Pressestimmen zur Kundgebung am 20.01.03 in Frankfurt

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2003, Nr. 17, S. 42

 
Juden protestieren gegen Duisenberg-Äußerungen
 
sbue. Die Zionistische Organisation Frankfurt hat gestern bei einer Kundgebung vor der Europäischen Zentralbank deren Präsidenten Wim Duisenberg aufgefordert, sich von den "antisemitischen" Äußerungen seiner Ehefrau "klar und deutlich" zu distanzieren. Mit israelischen Flaggen versammelten sich rund 70 Anhänger mehrerer jüdischer Organisationen auf der Kaiserstraße. Die Frau des Präsidenten, Gretta Duisenberg, hatte mit ihrem jüngsten Besuch bei Palästinenserpräsident Jassir Arafat und der Aussage, sie habe Verständnis für Selbstmordattentäter, für internationales Aufsehen gesorgt. Duisenberg hatte gesagt, er stehe "hundertprozentig" hinter seiner Frau.

 

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HR-Online Kurzmeldungen

Demonstration vor der EZB

FRANKFURT:

Gegen Antisemitismus und antiisraelische Äußerungen haben 120 Mitglieder jüdischer Verbände vor der Europäischen Zentralbank demonstriert.Anlass waren Aussagen von Gretta Duisenberg, der Frau des EZB-Präsidenten. Sie hatte Vergleiche zwischen Naziverbrechen und Israels Politik in den Palästinensergebieten angestellt.


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 DEMONSTRATION


Juden protestieren gegen Gretta Duisenberg

FRANKFURT A. M. Vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt haben am Montag rund 80 Mitglieder jüdischer Verbände gegen Antisemitismus und antiisraelische Äußerungen demonstriert. "Unser Protest richtet sich besonders gegen Terror unterstützende Äußerungen von Gretta Duisenberg und die Unterstützung ihres Mannes", sagte der Vorsitzende der Zionistischen Organisation Frankfurt, René Pollak.

Die Frau des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, ist in den vergangenen Wochen mehrfach wegen pro-palästinensischer Äußerungen kritisiert worden. dpa

 

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Dokument erstellt am 21.01.2003 um 00:04:20 Uhr
Erscheinungsdatum 21.01.2003 | Ausgabe: D3 | Seite: 23

Montag 20. Januar 2003, 14:37 Uhr

 

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ANTISEMITISMUS-VORWURF
Demonstration vor der EZB gegen Duisenbergs Frau

FRANKFURT A. M., 20. Januar (dpa/top). Vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main haben am Montag rund 100 Mitglieder jüdischer Verbände gegen Antisemitismus und antiisraelisches Gedankengut demonstriert. "Unser Protest richtet sich besonders gegen Terror unterstützende Äußerungen von Gretta Duisenberg und die Unterstützung ihres Mannes", sagte der Vorsitzende der Zionistischen Organisation Frankfurt (ZOF), René Pollak. Die Niederländerin hatte unlängst in einem Zeitungsbericht die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete mit der Okkupation der Nationalsozialisten in den Niederlanden verglichen. Diesen Vergleich wies der ZOF-Chef als "infam" zurück.

"Die Duisenbergs sind nur ein Paar von vielen", sagte Pollak. Kritik an Israel sei nicht gleich Antisemitismus, betonte Sacha Stawski von der Initiative "Honestly Concerned". Der Sprecher des im Mai 2002 gegründeten Forums forderte das Ehepaar Duisenberg und die Öffentlichkeit auf, "jeden Vergleich der israelischen Verteidigungspolitik mit den Verbrechen der Nationalsozialisten auf das Schärfste zu verurteilen".

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Dokument erstellt am 20.01.2003 um 20:20:36 Uhr
Erscheinungsdatum 21.01.2003


Vertreter von Judenorganisationen demonstrierten vor EZB

Frankfurt/Main (AP) Rund 50 Vertreter jüdischer Organisationen haben am Montag in Frankfurt am Main vor der Europäischen Zentralbank (EZB) demonstriert. Wie die Veranstalter mitteilten, richtete sich die Kundgebung gegen Äußerungen von EZB-Präsident Wim Duisenberg, der seine Frau Gretta nach ihrem Besuch beim palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat vor Kritik in Schutz genommen habe. Zu der Demonstration hatten unter anderem die Zionistische Organisation Frankfurt, der Bund Jüdischer Studenten Deutschland und die Deutsch-Israelische Gesellschaft aufgerufen. Polizeiangaben zufolge verlief die etwa eineinhalbstündige Kundgebung friedlich.

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