, in dem es in den letzten Jahren zunehmend zu Angriffen gegenüber Juden und ihren Freunden gekommen ist, wie beispielsweise der Messerattacke gegen einen Antifaschisten während des „Karnevals der Kulturen“. Eine Demonstration in einem Europa, in dem es auch anderenorts zu Angriffen kommt, wie in Antwerpen, wo vor kurzem junge Juden von migrantischen Jugendlichen mit Messern angegriffen wurden und einer der Angegriffenen dabei schwer verletzt wurde. Ein Europa in dem es immer wieder zu Aufmärschen rechter, linker und islamistischer Gruppen kommt, um ihren Hass gegen die Juden und Israel zu bekunden. Staatlicherseits wird zudem die Palästinensische Autonomiebehörde hofiert und finanziell unterstützt, während Israel zumeist für sein Vorgehen gegen palästinensische Terrorbanden einseitig verurteilt wird. In diesem Kontext ist auch die gestrige Entscheidung des UN-Gerichtshofes in Den Haag gegen den israelischen Sicherheitszaun zu sehen. Das bisherige Resultat dieser Anlagen, nämlich der effektive Schutz von Israelis vor Selbstmordattentäter, fand bei dieser Entscheidung keine angemessene Berücksichtigung. Wie Alan Dershowitz vor einiger Zeit in der Welt geschrieben hat:„ Alle lieben tote Juden. Aber wenn die Juden sich wehren, hat die Welt ein Problem damit […] es ist eine einmalige Moral, die nur für Israel gilt.“ Theodor Herzl, der vor hundert Jahren gestorben ist, hatte die Vision eines Staates in dem Juden vor Antisemitismus geschützt sind. Heute gilt es sich dafür gemeinsam einzusetzen, dass dieser Staat seine Existenz und den Schutz seiner Bürger mit allen gebotenen Mittel verteidigen kann, wie auch sich mit Juden, egal wo sie leben, gegen neuerlichen Antisemitismus, komme er nun von Rechten, Linken oder Islamisten, zu solidarisieren. Dabei leisten Demonstrationen wie diese oder wie die vor einigen Wochen in Köln, gegen die dort stattfindende antizionistische Konferenz, einen wichtigen Beitrag. Wir möchten Euch daher  schon jetzt zu den geplanten Veranstaltungen gegen die diesjährige Buchmesse in Frankfurt, Anfang Oktober einladen. Der diesjährige Ehrengast wird die Arabische Liga sein, daher wird unser Motto lauten: „Regime change statt Dialog der Kulturen“. Wir wünschen Euch noch weiterhin viel Kraft und Erfolg für die heutige Demonstration und darüber hinaus im Kampf gegen jede Form des Antisemitismus und Antizionismus!

 

Mit antifaschistischen Grüßen,

Zionistische Organisation und Prozionistische Linke Frankfurt 

Lang Lebe Israel!!