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Buch & Kritik 2016.2


Kritik des politischen Engagements


Die Veranstaltung muss aufgrund einer Erkrankung des Autors leider kurzfristig abgesagt werden!

Freitag, 21. Oktober, 20:00 Uhr
Café Kurzschlusz, Kleiststraße 5, Studierendenhaus der Fachhochschule Frankfurt
"Kritik des politischen Engagements"
Buchvorstellung mit Gerhard Scheit (Wien)

Engagement für einen bestimmten Staat oder für bestimmte Verhältnisse innerhalb der Staaten im Namen des kategorischen Imperativs nach Auschwitz widerspricht dem politischen Engagement (das per definitionem einem ‚besseren‘ Staat, einem ‚menschlicheren‘ Kapital gilt), indem es allein ex negativo begründet wird. Ist in diesem Sinn dem kategorischen von Adorno ein praktischer Imperativ hinzuzufügen, könnte er lauten: Durchsetzung und Verteidigung der Vermittlungsformen, wie sie allemal dem Kapitalverhältnis Rechnung tragen – bürgerliche Grundrechte, rule of law, Gewaltenteilung, also Verhinderung des barbarischen, vorkapitalistischen Zwangs – niemals nur als Zweck zu begreifen, sondern jederzeit zugleich als Mittel, die Antisemiten, die Feinde Israels zu bekämpfen.




Ein Prozess in Prag

Donnerstag, 20. Oktober, 20:00 Uhr
  Casino Raum 1.802, Nina-Rubinstein-Weg, Campus Westend der Universität Frankfurt
"Ein Prozess in Prag - Das Volk gegen Rudolf Slánský und Genossen"
Buchvorstellung mit Jan Gerber (Halle/Saale)

Im November 1952 fand in Prag der größte und letzte stalinistische Schauprozess statt. Vierzehn hochrangige Funktionäre des Staats- und Parteiapparats der Tschechoslowakei, darunter Rudolf Slánský, der frühere Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, wurden beschuldigt, sich gegen die volksdemokratische Ordnung verschworen zu haben. Elf von ihnen wurden zum Tode verurteilt und kurz darauf gehenkt.
Das Slánský-Tribunal unterschied sich nicht nur in seiner Größendimension, sondern auch durch seinen offen antisemitischen Charakter von den anderen stalinistischen Schauprozessen. Die Mehrheit der Angeklagten war jüdischer Herkunft; parallel zum Tribunal wurden Juden aus allen mittleren und höheren Positionen des Staats- und Parteiapparats verbannt.
Jan Gerber wirft einen neuen Blick auf das Slánský-Tribunal und den Spätstalinismus. Zugleich untersucht er ein Kapitel der Geltungs- und Wirkungsgeschichte des Holocaust in der Arbeiterbewegung. Er untersucht, warum Antifaschisten nur sieben Jahre nach der Befreiung von Auschwitz einen Prozess durchführten, in dem Juden als Juden angeklagt wurden. Zudem fragt er, weshalb dieser Prozess ausgerechnet in der Tschechoslowakei stattfand, die in der Zwischenkriegszeit als Insel der Demokratie und Toleranz gegolten hatte. Es wird gezeigt, dass die spezielle Ausrichtung des Prozesses nicht zuletzt dem sowjetischen Interessenwandel im Nahen Osten geschuldet war: weg von Israel, hin zu seinen arabischen Nachbarstaaten. In den Ermittlungen gegen Rudolf Slánský und Genossen fanden jedoch auch die Nationalitätenkonflikte der Zwischenkriegszeit eine weltanschaulich verschlüsselte Fortsetzung. Der Slánský-Prozess steht für das Ende der Geltungskraft des Begriffs der Klasse.

Veranstalterin: Prozionistische Linke Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Referat für politische Bildung des AStA der Universität Frankfurt und mit freundlicher Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt und des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt.




Buch & Kritik 2016.1

"Sozialistische Pädagogik und Schulkritik"

Freitag, 29. Januar, 20:00 Uhr
Café Kurzschlusz, Kleiststraße 5, Studierendenhaus der Fachhochschule Frankfurt
„Sozialistische Pädagogik und Schulkritik“
Buchvorstellung mit Daniel Barth (Zürich)


Siegfried Bernfeld (1892–1953), Psychoanalytiker, Pädagoge, undogmatischer Marxist und Zionist engagierte sich vor dem Ersten Weltkrieg in der Wiener Jugendkulturbewegung und entwickelte die moderne Theorie des Jugendalters; im WK I unterstützte er die zionistische Bewegung, schrieb eine Theorie der Kibbuzerziehung und gründete das „Kinderheim Baumgarten“. Er entwickelte in der Wiener und der Berliner Psychoanalytischen Gesellschaft die Grundzüge einer Psychoanalytischen Pädagogik. Zusätzlich bilden Studien zur Schulkritik, zur Heimerziehung, über Psychoanalyse und Marxismus, über Psychophysiologie und zur Biografie von Sigmund Freud die Eckpunkte seines umfangreichen wissenschaftlichen Werks.

Sozialistische Schulkritik war für Siegfried Bernfeld unabdingbar, weil die Institution Schule politisch ist. Ihre Funktion ist die Vermittlung des herrschenden Wertesystems und die Reproduktion gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Dies leistet sie weniger über Unterrichtsinhalte als über die sozialen Ordnungen und Einrichtungen des Bildungssystems. Deren Wirkungen untersucht Bernfeld am Beispiel der Schulgemeinde mit den Mitteln analytischer Sozialpsychologie. Die Schulgemeinde war neben Einheitsschule und Arbeitsunterricht die zentrale Innovation der austromarxistischen Schulreform in Wien, die anzustoßen Bernfeld als Führer der Jugendkulturbewegung und als Mentor der sozialistischen Mittelschülerbewegung wesentlich beitrug. Bernfelds Analyse kommt zum Schluss, dass die Wirkung der Schulgemeinde in Abhängigkeit zum Ort ihrer Anwendung innerhalb des Bildungssystems variiert. Während sie im Landerziehungsheim der Bildung einer Elite dient, stärkt sie in der Jugendfürsorgeerziehung die Solidaritätsbeziehungen zwischen Erziehern und Jugendlichen. Die höhere Schule hingegen, die Bernfeld als ideologischen Staatsapparat im Dienste bürgerlicher Herrschaft kritisiert, muss im Zuge der Revolution zerstört werden. Durch deren Neuorganisation als demokratische staatliche Selbstverwaltung (Schulgemeinde) können die entsolidarisierenden und entfremdenden Effekte des Gymnasiums für die Arbeiterjugend aufgehoben werden. Sozialistische Schulpolitik enthält im Kern die Demokratisierung des Wissens im Sinne eines gemeinsamen Lernens. Um folgende Fragen soll es in der Veranstaltung gehen:

Welche Schule braucht es, um Tendenzen drohender Faschisierung und gesellschaftlicher Spaltung etwas entgegen zu halten?
Bernfeld schreibt im "Sisyphos oder die Grenzen der Erziehung": "Die Schule  als Institution erzieht." (1925, S. 28): Wie lässt sich diese Erziehung durch Institutionen theoretisch verstehen?
Welche wissenschaftlichen Konzepte haben Bernfelds Programm einer "Instituetik" weiterentwickelt?
Besteht schulische Sozialisation  ausschließlich aus Anpassungsprozessen, wie Bernfeld behauptet?
Welche Anpassungsleistungen sind heute zentral?
Welche Anpassungstypen treffen wir heute an der Stelle der von Bernfeld systematisierten "Braven", "Schulrebellen", "Lausbuben", "Schulverbrecher"?
Muss Bildung demzufolge kritisch sein, wenn sie etwas anderes als Anpassung sein will?
Welche inhaltlichen Hinweise gibt Bernfeld in Bezug auf eine solche kritische Pädagogik?
Wie stellt sich das von Bernfeld problematisierte Verhältnis zwischen Aneignung und Enteignung, zwischen gemeinsamen Lernen und Entsolidarisierung  heute?

Dr. phil. Daniel Barth ist Dozent an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich. Er ist Autor des Buches „Kinderheim Baumgarten. Siegfried Bernfelds 'Versuch mit neuer Erziehung' aus psychoanalytischer und soziologischer Sicht“ und Mitherausgeber des 4. Bandes der Siegfried Bernfeld - Werkausgabe „Sozialpädagogik“.

Veranstalterin: Prozionistische Linke Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Referat für politische Bildung des AStA der Universität Frankfurt und mit freundlicher Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt.



Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!
Keine Bühne für die Henker von Teheran!


Kundgebung gegen das Business Forum Iran Europe
Mittwoch, 18. November, 9:30 Uhr
Ludwig-Erhard-Anlage gegenüber dem Eingang der Messe Frankfurt
 



Buch & Kritik 2015.3

Staat oder Revolution

Samstag, 17. Oktober, 20:00 Uhr
Café Kurzschlusz, Kleiststraße 5, Frankfurt a. M.
"Staat oder Revolution" - Buchvorstellung mit
Jörg Finkenberger (Würzburg)



 Der Begriff des Staates in der Staatsrechtslehre seit dem 20. Jahrhundert ist geprägt von der Auseinandersetzung Carl Schmitts mit der “Reinen Rechtslehre” Hans Kelsens. Diese Kontroverse ist keine rein literarische oder wissenschaftliche: beide Protagonisten verstehen sie als Ausdruck eines Gegensatzes im Gegenstand, also im Wesen des Staates selbst. Kelsen versucht, das Recht als Prinzip gesellschaftlicher Synthesis zu begreifen, und den Staat als eine Rechtstatsache. Daran hängt in der Tat die Möglichkeit eigenständiger Rechtserkenntnis, die Möglichkeit einer Wissenschaft vom Recht überhaupt.

In Schmitts Lehre dagegen, die er in heftigem Konflikt mit Kelsen begründet, steht im Zentrum des Staats dessen Subjekt als über-rechtliches Verhältnis, als sein Souverän; es garantiert die Rechtsordnung, es hebt sie wenn nötig auf, wenn der Staat nur so “die Ordnung” bewahren kann. Und so wenig der Souverän als einfach identisch mit dem “Volk” auch nur gedacht werden kann, so notwendig muss er es doch werden. Und zuletzt bestimmt sich die Gesellschaft als “Volk” durch den Krieg nach aussen und den Bürgerkrieg gegen den inneren Feind: das heißt nicht nur gegen die Revolution selbst, sondern auch die Parteien, zuletzt den “jüdischen” Liberalismus. Schmitts Lehre, republikanisch, wenn auch konsequent konterrevolutionär im Anfang, geht durch einfache Entwicklung 1933 selbst zum Nationalsozialismus über.

Der Staat aber ist ebensowenig wie das Recht einer materialistischen Kritik unzugänglich, im Gegenteil lässt sich zeigen, dass materialistische Kritik der Gesellschaft ohne Staatskritik unvollständig, das heisst falsch ist. Der Staat bleibt gegenüber der Gesellschaft eine undurchdringliche “Besonderung” so lange, und nur dann, wenn der Begriff der Gesellschaft nicht selbst als Problem gefasst, das heisst: vor-kritisch verstanden wird. Dass an dieser Schwierigkeit die linkshegelianische Kritik gescheitert ist, lässt sich zeigen; ob der – marxische oder bakuninische – Materialismusversuch diesem Scheitern entkommen kann, müsste erst noch gezeigt werden; durch einen neuen Anlauf der Kritik. Dieser müsste Konsequenzen daraus ziehen, dass eine konterrevolutionäre Staatslehre sich “Politische Theologie” nennen kann, wo doch die Kritik der Religion längst “im wesentlichen beendigt” (K. Marx) sein sollte.


Veranstaltet von der Prozionistischen Linken Frankfurt und dem Referat für politische Bildung des AStA der Universität Frankfurt mit freundlicher Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt.


Buch & Kritik 2015.2


Unreglemtierte Erfahrung


Freitag, 17. Juli, 20:00 Uhr
Café Kurzschlusz, Kleiststr.5, Frankfurt a. M.
"Unreglementierte Erfahrung" - Buchvorstellung mit Dirk Braunstein (Frankfurt), Simon Duckheim (Gießen) und Christoph Hesse (Berlin)

Es ist, als ob man vergebens aus nächster Nähe zu betrachten suchte, was in weitester Ferne liegt – und dennoch nur scheinbar ein Jenseitiges ist. Etwas unreglementiert erfahren: ist das überhaupt möglich? Die in diesem Band versammelten Beiträge widmen sich der Bestimmung eines Begriffs, der in der kritischen Theorie Adornos einen zentralen, wenngleich nie ausdrücklich benannten Platz einnimmt. In der zahlreich vorhandenen Literatur zu Adorno wird unreglementierte Erfahrung, wenn überhaupt, als ein nur subjektives Phänomen oder gar als ein dem wissenschaftlichen Objektivismus entgegengesetzter Ausdruck individuellen Leids aufgefaßt. Wie hier gezeigt werden soll, geht es allerdings bei der unreglementierten Erfahrung ums Ganze, um nichts weniger als die Möglichkeit von Emanzipation schlechthin.


Mittwoch, 1. Juli, 19:00
Café KoZ, Mertonstraße 26-28, Frankfurt a. M.
"Charlie Hebdo und die Linke: Strafbedürfnis, Angst, schlechtes Gewissen" - 
Podiumsdiskussion mit Joel Naber, Till Gathmann, Gerhard Scheit und Manfred Dahlmann (Redaktionsmitglieder und Herausgeber der Zeitschrift sans phrase)

Nach dem 7. Januar bohrte sich für kurze Zeit ein stechender, plötzlicher Schmerz in das Bewusstsein einer liberalen und linken Öffentlichkeit: Die Hinrichtung der Redaktionsmitglieder von Charlie Hebdo brachte schlagartig die Erkenntnis mit sich, dass der islamische Terror sich nicht mit wahllosen Massakern an Zivilisten begnügt, sondern auch ganz gezielt unbotmäßiges Betragen bestraft.
Darin muss das Schockierende gelegen haben, das Hunderttausende Franzosen und zahlreiche andere in aller Welt dazu bewegte, sich spontan zu versammeln und die Identifikation mit einer kleinen Zeitschrift zu bekunden, die in den Jahren zuvor eher Genervtheit und Abwehr provoziert hatte. Anders als die Massaker an Juden in Toulouse oder Brüssel und auch im koscheren Supermarkt in Paris machte das Attentat auf Charlie Hebdo unmissverständlich klar, dass der islamische Terror sich nicht mit der Vernichtung der Juden – die eine Mehrheit stillschweigend hinzunehmen bereit wäre – begnügen wird, sondern dass alle anderen den Dhimmistatus zu akzeptieren haben werden. Darin liegt, im Unterschied zu den Morden an Juden – und an Muslimen, die in den Exekutivorganen des französischen Staats arbeiteten –, eine narzisstische Kränkung, die einen Aufschrei hervorruft, denn auf “unsere Freiheit” bildet man sich schließlich etwas ein – auch wenn man sich zuvor nie so besonders für sie interessiert hat. In diesen Aufschrei mischten sich jedoch fast unmittelbar auch jene Stimmen, die auf den “Rassismus” bzw. die “Israelfeindlichkeit” der Karikaturen von Charlie hinwiesen, d.h. solche, die den Preis für das Verschontwerden anmahnten bzw. Solidarität verweigerten.
In dieser Ambivalenz der Trauer um Charlie Hebdo liegt viel Unausgesprochenes, das wir versuchen möchten zu adressieren, um, der Angst zum Trotz, Denken zu ermöglichen.


Freitag, 12. Juni, 20:00
Café Kurzschlusz, Kleiststr.5, Frankfurt a. M.
"Der Barbarei entgegentreten! Über Antifaschismus in Zeiten von Djihadismus und Pegida" - Vortrag von Lothar Galow-Bergemann (Stuttgart)

2014 explodierten Dumpfbackentum, Ressentiment und Barbarei: Antisemitische Massenaufmärsche verlangten „Tod den Juden!“ – Nazis, Islamisten und Linksreaktionäre marschierten vereint im Hass gegen den jüdischen Staat und in Solidarität mit seinen Todfeinden – Djihadisten drohten Andersgläubigen mit Macheten in der Hand, sie „hier genauso zu töten wie im Irak“ – Rechtsreaktionäre erzielten erschreckende Wahlerfolge und mit Pegida, Hogesa &Co mobilisierte ein rassistischer Mob gegen MuslimInnen und Flüchtlinge. Zu Beginn des neuen Jahres machten die djihadistischen Mordanschläge in Paris und Kopenhagen auf ein atheistisches Satiremagazin, eine Diskussionsveranstaltung zur Meinungsfreiheit, einen jüdischen Supermarkt und eine Synagoge klar: der Wahnsinn geht weiter.
Antifa, das ist ihr unschätzbares Verdienst, will in Zeiten, in denen leider keine Aussicht besteht, die Verhältnisse grundsätzlich zum Tanzen zu bringen, wenigstens den allerschlimmsten und barbarischsten Kräften in den Weg treten. So wichtig es bleibt, sich offenen Nazis entgegenzustellen – es liegt auf der Hand, dass der Kampf gegen sie allein nicht mehr ausreicht. Stiefel- und Nadelstreifennazis verbindet trotz des äußerlichen Gegensatzes im Kern eine enge Seelenverwandtschaft mit den Djihadisten. Wer um ein Minimum an Menschenwürde und um Mindestvoraussetzungen für eine irgendwann vielleicht doch noch gelingende Emanzipation kämpfen will, muss sich der anschwellenden Front der Barbarei in all ihren Facetten entgegenstellen.
Vor welchen Herausforderungen theoretischer wie praktischer Art steht Antifaschismus heute? Wie hilfreich und wie problematisch ist dafür die so genannte „Islamdebatte“? Inwiefern können Begriffe wie „Islamismus“, „Islamophobie“ oder “Islamkritik“ dazu beitragen, die Problemlage zu erfassen? Warum ist eine konservativ-orthodoxe Interpretation der Religion in muslimischen Communities so stark präsent? Ist die Rede von „dem“ Islam zutreffend, der im Gegensatz zu „dem“ Christentum Humanität und Säkularität ausschließe? Wie ist schließlich ein emanzipatorischer Anspruch inmitten einer zunehmend verrückter werdenden Umgebung aus moslemhassenden Sarrazindeutschen, tatsachenresistenten Linken, Nazis und Djihadisten zu formulieren? Und wie kann er praktisch werden?

Veranstaltet vom Café Kurzschlusz, der Prozionistische Linken Frankfurt und dem Referat für Politische Bildung des AStA der Universität Frankfurt mit freundlicher Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt.
 



 
Samstag, 24.01.15, 19 Uhr
Café Kurzschlusz, Kleiststraße 5, Frankfurt a. M.
"Mit der „Islamische Republik“ gegen den „Islamischen Staat“? 
Iranischer Islamismus, westliches Appeasement und die Eskalation
in Syrien und im Irak" - Vortrag und Diskussion mit Fathiyeh Naghibzadeh und Andreas Benl (beide Berlin)


Im Dezember letzten Jahres lud die Islamische Republik Iran zu einer Antiextremismuskonferenz nach Teheran, um über die Perspektive „einer Welt frei von Gewalt“ zu konferieren. Was aus dem Munde der jahrzehntelangen Hauptsponsoren des globalen Djihadismus wie ein schlechter Scherz klingt, findet seit dem Amtsantritt von Präsident Hassan Rohani enormen Anklang: das iranische Regime präsentiert seine Expansionspolitik neuerdings als „Kampf gegen Extremismus und Terror“. Im Irak und Syrien wirken die USA und ihre Verbündeten im Kampf gegen den IS de facto als Kooperationspartner der iranischen Revolutionsgarden vor Ort - obwohl Khamenei und seine Untergebenen fast im Tagesrhythmus den USA und Israel mit Vernichtung drohen.

Die Vorträge von Fathiyeh Naghibzadeh und Andreas Benl sollen Geschichte und Hintergründe des Aufstiegs der Islamischen Republik vom Pariastaat zur umworbenen Bündnismacht darstellen. Welche historische Rolle hat das iranische Regime für die Entwicklung des globalen Islamismus im allgemeinen, des „Islamischen Staats“ im besonderen gespielt? Was hat der schiitisch-islamistische Expansionismus mit der Entwicklung Syriens und des Irak zu Wastelands und Basen des Djihadismus zu tun? Wie hängen das westliche Appeasement in der Atomfrage und die Entwicklungen im Mittleren Osten zusammen? Und welche Auswirkungen hat diese Politik auf die Perspektiven der iranischen Umsturzopposition?

Fathiyeh Naghibzadeh ist Co-Regisseurin des Films „Kopftuch als System – Machen Haare verrückt?”, publiziert unter anderem zum Geschlechterverhältnis im Islam, zu Antisemitismus und Antizionismus und zur Erfahrung des Exils und ist Gründungsmitglied des Mideast Freedom Forum Berlin.

Andreas Benl ist im Mideast Freedom Forum Berlin aktiv und schreibt unter anderem zum Kulturrelativismus und zur Oppositionsbewegung im Iran.

Veranstaltung der Prozionistschen Linken Frankfurt und des Referats für politische Bildung der Universität Frankfurt mit Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt und der JD/JL-Rheinland-Pfalz .



Buch & Kritik 2015.1

Mittwoch, 07.01.15, 19 Uhr, Café Kurzschlusz, Kleiststraße 5, Frankfurt
"Das Unbehagen in und an der homosexuellen Emanzipation" 
Vortrag und Diskussion mit Tjark Kunstreich (Wien)

Die Emanzipation der Homosexuellen scheint unaufhaltsam. In den USA und in zahlreichen europäischen Ländern ist die rechtliche Gleichstellung beinahe durchgesetzt. Dennoch äußert sich ein Unbehagen an dieser Normalisierung: Nicht alle Schwulen und Lesben können dieser neuen Freiheit etwas abgewinnen, weil sie zugleich den Verlust der Enge wie der Geborgenheit der Subkultur bedeutet wie auch der Sonderstatus der Minderheit. Sie fürchten die Assimilation und Auflösung ihrer kollektiven Identität. Die politischen Gegner der Homosexuellenemanzipation in Europa und den USA betonen ihrerseits diese Identität, um den Sonderstatus der Homosexuellen und die damit einhergehende Diskriminierung positiv zu begründen und aufrechtzuerhalten. Sie sehen sich nicht als Homosexuellenhasser, sonder als Verteidiger einer natürlichen Ordnung. Im Rest der Welt schürt die Homosexuellenemanzipation das Ressentiment gegen den dekadenten Westen und die Verfolgung vermeintlicher Homosexueller nimmt immer brutalere und zugleich lächerlich wirkende Formen an. Auf dem afrikanischen Kontinent verschärfen zahlreiche Staaten die schon vorhandenen Gesetze gegen Homosexualität, die als westlicher Import und neokolonialer Angriff auf die afrikanische Identität verstanden wird.
Auf diese Entwicklungen gibt es zwei Antworten, die vorgeben, sich ihnen zu stellen: Zum einen die homosexuelle Bürger- und Menschenrechtsbewegung, die als Verfechterin der Emanzipation jene Werte aufrechtzuerhalten verpflichtet ist, die zugleich Grundlage der Verfolgung der Homosexuellen waren: Sie versteht die Absonderung der Minderheit durch die Mehrheit als irrationalen Irrtum, dem durch Aufklärung abzuhelfen sei. Zum anderen die queer theory, für die diese Absonderung der Gesellschaft immanent ist, die also fortsetzen muss, um ein "anderes" herzustellen, von dem sich eine fiktive Mehrheit abgrenzen kann: Ihre Strategie ist es, dieses Verhältnis umzudrehen, und den weißen heterosexuellen Mittelklasse-Mann zum Feindbild zu erklären.
Ihrer jeweils eigenen Logik folgend, endet die Menschenrechts-Apologie bei der bloßen Gleichstellung und kann sich die Eskalation des Homosexuellenhasses, den sie zur Homophobie verniedlicht, nicht erklären, während die queer theory diesen Hass mit der priviligierten Position erklärt, den die Homosexuellen im Westen im Zuge der Gleichstellung gewinnen. Als reine Bürgerrechtsbewegung kümmern sich die einen um Steuer- und Adaptionsfragen, während die anderen nicht zufällig Israel ins Visier nehmen. In beiden Reaktionen ist mindestens unbewusst enthalten, dass es, um einer schon vorweggenommenen künftigen Verfolgung zu entgehen, notwendig ist, sich mit dem Staat, der die jeweiligen Rechte zu garantieren hat, oder einer Bewegung, deren Ziele man sich zu eigen gemacht hat, zu identifizieren.


Veranstalter: Prozionistische Linke Frankfurt                                                                
Unterstützer:
AStA der Universität Frankfurt

Buch & Kritik 2014

Die Einsamkeit Israels

Mittwoch, 12.11.14, 19 Uhr, Café KoZ, Mertonstraße 26-28, Frankfurt

"Die Einsamkeit Israels - Zionismus, die israelische Linke & die iranische Bedrohung"

Buchvorstellung und Diskussion mit Stephan Grigat (Wien)

In der deutschen Nahost-Diskussion trifft man immer wieder auf die Behauptung, der Antisemitismus in den arabischen und islamischen Ländern sei ein Resultat des Nahost-Konflikts. Hier soll verdeutlicht werden, inwiefern der arabische und islamische Antisemitismus eine der zentralen Ursachen dieses Konfliktes ist, er dessen Verlauf maßgeblich bestimmt hat und bis heute prägt.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was eine an Emanzipation und Aufklärung orientierte Kritik des islamischen Djihadismus von fremdenfeindlicher Hetze unterscheidet?
Was bedeutet der Machtzuwachs von Gruppierungen wie der Hisbollah und der Hamas, die keineswegs nur Israel terrorisieren, sondern auch all jene Araber, die sich ihrem Machtanspruch nicht unterordnen wollen?
Welche Rolle spielt das iranische Regime und was bedeutet das Erstarken des „Islamischen Staates“ in Syrien und im Irak? Wie könnte es zu einer Verbesserung der Situation für alle Menschen im Nahen Osten kommen? Und wie kann auf den offenen Antisemitismus reagiert werden, der sich während der letzten Eskalation im Gaza-Streifen auch in Deutschland gezeigt hat?

Veranstalter: Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt


Aufstieg und Fall des Individuums

Samstag, 11.10.14, 19 Uhr, Café Kurzschlusz, Kleiststraße 5, Frankfurt

"Aufstieg und Fall des Individuums"

Buchvorstellung und Diskussion mit Gerhard Stapelfeldt (Hamburg)

Im Anschluss Party zum 10jährigen Bestehen der Prozionistischen Linken Frankfurt

Für Marx und den Marxismus nach Marx ist der Zusammenhang von Krise und befreiender theoretischer sowie praktischer Kritik noch selbstverständlich. Daß der dialektische Widerspruch gegen widerspruchsvolle Verhältnisse ohne den Kontext „revolutionärer Praxis“ möglich sei, ist für Marx in der Epoche des Liberalismus undenkbar. Der Marxismus der Zweiten Internationale erkennt, in der Epoche des Imperialismus, die Möglichkeit der Kritik in der befreienden Kraft der Produktivkraft-Entwicklung. Jeweils scheinen fundamentale Krisen des „Systems der bürgerlichen Ökonomie“ den gesellschaftsgeschichtlichen Fortschritt zum „Verein freier Menschen“ zu produzieren.
Aber schon 1923 erkennen Karl Korsch und Georg Lukács, nach der gescheiterten Revolution, eine Krise der Arbeiterbewegung und des Marxismus. Zwischen 1926 und 1933 explizieren Max Horkheimer und Wilhelm Reich die „Ohnmacht“, die „Niederlage der deutschen Arbeiterklasse“. Im Rekurs auf die Psychoanalyse wird am Vorabend und nach der Großen Depression von 1929/33 die Auflösung des Zusammenhangs von Krise und revolutionärer Kritik: die nationalsozialistische „konformistische Revolte“, reflektiert. Der Konformismus: das ist eine Volksgemeinschaft, in der der Einzelne ohne gesellschaftliches Bewußtsein, daher zu gesellschaftlich-solidarischem Widerspruch und Widerstand unfähig ist. Die Gemeinschaft erweist sich als irrationaler Zusammenhang ent-individualisierter, autoritärer Charaktere, die allenfalls die Verallgemeinerung, nicht die Abschaffung gesellschaftlicher Repression realisieren. So schreitet der an der Psychoanalyse gebildete Marxismus von der Kritik der Politischen Ökonomie fort zur Kritik des irrationalen Rationalismus – zur „Kritik der instrumentellen Vernunft“ – und zur Kritik der bürgerlichen Anthropologie. Ohne die gesellschaftlich gegründete Idee des Individuums, das sich als „ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse“ weiß, ist – erkennen die Kritischen Theoretiker – die einst erhoffte „proletarische Erhebung“ verstellt. Daher bedürfe es der praktisch gerichteten Aufklärung des „Aufstiegs und Falls des Individuums“.

Veranstalter: Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt, Ca Ira Verlag und Fachschaft Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Frankfurt





Das Business Forum Iran ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden! Vielen Dank an alle, die die Proteste unterstützt haben! Es wird daher keine Kundgebung und keinen Infotisch geben. 

Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!

Keine Bühne für die Henker von Teheran!

Protest gegen Business Forum Iran und Auftritt des iranischen Botschafters 

 

Freitag 23. Mai 2014

Kundgebung: 11:30 Uhr, Infotisch ab 8:30 Uhr

vor der IHK-Frankfurt, Börsenplatz

 

 

Am 23. Mai soll in Frankfurt am Main das „Business Forum Iran“ stattfinden. Ziel des Forums ist es, die Geschäfte zwischen Deutschland und Iran auszubauen. Die veranstaltende „Maleki Group“ ermutigt in ihrer Einladung deutsche Firmen explizit dazu, bereits jetzt im Iran zu investieren, während die Verhandlungen zum Nuklearkonflikt weiter andauern. Mit Markus Potzel ist ein Vertreter des Auswärtigen Amtes eingeladen,  Omid Nouripour, der außenpolitische Sprecher der GRÜNEN, hat sich nach Protesten zurückgezogen. 


Zusammentreffen soll er in Frankfurt mit Ali Ashraf Afkhami*, Direktor der vom Westen sanktionierten iranischen "Bank of Industry and Mine". Afkhami ist ein Vertrauter Ali Khameneis und Finanzkoordinator des vom Obersten Geistlichen Führers kontrollierten kriminellen Firmenimperiums, das über ein Vermögen von knapp 100 Milliarden Dollar verfügt. Die Gelder werden u.a. für die Finanzierung des Atom- und Raketenprogramms, die Unterdrückungspolitik und islamistischen Terrorismus weltweit verwendet. Laut Konferenzprogramm wird auch der Botschafter des iranischen Regimes in Deutschland, Ali Reza Sheikh Attar, Keynote Speaker sein. Ihm werden zahlreiche Morde in den kurdischen Gebieten des Iran vorgeworfen und er gilt als Zuständiger in Europa für die illegalen Beschaffungsaktivitäten des islamistischen Regimes für dessen Atomwaffenprogramm.

Im Iran hat sich durch den neuen Präsidenten Hassan Rohani nichts Grundlegendes geändert. Rohani ist kein Hoffnungsträger, sondern das freundliche Gesicht des Terrors. Die Teheraner Machthaber drohen Israel weiterhin mit der Vernichtung und setzen alles daran, eine nukleare Option zu erlangen. Der Oberste Geistliche Führer, Ali Khamenei, hat erst vor wenigen Wochen erneut den Holocaust in Frage gestellt. Die Zahl der Hinrichtungen hat dramatisch zugenommen. Auf Homosexualität steht immer noch die Todesstrafe. Religiöse und nationale Minderheiten werden diskriminiert und verfolgt. Gewerkschaften sind verboten und politischen Gegnern wird mit brutaler Repression begegnet.

Wer mit diesem Regime Handel treibt, finanziert das iranische Atomprogramm und die Unterdrückung der iranischen Bevölkerung durch Holocaustleugner, die Israel mit Vernichtung drohen!

 

*Laut "Maleki Group" ist die Teilnahme von Afkhami inzwischen abgesagt.

Veranstalter:

AStA TU Darmstadt

Gesellschaft für Orthodoxe Dogmatik

Honestly Concerned

Prozionistische Linke Frankfurt

STOP THE BOMB

Wadi e.V. 





Buch & Kritik 2014

Verschenkte Gelegenheiten

Donnerstag, 13.02.14, 20 Uhr, Café KoZ, Mertonstraße 26-28, Frankfurt 
„Verschenkte Gelegenheiten“
Buchvorstellung und Diskussion mit Magnus Klaue (Berlin)

 

In einer Welt, in der sie nicht nur, wie früher auch schon, mit gesellschaftlicher Ohnmacht geschlagen, sondern zum objektiven Anachronismus, zur nur noch lästigen Erinnerung an Unabgegoltenes wurde, ist kritische Theorie zur Parodie ihrer selbst heruntergekommen: Sei es, daß man sie durch mehr oder minder redliche akademische Pflege als immer noch bessere Alternative im Angebot der Denkstile konserviert; sei es, daß man sie als Statthalter einer obskuren intellektuellen Radikalität und Militanz mißversteht, die in Wahrheit nur als Obsession ihrer Verfechter existiert; sei es, daß man sie als Kampfplatz um die jeweils neuesten geistigen Bekenntnisse und Distinktionen in den Dienst nimmt. Nur mehr von marginalen Splittergruppen und aggressiv oder tiefsinnig herumräsonierenden Lesekreisen ernst genommen, verliert sie gerade dadurch ihren Ernst und droht objektiv kryptisch, zu einer besonders elaborierten Form von Obskurantismus zu werden, so daß man, wie Clemens Nachtmann jüngst bemerkte, versucht ist, von der Lektüre Adornos abzuraten, weil Einfalt gegenüber dem Gegenstand offener ist als solches falsche Verstehen. Durch ihre Popularisierung oder vermeintliche Aktualisierung ist dem so wenig abzuhelfen wie durch die immer beliebtere sprachliche Übung, die eigene Sprache durch Nachstellung des "sich" und frankophone Einsprengsel gerade dann bedeutungsschwer zu adornisieren, wenn man dem Gehalt von Adornos und Horkheimers Denken längst abgeschworen hat. Demgegenüber sollte daran erinnert werden, wie kritische Theorie ihren Anfang nahm: weder als sogenannte kritische Gesellschaftstheorie (die vielmehr ihre Schrumpfform ist) noch als Anweisung auf irgendeine Praxis, sondern als freie, das heißt der Sache nicht nur verpflichtete, sondern sich ihr vorbehaltlos hingebende Reflexion der Erfahrung von Wirklichkeit: in Horkheimers "Dämmerung", Adornos "Minima Moralia", Benjamins "Einbahnstraße" und "Berliner Kindheit um 1900" und den Feuilletons Siegfried Kracauers, mit sogenannten unsystematischen, gerade darin aber auf Verbindlichkeit zielenden, in ihrer Subjektivität das bloß Subjektive überschreitenden Texten also, denen die Untrennbarkeit von Sprach- und Denkform stets gegenwärtig blieb. Vortrag und Buch versuchen diesen Zusammenhang zu vergegenwärtigen und auf den Einzelnen zurückzuwenden, weil nur im Einzelnen, nicht in durch Bekenntnisse und gegenseitige Verachtung zusammengehaltenen Gruppen, die Hoffnung bewahrt bleibt, daß es irgendwann doch begriffen wird.

Veranstalter: Initiative Studierender am I.G.Farben-Campus und Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt und Ca Ira Verlag 




Buch & Kritik 2013

Das Israelpseudos der Pseudolinken

Donnerstag, 10.10.13, 20 Uhr, Café KoZ, Campus Bockenheim der Universität Frankfurt, Mertonstraße 26-28:
„Never ending story – Das Israelpseudos der Pseudolinken“
Vortrag und Buchvorstellung mit Anja Worm und Jan Gerber (beide Halle/ Saale)


In den Jahren 1969 und 1970 wurden die Bundesrepublik Deutschland und Westberlin von einer beispiellosen antizionistischen Krawall- und Terrorwelle überrollt. Die Täter kamen aus dem Umfeld der Neuen Linken, die ihren zurückhaltenden Proisraelismus nach dem Sechstagekrieg gegen einen vehementen Antizionismus eingetauscht hatte. Vor diesem Hintergrund erschien mit Michael Landmanns Buch „Das Israelpseudos der Pseudolinken“ eine der ersten kritischen Auseinandersetzungen mit der Israelfeindschaft der Neuen Linken. Mit ihrer antizionistischen Wende, so Landmann, verwandle sich die Protestbewegung von einer „echten“ in eine „Pseudolinke“.

Inzwischen ist die Neue Linke, auf die sich Landmann bezog, zwar verdientermaßen marginalisiert. Sie hat ihre Aufgabe – die Konservierung des Irrsinns von Volk, Ursprünglichkeit und Unmittelbarkeit in einer Zeit, in der kein großer Bedarf danach bestand – jedoch erfüllt. So findet sich der Antizionismus längst nicht mehr nur in linken Klein- und Großsekten wie die der Linkspartei, dem Freiburger „Café Palestine“ oder der antiimperialistischen Schlägertruppe, die vor einigen Jahren in Hamburg die Aufführung von Claude Lanzmanns Film „Pourquoi Israël“ verhinderte. Sondern der antiisraelische Furor ist im politischen Mainstream angekommen, in dem die Unterscheidung zwischen „links“ und „rechts“ ohnehin kaum noch getroffen werden kann. Um die einschlägigen Stereotypen zu hören, muss kein Vortrag eines autonomen oder marxistisch-leninistischen Selbstfindungszirkels mehr besucht werden, sondern es genügt, die „Süddeutsche Zeitung“ aufzuschlagen oder den Bericht über Israel auf „3Sat“ zu schauen.

Aus diesem Grund soll mit Michael Landmann nicht nur einer der ersten linken Kritiker des neulinken Antizionismus gewürdigt werden. Vielmehr soll unter Rekurs auf Landmanns Ausführungen von den Hintergründen des neuen Antisemitismus den Transformationen, die der Israelhass in den letzten vierzig Jahren durchgemacht hat, und der Aktualität der Kritik gesprochen werden.

Es sprechen Anja Worm und Jan Gerber („Materialien zur Aufklärung und Kritik“ Halle/ Saale). Sie sind Herausgeber der Neuauflage von Michael Landmanns „Das Israelpseudos der Pseudolinken“ (Freiburg: ça ira Verlag 2013) und Curt Geyer u.a.: Fight for Freedom. Die Legende vom „anderen Deutschland“, Freiburg (ça ira Verlag) 2009.





Siegfried Bernfeld


Mittwoch, 19.6.13, 20 Uhr, Café KOZ im Studierendenhaus am Campus Bockenheim der Universität Frankfurt, Mertonstraße 26-28: "Theorie und Praxis der Erziehung/ Pädagogik und Psychoanalyse" Buchpräsentation mit dem Herausgeber Rolf Göppel (Heidelberg)

Der österreichische Psychoanalytiker und Reformpädagoge Siegfried Bernfeld wurde am 7. Mai 1892 geboren. Bernfeld war seit seinen frühen Jugendtagen als "Schulkämpfer" in Wien ein Mann voller Phantasie und utopischem Überschwang, ein ausgesprochen kritischer, streitbarer und scharfer Geist. Als Jude, undogmatischer Marxist und Anhänger Freuds, der sich in seinem "Sisyphos oder die Grenzen der Erziehung" (1925) heftig mit dem pädagogischen Establishment angelegt hatte, blieb ihm eine akademische Karriere verwehrt. Dennoch wurde er als Theoretiker des Jugendalters, als Psychoanalytischer Pädagoge und als Begründer des "Kinderheims Baumgarten" zu einem wichtigen Anreger und wenn man so will zu einem "Klassiker der Pädagogik".

 Der Psychosozial-Verlag Gießen realisiert derzeit unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Herrmann (Tübingen), der den Nachlass von Siegfried Bernfeld verwaltet, eine umfassende zwölfbändige Werkausgabe der Schriften Siegfried Bernfelds. Im Frühjahr 2013 erscheint der Band V dieser Werkausgabe mit dem Titel "Theorie und Praxis der Erziehung / Pädagogik und Psychoanalyse" in welchem neben dem "Sisyphos" auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Texte Bernfelds erstmals publiziert werden. Prof. Dr. Rolf Göppel (Heidelberg) ist Mitherausgeber dieses Bandes und wird über die Konzeption dieses Bandes und die darin enthaltenen Ideen Bernfelds zum Verhältnis von Psychoanalyse und Pädagogik, zur Ausbildung von Psychoanalytischen Pädagogen und zu den Besonderheiten einer psychoanalytischen Kindheitsforschung berichten.

Veranstalter: Initivative Studierender am IG Farben Campus und Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen und Bundesverband Jüdischer Studierender in Deutschland





Buch & Kritik 2012

Freitag, 12.10.12, 20 Uhr, Raum IG 311 im I.G.Farben-Haus der Universität Frankfurt, Grüneburgplatz 1: „Alles falsch. Auf verlorenem Posten gegen die Kulturindustrie“ Buchpräsentation mit dem Herausgeber Dirk Braunstein (Bochum)

Während es üblich geworden ist, innerhalb der Kulturwaren zu differenzieren, um so deren vermeintliche Freiheitspotentiale zu entdecken, läßt sich die Kulturindustrie als das kritisieren, was sie ist: Produkt und zugleich Produzentin des falschen Ganzen, als das sie Adorno zu seiner Zeit verurteilte. Konnte er jedoch noch damit rechnen, durch Übertreibung ihre Wahrheit zu treffen, hat die Kulturindustrie unterdessen ihren eigenen Superlativismus übertroffen.

Wenn sich die deutsche kulturschaffende Intelligenz mit demjenigen befaßt, der die Kulturindustrie zuallererst auf ihren Begriff brachte, wird es finster im Lande. Mit dem hundertsten Geburtstag Adornos im September 2003 war ein gerne genutzter Anlaß gefunden, die Kritische Theorie der Gesellschaft auf das eigene Niveau des unverbindlichen Geschwätzes herunterzuziehen und den Philosophen und Soziologen Adorno zum »Teddie« sowie das bestehende Elend zur besten aller Welten zu machen: Kapitalismus, Barbarei, Auschwitz – alles halb so wild und Adorno ein unverbesserlicher Pessimist und Miesmacher.

Das kurrente Philosophiegewerbe ist Teil gerade jener Kulturindustrie, die man hierzulande so gerne in den USA am Werke sieht. Der New-Yorker »Anbruch« registrierte allerding die deutsche »Adorno-Industrie«, derweil im »Spiegel« hingegen eitel Freude darüber herrschte, daß die Feierlichkeiten »nun auch den privaten Theodor Wiesengrund-Adorno« in der Vordergund gerückt hatten. Wird dort Kritik daran geübt, daß die Appartschiks der Kulturindustrie Adorno schlicht überrannt und gefleddert haben, wird hier ein Einvernehmen darüber hergestellt, daß das Private offiziell und das Offizielle, alles, was man ›Werk‹ nennen könnte, privatistische Angelegenheit spinnerter ›Adorniten‹ sei.

Der Vortrag von Dirk Braunstein zeigt, wie dieses Einvernehmen hergestellt wird und was das für die Kritik der Kulturindustrie im besonderen sowie für Gesellschaftskritik im allgemeinen bedeutet. 

Dirk Braunstein promovierte über Adornos Ökonomiekritik, ist Gastwissenschaftler am Institut für Sozialforschung und lebt in Bochum.

  

Samstag, 13.10.12, 20 Uhr, Raum IG 311 im I.G.Farben-Haus der Universität Frankfurt, Grüneburgplatz 1: „Postnazismus revisited. Das Nachleben des Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert“ Buchpräsentation mit dem Herausgeber Stephan Grigat (Wien) und dem Autor Clemens Nachtmann (Graz)

Der Band Postnazismus revisited versammelt Beiträge, die grundlegende Überlegungen zum Nachleben des Nationalsozialismus in den postfaschistischen Gesellschaften anstellen. Sie setzen sich sowohl mit der modernisierten Vergangenheitspolitik in Deutschland als auch den Erfolgen der FPÖ unter und nach Jörg Haider auseinander. Die Aufsätze beinhalten Gedanken zur Kritik des Postnazismus im Zeitalter des Djihadismus und formulieren eine Kritik am „Islamophobie“-Begriff vor dem Hintergrund der Diskussionen über den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik.

Eine zentrale These des Bandes lautet, dass eine global orientierte Kritik der postnazistischen Konstellation konstatieren muss, dass sich das Zentrum der offenen antisemitischen Agitation nach 1945 von Europa in den arabisch-islamischen Raum verschoben hat. Nachdem die Deutschen und ihre Hilfsvölker nicht nur bewiesen hatten, dass man einen wahnhaft-projektiven Antikapitalismus bis zum industriell betriebenen Massenmord steigern kann, sondern auch, dass man dafür selbst nach der totalen militärischen Niederlage keine ernsthaften Konsequenzen zu befürchten hat, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, was für eine ungemeine Attraktivität eine derartig pathologische, sowohl mörderische als auch selbstmörderische Krisenlösungsstrategie für antisemitische Massenbewegungen und Banden in anderen Weltregionen haben musste.

Clemens Nachtmanns Beitrag „Von der postnazistischen Demokratie zum Karneval der Kulturen“ ist eine Anstrengung, der bundesdeutschen Gesellschaft, die sich immer weiter vom Tatort ihres Gründungsverbrechens, Auschwitz“, entfernt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die totalitäre Kulturalisierung aller Lebensbereiche gelegt, vermittels welcher der postfaschistische „Konsens der Demokraten“ sich runderneuert präsentiert und zugleich zu seinen Ursprüngen zurückfindet. Enttäuscht werden wird, wer sich eine „klassisch antideutsche“ Tirade gegen Deutschland und seine angebliche „Besonderheit“ erhofft: aufgezeigt wird vielmehr, daß der Begriff des Postfaschismus schon immer auf eine internationale Konstellation zielte, die heute in seiner Verallgemeinerung zu sich kommt.

Stephan Grigat hat an der FU Berlin promoviert, war Forschungsstipendiat in Tel Aviv und ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien. 

Clemens Nachtmann ist Redakteur der Zeitschrift Bahamas und lebt als Komponist und Dozent für Musiktheorie in Graz.

Veranstalter: Initiative Studierender am I.G.Farben-Campus und Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen und Jugendpresse Hessen

Kein Adorno-Preis für Antisemiten!  

                                                                                                                                                                          „Du müßtest nur einmal in die manisch erstarrten Augen derer sehen, die, womöglich unter Berufung auf uns selbst, ihre Wut gegen uns kehren.“[1] (T. W. Adorno)

Am  11. September 2012, dem Geburtstag Theodor W. Adornos und seit 2001 der Tag des bislang schlimmsten islamistischen Terroranschlages, soll der Philosophin und Professorin an der Universität Berkeley, Judith Butler, der Adorno-Preis in der Frankfurter Paulskirche verliehen werden. Laut dem dafür zuständigen Kuratorium, dem u.a. die Oberbürgermeisterin, die Leiter des Instituts für Sozialforschung und des Sigmund-Freud-Instituts angehörten, ist Butler „eine der maßgeblichen Denkerinnen unserer Zeit“.

Das ist wahr und gelogen zugleich, präziser noch: es ist wahr, weil es gelogen ist. Gelogen – weil der Sachgehalt von Butlers Denken in derart evidenter und eklatanter Weise unmaßgeblich ist, daß es sich vorab verbieten müßte, es in einem Atemzug mit der kritischen Theorie Adornos zu erwähnen.[2] Ein Denken nämlich, das erklärtermaßen und für einen jeden Alphabetisierten nachlesbar jeden einzelnen Begriff und ausgeführtes Denken erst recht vorab in eine übergreifende Ursprungsmacht auflöst, die der philosophierende Faschist Heidegger – Butlers denkerische Referenz – das „Sein“ nannte und die bei Butler postfaschistisch runderneuert als machtgestützter „Diskurs“ wiederkehrt; ein Denken, in dem es folglich keine Differenz, damit aber auch keine bestimmbare Vermittlung zwischen Begriff und Sache gibt und das deshalb bereits die einfachen logischen Formen von Urteil und Kritik, die solcher Differenz sich verdanken, aus sich verbannen muß – ein solches Denken hat es sich mit Fug und Recht verdient, eine unkritische Theorie par excellence genannt zu werden.

Butlers Ansatz, das Denken mithilfe des Denkens abzuschaffen, hat mit Adornos Versuch, mit dem Begriff gegen den Begriff um des Nicht-Identischen willen zu denken, ungefähr soviel zu tun wie Jean Sibelius mit klassischer oder Arvo Pärt mit neuer Musik: nämlich gar nichts. Das zutiefst Primitive und Gewalttätige von Butlers Unternehmung manifestiert sich in der Sprache, die ihr notwendig zu einem gespreizten und gezierten Jargon gerät, zu einer Art Ästhetisierung der Behördensprache, mit deren Hilfe die bürokratisch-verfügende Selbstauslöschung des Denkens zum Genuß und inneren Erlebnis wird. Statt zu erzählen, statt in Begriffen sich prozessual zu entfalten und diese im Laufe ihres Fortgangs zu erhellen, ist Butlers Sprache schlicht eine Aneinanderreihung von Imponiervokabeln wie „Performanz“, „Diskurs“, „Macht“, „Gender“, „Dekonstruktion“ – allesamt verdinglichte und appellative Schlagworte, „Tickets“ im Sinne Adornos, deren Gehalt gleichgültig ist und die der Philosophin und ihrer Gemeinde vielmehr als Erkennungszeichen dafür dienen, daß beide denkerisch up to date sind und zum Kreis der Eingeweihten gehören. Butlers affirmative Sprache und ihr miserabler Stil hätten allein schon hinreichen müssen, ihr auf keinen Fall einen Preis zu überreichen, der nach einem Philosophen benannt ist, der zu den brilliantesten Stilisten nicht zuletzt deswegen gehörte, weil er, an Karl Kraus geschult, nur zu gut wußte, daß Phrase und Jargon die geistige Abschlagszahlung auf Gewalt und Barbarei darstellen.

Aber seien wir gerecht: die Begründung der Jury ist nur allzu wahr, in einer Weise allerdings, wie die Juroren es wohl nicht gemeint haben – denn in der Tat hat Butler mit ihrem primitiven Denken und ihrem schlechten Stil „maßgeblich“ dazu beigetragen, diesen postmodernen Jargon zu etablieren, der mittlerweile nicht mehr an der Akademie, wo er alle Fachbereiche rettungslos durchtränkt hat, gepflegt wird, sondern von den Kommandohöhen des Staates bis tief hinunter zu Erna und Otto Normalvergaser nachgeplappert wird. Kein Wunder, daß gerade die von Butler maßgeblich geprägte „Postmoderne“ zur wahren Popularphilosophie unserer Zeit avanciert ist – denn sie hat den Einspruchscharakter des kritischen Denkens aufgegeben und eignet sich deshalb bestens als Legitimationsinstrument im Verdrängungswettbewerb panischer Subjekte. Was Butler und ihre Brüder und Schwestern im Geiste von jedwedem Denken behaupten: daß über dessen Geltung lediglich das Recht des Stärkeren entscheidet, weil jegliche „Wahrheit“ bloß ein Jeton im ewigen Kampf um Benennungsmacht ist – auf ihr Denken trifft diese These tatsächlich und ganz ungeschmälert zu.

Ein Denken, das so konzipiert ist und sich explizit dazu hergibt, als Beute des Stärkeren zu fungieren, ist aber der adäquate geistige Überbau von Rackets, zu denen sich krisengeschüttelte Subjekte zusammenrotten, die es danach drängt, unter Berufung auf die ewigen Ursprungsmächte ihren Haß auf jedwede Vermittlung an denjenigen auszuagieren, die traditionell als Agenten der Vermittlung identifiziert werden. Kein Wunder daher, daß Butler, ganz der Logik ihres Denkens folgend, für die schlimmsten unter diesen Banden nichts als Solidarität und Empathie übrig hat:

“Yes, understanding Hamas, Hezbollah as social movements that are progressive, that are on the Left, that are part of a global Left, is extremely important.”[3] (J. Butler)

Hamas und Hisbollah sind antisemitische Terrorbanden, deren Ziel es ist Israel zu zerstören: Butler weiß das, sonst müßte sie nicht dafür werben, sie endlich als „soziale Bewegungen“ anzuerkennen. Dabei ist es aber keineswegs so, daß sie das mörderische Treiben von Hamas und Hisbollah um des „Sozialen“ willen nur billigend in Kauf nimmt – ihre eigenen politischen Aktivitäten sprechen vielmehr dafür, daß sie im Töten von Juden den eigentlich progressiven sozialen Gehalt dieser Banden erblickt, weil er die praktische Umsetzung dessen ist, was sie einstweilen nur ideologisch propagiert: die Delegitimierung Israels. Anstatt nämlich gegen die tatsächliche Unterdrückung etwa von Frauen und Schwulen in arabischen Ländern zu agitieren, hetzt sie gegen Israel als ein angebliches „Apartheidsregime“, wie es in Südafrika bestand[4], unterstützt das Russell-Tribunal on Palestine[5] und wirft Israel „Pinkwashing“ vor: Die Unterstützung der Rechte von Homosexuellen allein der Propaganda wegen.[6] Den War on Terror nach dem 11. September vergleicht sie mit dem Krieg der Nazis gegen die Juden [7] und empört sich über die Tötung Bin-Ladens.[8] Sie publiziert auf der antisemitischen Homepage Mondoweiss[9] und ist eine der prominentesten Aktivistinnen der Campaign of Boycotts, Divestment and Sanctions against Israel, der sogar ausgewiesene Israel-Hasser wie Noam Chomsky oder Norman Finkelstein mittlerweile Antisemitismus vorwerfen.[10] Innerhalb dieser Kampagne ruft sie ganz unverhohlen zu einem Boykott der akademischen und kulturellen Institutionen des jüdischen Staates auf und unterstützt durch die Forderung auf Rückkehr aller palästinensischen Flüchtlinge, die geplante Zerstörung des jüdischen Staates.[11] Dies propagiert sie dann bei Gastauftritten u.a. an der palästinensischen Bir Zeit Universität, wo sonst Terroristen rekrutiert und geehrt werden[12] oder in einer Traueranzeige im International Herald Tribune am israelischen Unabhängigkeitstag.[13]

 „Wir machen uns schreckliche Sorgen wegen Israel. (…) Man kann nur hoffen, dass die Israelis einstweilen immer noch militärisch den Arabern soweit überlegen sind, dass sie die Situation halten können.“[14] (T. W. Adorno)

Es ist sehr einfach: es ist der blanke Hohn, einer Denkerin, die sich für den Boykott des jüdischen Staates engagiert und zu diesem Zweck mit antisemitischen Terrorbanden fraternisiert, einen Preis zu verleihen, der nach jemand benannt ist, dessen Denken wie kein anderes die unbedingte Gegnerschaft zum Antisemitismus und zum antijüdischen Terror vertritt und für den deswegen die Existenz Israels als "Heimstätte zahlloser vor dem Grauen geflohener Juden" (T.W. Adorno) und damit auch die Notwendigkeit seiner bewaffneten Selbstbehauptung außer Frage stand, d.h. niemals Verhandlungsgegenstand eines sogenannten "Diskurses" war.

 

Initiative „Adorno gegen seine Preisträger verteidigen!“



[1]Adorno in einem Brief an Marcuse, indem er sich auf das Niederbrüllen des israelischen Botschafters durch Studenten an der Universität Frankfurt bezieht. Kraushaar (Hrsg.) 1998: Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Bd. 2, 652

[2] Ebenso wie andere Preisträger und Israel-Hasser vor ihr, z.B. Jean-Luc Godard:  http://jungle-world.com/jungleblog/1779/ 

[3] http://radicalarchives.org/2010/03/28/jbutler-on-hamas-hezbollah-israel-lobby/

[4] http://toronto.nooneisillegal.org/node/572                           

[7]http://clemensheni.net/2012/06/08/the-german-city-of-frankfurt-awards-the-professor-of-parody-and-hatred-of-israel-judith-butler/  

[8] http://www.whiterabbitesla.com/wp-content/uploads/2011/06/Interview-with-Judith-Butler1.pdf

[9] http://yaacovlozowick.blogspot.co.il/2012/04/mondoweiss-vipers-nest-of-antisemites.html

[10] http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/153042#.UEoAACJ982w

[12] http://www.birzeit.edu/news/20766/news

[13] http://www.pngo.net/data/files/english_statements/08/PNGO-THT-HP5208%282%29.pdf

[14] Adorno in einen Brief an Tobisch bezugnehmend auf den Sechstagekrieg. Adorno/ Tobisch 2003: Der private Briefwechsel. 197





Adorno gegen seine Preisträger verteidigt
 
Gegenveranstaltung zur Preisverleihung an Judith Butler  
Vorträge und Diskussion mit Alex Gruber (Wien) & Magnus Klaue (Berlin)
Dienstag, 11.09.12, 20.00 Uhr

Café Kommunikationszentrum, Studierendenhaus der Universität Frankfurt a. M., Mertonstraße 26-28


Alex Gruber: Zur Austreibung des Objekts - Judith Butlers postmoderne Affirmation des Bestehenden

Was Adorno in Bezug auf die Semantik der analytischen Philosophie, an die Judith Butler etwa in "Haß spricht" kritisch anschließt, bezogen feststellt, gilt in verstärktem Maße auch für die Diskurs- und Anredetheorie der poststrukturalistischen Denkerin: Ihre isolierende Sprachkritik ist durch den Charakter des Fetischismus bestimmt. Butler glaubt im Rückgriff auf John L. Austins Sprechakttheorie, dass „Trübungen und Trugtendenzen, die an der Sprache zu beobachten sind“ in der zum Diskurs ontologisierten Struktur der Sprache angelegt sind, „anstatt dass die Worte stets gesehen werden als ein Wechselspiel, als ein Kraftfeld zwischen dem was sie in der Sprache sind, und dem was sie bedeuten, was eben die reale Gesellschaft ist“ (Adorno). Vielmehr ist von Butler das Kommunikationsmittel Sprache gleichsam absolut gesetzt; so absolut dass sie keinerlei Gegenständlichkeit außerhalb der Sprache gelten lassen und jede Annahme eines Außersprachlichen als unzulässige Essentialisierung oder Substantialisierung austreiben möchte. Diese dekonstruktivistische Jagd auf den Vorrang des Objekts ist es zugleich auch, worin jenes Drängen zur Praxis fundiert ist, welches Judith Butlers Theorie charakterisiert und ihr das Flair der Kritikerin verschafft - während es doch nur die zur Tat schreitende Verdopplung der gesellschaftlichen Naturbeherrschung darstellt.

Magnus Klaue: Leib ohne Gewicht - Judith Butlers Körperpolitik

Zu Beginn ihres Buches "Das Unbehagen der Geschlechter" stellt Judith Butler ausdrücklich fest, sie verstehe sich nicht als "Feministin". Feminismus ist für sie Ausdruck einer repressiven "Identitätspolitik", die letztlich nichts anderes als die Durchsetzung schnöder Interessen betreibe und die einzelnen Frauen zu diesem Zweck auf ein gemeinsames, vermeintlich ontologisches Prinzip des "Frauseins" verpflichte. Butler selbst setzt dem jedoch keinen Begriff von Individualität entgegen, der über die Ontologie des Geschlechtscharakters hinausweist, sondern plädiert in letzter Konsequenz für den Rückbau selbst noch der Residuen von Individualität, die im bürgerlichen Geschlechtscharakter angelegt sind, zugunsten einer partikularistischen "Vielheit" fluider Rollenmuster. Die regressiven Implikationen dieser "Körperpolitik" lassen sich besonders anschaulich an Butlers Exorzismus des Leibbgeriffs zeigen: Indem sie den pauschal als theologisch oder zumindest metaphysisch denunzierten Begriff des Leibs zugunsten eines als krudes Material gesellschaftlicher Zurichtung aufgefassten "Körpers" preisgibt (geschlechtertheoretisch zeigt sich dies an der Ersetzung des Sexus durch "Gender"), tilgt sie jede Möglichkeit der reflektierenden Erinnerung an die erste Natur im Menschen durch blinde Affirmation der zweiten Natur, der auch ausgeliefert sei, wer der schlechten Vergesellschaftung widerstehen wolle.

Veranstalter: Initiative „Adorno gegen seine Preisträger verteidigen!“
Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt und Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen


Kundgebung:
Kein Adorno-Preis für Judith Butler!
Dienstag, 11.09.12, 16.00 Uhr
Paulsplatz in Frankfurt a. M.


„Du müßtest nur einmal in die manisch erstarrten Augen derer sehen, die, womöglich unter Berufung auf uns selbst, ihre Wut gegen uns kehren.“ (T. W. Adorno)

Am 11. September 2012, dem Geburtstag Theodor W. Adornos und seit 2001 dem Tag des bislang schlimmsten islamistischen Terroranschlages, soll der Philosophin und Professorin an der Universität Berkeley, Judith Butler, der Adorno-Preis in der Frankfurter Paulskirche verliehen werden. Laut dem Kuratorium, dem u.a. die Oberbürgermeisterin, die Leiter des
Instituts für Sozialforschung und des Sigmund-Freud-Instituts angehörten, eine der maßgeblichen Denkerinnen unserer Zeit.

“Yes, understanding Hamas, Hezbollah as social movements that are progressive, that are on the Left, that are part of a global Left, is extremely important.” (J. Butler)

Hamas und Hisbollah sind antisemitische Terrorbanden, deren Ziel es ist, Israel zu zerstören. Butler bevorzugt jedoch, Israel mit der Apartheid in Südafrika zu vergleichen, anstatt die tatsächlich undemokratischen und Minderheiten unterdrückenden arabischen Nachbarstaaten und Rackets anzugreifen. Den War on Terror nach dem 11. September vergleicht sie dafür mit dem Krieg der Nazis gegen die Juden, so daß aus den eigentlichen antisemitischen Tätern die „Juden von heute“ werden. Butler ist zudem eine der prominentesten Aktivistinnen der Campaign of Boycotts, Divestment and Sanctions against Israel. Innerhalb dieser Kampagne ruft sie ganz unverhohlen zu einem Boykott der akademischen und kulturellen Institutionen des jüdischen Staates auf und unterstützt durch die Forderung nach Rückkehr aller palästinensischen Flüchtlinge die geplante Zerstörung des jüdischen Staates. Adorno musste vor dem Boykott und der Verfolgung der Juden durch die Nazis fliehen, um der Ermordung zu entgehen. Butler unterstützt heute den Boykott des jüdischen Staates und verharmlost Gruppen, deren Ziel es ist, möglichst viele Juden zu töten. So jemandem darf kein Preis verliehen werden, der nach einem Philosophen benannt ist, welcher wie kein anderer für die Kritik des antisemitischen Terrors steht.

„Wir machen uns schreckliche Sorgen wegen Israel. (…) Man kann nur hoffen, dass die Israelis einstweilen immer noch militärisch den Arabern soweit überlegen sind, dass sie die Situation halten können“ (T. W. Adorno)

Veranstalter: Bündnis "Kein Adorno-Preis für Judith Butler!"

 



Arno Lustiger

Arno Lustiger (07.05.1924 - 15.05.2012)












Veranstaltungsreihe „Kunst & Kritik“


„Das perennierende Leiden hat soviel Recht auf Ausdruck wie der Gemarterte zu brüllen. Deshalb mag falsch gewesen sein, nach Auschwitz ließe kein Gedicht mehr sich schreiben. Nicht falsch aber ist die minder kulturelle Frage, ob nach Auschwitz noch sich leben lasse (...).“ (Adorno, Negative Dialektik)


Di., 24.04., 20 Uhr, „Godard glaubt an das Filmbild, ich an die historische Tatsache“ (Claude Lanzmann). Über eine Kontroverse um Bilder, die die Wirklichkeit nicht zeigen dürfen. Vortrag von Christoph Hesse (Berlin), I.G.Farben-Campus der Universität Frankfurt, Raum IG 251, Grüneburgplatz 1  

 „Was ist das Kino?“ lautet eine im Zwischentitel eingeblendete Frage in Jean-Luc Godards Histoire(s) du cinéma; gestellt in Anspielung nicht nur auf die Frage des Abbé Sieyès nach dem Dritten Stand am Beginn der Französischen Revolution, sondern auch auf ein gleichnamiges Buch des Filmkritikers André Bazin, ohne den Godard wohl nie im Leben einen Film gemacht hätte. Antwort: „Nichts. – Was will es? Alles. – Was kann es? Etwas.“ Was dieses Etwas sei, das der Film im Unterschied etwa zum Denken und Schreiben vermag, darüber zerbrechen sich Theoretiker die Köpfe, während das Filmpublikum offenbar genau weiß, warum es Bilder und Töne den umständlich vorgetragenen Worten und Gedanken vorzieht.
Godard selbst begann darüber eine Auseinandersetzung mit Claude Lanzmann, der in Shoah gezeigt hatte, was ein Film – vor die scheinbar unlösbare Aufgabe einer Darstellung von Auschwitz gestellt – könne und was nicht. Godard hielt dagegen, Lanzmann habe in diesem Film überhaupt nichts gezeigt. Wie die seither fortgesetzte Kontroverse immerhin zeigt, geht es bei dem gegen Lanzmann erhobenen Vorwurf eines Bilderverbots um etwas anderes als filmtheoretische Spitzfindigkeiten. Der Partisan des Bildes und der des Wortes, wie Godard es nannte, haben sich in vertauschten Rollen schon in den frühen 1970er Jahren zu erkennen gegeben, als Lanzmann ein Bild Israels entwarf und Godard das Wort ergriff, um die von ihm selbst aufgenommenen Bilder der gescheiterten palästinensischen Revolution lesbar zu machen.


Di., 15.05., 20 Uhr, „Quälbarer Leib – Adornos kategorischer Imperativ nach Auschwitz und die Kunst“, Buchpräsentation mit Gerhard Scheit (Wien), I.G.Farben-Campus der Universität Frankfurt, Casino Raum 1.811, Grüneburgplatz 1


Es hätte der literarischen „Vernichtungsgewinnler“ (Carl Wiemer) nicht bedurft, um zu verstehen, warum Adorno Sartres Erkenntnis emphatisch zustimmen musste: „Niemand aber sollte auch nur einen Moment glauben, man könnte einen guten Roman zum Lobe des Antisemitismus schreiben.“ Der Umkehrschluss allerdings wäre falsch: Ein Roman gegen den Antisemitismus ist darum noch kein guter Roman.
Es ist nicht die Frage, ob der kategorische Imperativ nach Auschwitz in der Kunst sozusagen ausgeknipst werden kann oder nicht – das ist der Modus der Kulturindustrie (aus: Jurassic Park; ein: Schindlers Liste) –, sondern inwiefern er ihr als Bedingung der Möglichkeit, der Möglichkeit ihrer Autonomie, zugrunde liegt. „Nach Auschwitz ist kein Gedicht mehr möglich, es sei denn auf Grund von Auschwitz.“ (Peter Szondi) Dieser Grund aber ist die potentielle Form des Gedichts oder er ist nirgendwo. Kunstwerke, soweit sie heute ihrem eigenen Begriff noch gerecht werden können –  schon darin fällt es schwer, Gedicht, Roman, Musik, Bild … in eins zu setzen, so sehr ist dieses „auf Grund von Auschwitz“ mit dem je eigenen, unübertragbaren Gefüge verschmolzen – sind gleichsam von sich aus „eingerichtet“, dass es nicht sich wiederhole, wenn sie nur endlich beim Wort genommen würden, was weder in der Hand des Künstlers liegt noch an dessen Intentionen unmittelbar abzulesen ist.
Die Konstellation gilt in bestimmtem, zu bestimmenden Sinn auch für den Imperativ Kants und den von Marx. Nur: im Ästhetischen wird immer auch die bloße Armatur des Imperativs überschritten, die Abstraktheit seiner Formulierung, in Richtung auf eine Versöhnung, die den Imperativ überflüssig machte. Daher der Eindruck, dass es ihn gerade hier nicht geben könne, er hier nicht zugrunde liegen würde.
Symptomatisch darum, wie man heute Adornos kategorischen Imperativ zumal in den Fragen des Ästhetischen auseinanderbrechen möchte: Wird auf der einen Seite das Moment des Hinzutretenden als „Leibhaftes“ fallengelassen, findet sich auf der anderen auch der Freiheitsbegriff, den ein Imperativ immer schon voraussetzt, unterschlagen.



Sa., 02.06., 13-18 Uhr, „Autonomie als Programm. Über die Anfänge der neuen Musik bei Beethoven und Berlioz“, Vortrag von Clemens Nachtmann (Graz), Raum 20/ 21, Gebäude 2 der Fachhochschule Frankfurt, Nibelungenplatz 1 (Anmeldung erbeten: prozion@gmx.de)

Musikwissenschaftler denken einen ihrer bevorzugten Gegenstände, die Musik in der Epoche der harmonischen Tonalität, ebenso wie die Ökonomen den ihren, die Wirtschaft: nämlich als ein „an sich“ harmonisches Ganzes, in dem alle Widersprüche sich am Ende gegenseitig ausgleichen und der deswegen nur durch äußerliche, „hinzutretende“, Faktoren in die Krise geraten kann. Die harmonische Tonalität jedoch ist gerade kein mit sich identisches, in Selbstbestätigung verharrendes, sondern ein nicht-identisches, seine eigene Auflösung vorantreibendes System musikalischer Beziehungen: eben ein fundamentaler Krisenzusammenhang. Wenn Ludwig van Beethoven in seiner Musik nach einer zentralen Beobachtung Adornos „Tonalität aus subjektiver Freiheit reproduziert“, dann führt dieses reine musikalische Auskonstruieren elementarer tonaler Grundbestimmungen deshalb virtuell und doch bereits hörbar bereits an die Grenzen jener Tonalität, die als solche dann am Ende des 19.Jahrhunderts tatsächlich außer Kraft gesetzt wird.
Auf der Musik Beethovens liegt der erste Schwerpunkt des Vortrages, weil sie einen musikgeschichtlichen „point of no return“ und virtuell bereits den Umschlagspunkt zur musikalischen Moderne markiert.  In der 3.Symphonie, der sogenannten „Eroica“, namentlich im ersten Satz, gelingt es der Kunstform Musik, am Beginn des bürgerlichen Zeitalters zum ersten Mal in der Geschichte das ungeschmälert einzulösen, was doch seit jeher eine ihrer Grundbestimmungen ist, „weiterzugehen, ein Neues zu werden, sich zu entwickeln… Seit Musik existiert, war sie der wie immer auch ohnmächtige Einspruch gegen Mythos und immergleiches Schicksal, gegen den Tod selber.“ (T. W. Adorno) In Beethoven etabliert sich ein neues emanzipatorisches Zeitgefühl und Zeitbewußtsein, das nichts Gesetztes – kein Motiv, kein Thema, keinen Klang – unbefragt stehen und sich ausbreiten läßt, sondern es durch „Arbeit“ zur fortwährenden Entäußerung, zum permanenten Gestaltwandel anstachelt; was der Musik qua Existenzform als Zeit-Kunst ohnehin zukommt, wird hier auskomponiert: ihr Prozeßcharakter, der nur deswegen an ein Ende kommt, weil die Musik nun einmal auch aufhören muß, „an sich“ jedoch auch weitergehen könnte. Musik wird hier aus ihrer materialen Beschaffenheit heraus, nicht durch Parolen, Programme oder ihr äußerliche weltanschauliche Behauptungen zu einer Spiegelung gesellschaftlicher Vorgänge, indem sie diese überschreitet: einer Spiegelung der bürgerlichen Gesellschaft, die nach Marx nur existieren kann, indem sie ihre eigenen Produktionsbedingungen fortwährend umwälzt.
Radikal prozeßhafte Musik, wie sie in Beethovens „Eroica“ auf unwiderstehlichste Weise realisiert ist, befreit die Musik von dem ihr konstitutiv fremden Zwang zum Verharren und bringt das musikalische Material zum ersten Mal „zu sich selbst“ – und doch gelingt ihr die Versöhnung des Einzelnen und des Allgemeinen nicht bruchlos: gerade in den auftrumpfenden und beschwörenden  scheint etwas von der Gefährdung und der Angst des Subjekts auf, die es im scheinbar so ungebrochenen „Hochgefühl“ umtreibt.
Für Franz Schubert und Hector Berlioz, deren Komponieren in Zeitgenossenschaft zu Beethoven bzw. sich unmittelbar nach seinem Tod entfaltet, ist diese fragile Versöhnung bereits technisch unmöglich geworden. Beide bewahren den von Beethoven etablierten Stand der Musik gerade dadurch, daß sie ihn nicht konservieren, sondern eingreifend verändern. Namentlich in Berlioz´ Musik, deren Reflexion den zweiten Schwerpunkt des Vortrages bildet, explodiert die musikalische Moderne „im Nu“ noch auf dem Boden der Tonalität. In seiner Musik wird die prozeßhafte Entäußerung des Transzendentalsubjekts in der Zeit, dessen Apologie Beethoven betreibt, durchsichtig aufs empirische Subjekt, wie die literarischen „Programme“ zur seiner Musik bezeugen – ein Subjekt, das die Zeit nicht mehr als linear fortschreitende und sinnerfüllte, sondern als eine Folge von Schocks und disparaten Ereignissen erlebt, die Berlioz etwa mit höchst avancierten musikalischen Schnittechniken und kühnen Überblendungen verschiedener Zeitmaße auskomponiert. Insbesondere in seiner Stellung zur Zeit ist Berlioz seiner Zeit weit voraus und deshalb so gut wie Beethoven, den er beerbt, ein Zeitgenosse. Die Musik beider ist, wie darzustellen sein wird, eine „mit Jetztzeit erfüllte“.


Fr., 06.07., 20 Uhr, „Lob der Kulturindustrie“, Vortrag von Jan Gerber (Halle), Café Kurzschlusz, Gebäude 5 der Fachhochschule Frankfurt, Nibelungenplatz 1

Wer eine zeitgenössische Ausstellung, Theateraufführung oder ein Konzert besucht, muss mit dem Schlimmsten rechnen: Die Ausstellungen warten mit den immergleichen Installationen aus Metallschrott, Plastik-Holz-Kombinationen oder flimmernden Bildschirmen auf. Das Theater kommt nicht ohne die permanente Kritik des Dreiklangs aus Medien, Konsum und Globalisierung aus: Es präsentiert sich als kunstgewerbliche Variante der Occupy-Bewegung. Und zeitgenössischen Konzerten gelingt es sogar, den Anspruch der Neuen Musik zu verhunzen – wenn etwa der Starschlagzeuger Martin Grubinger bei seinen Massenevents ein Potpourri aus Schlager, Neuer Musik, Swing, Jazz, Klassik, Welt- und Volksmusik zum Besten gibt. Die zeitgenössischen Kunstwerke sind weder eine Allegorie „scheinlos gegenwärtigen Glücks“, die ihre Sprengkraft, wie Adorno schreibt, gerade daraus zieht, dass sie mit der „tödlichen Klausel des Schimärischen“ behaftet ist: „dass es nicht ist“. Noch findet ein Abarbeiten an der Erfahrung von Leid statt. Stattdessen werden die Verhältnisse bestenfalls verdoppelt. Vom Wahrheitsanspruch des Kunstwerks, der im besten Sinn autoritär war, bleibt nur der Größenwahn des Künstlers – des Malers, Regisseurs, Autors usw. –, der sich in der Regel entweder als Ratgeber des Staates oder gleich ganz als prospektiver Philosophenkönig geriert. Die einschlägigen Produkte ziehen ihren politischen Gehalt weniger aus der Materialgestaltung als aus den aufdringlichen Bekenntnissen ihrer Macher. Selbst die wenigen Werke, die sich dieser Entwicklung entziehen, verdeutlichen aufgrund ihrer schreienden Marginalität, wie sehr die Kunst auf den Hund gekommen ist. So hat sich die Mehrzahl der zeitgenössischen Kunstwerke längst ununterscheidbar von den Produkten der Kulturindustrie gemacht. Es gibt allerdings einen Unterschied: Fernsehen, Kino und Popmusik liefern die Verdopplung der Realität, mit der auch die einschlägigen Theateraufführungen oder Ausstellungen aufwarten, bei aller dringend erforderlichen Kritik in einer anspruchsvolleren Weise. Sie erheben im Unterschied zum zeitgenössischen Kunstbetrieb zumindest noch den Anspruch, das Publikum zu unterhalten. Dieses Amüsement scheitert zwar notwendigerweise. Dennoch ist selbst jede Folge des Marienhofes, der Verbotenen Liebe oder des Großstadtreviers – ganz zu schweigen von den Produkten der viel geschmähten amerikanischen Kulturindustrie – zumindest unterhaltsamer als die neuesten Werke Daniel Kehlmanns, Günther Grass’, Claus Peymanns oder Neo Rauchs.


Veranstalter: Autonome Liste Café Kurzschlusz, Initiative Studierender am I.G.Farben-Campus & Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt, Bund Deutscher PfadfinderInnen & Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen


Buch & Kritik 2011.2


Do., 13.10.11, 19.00 Uhr 

Buchvorstellung: "Mein elfter September" (Conte Verlag)

mit den Autoren Jörg W. Gronius (Saarbrücken) und Alex Feuerherdt (Köln)

Ort: I.G.Farben-Campus der Universität Frankfurt, Raum IG 457, Grüneburgplatz 1

Veranstalter: Initiative Studierender am I.G.Farben-Campus und Prozionistische Linke Frankfurt

Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt, Honestly-Concerned und JungdemokratInnen/ Junge Linke Rheinland-Pfalz

Zehn Jahre nach dem Angriff auf das World Trade Center in New York ist es Zeit für eine Rückschau: Wie einschneidend war dieser »Angriff auf die gesamte westliche Welt«? Das Ereignis war so außerordentlich, dass es eine Qualität bekommen hat wie sonst nur etwa die Ermordung John F. Kennedys. Es veränderte nicht nur die politische und militärische Situation in der Welt, sondern hat sich tief in das Bewusstsein unserer Gesellschaft eingegraben. Die Autorinnen und Autoren der Beiträge in diesem Band geben dem Ausdruck. Subjektiv durchwirkte Reflexionen und Berichte, Träume und Albträume, Bilder und Glossen reagieren auf den elften September 2001 und das, was er ausgelöst hat. Die historische Auseinandersetzung hat heute, gerade nach der Tötung Osama Bin Ladens, erst begonnen.

Der Offenbarungseid (nicht nur) der Linken - Ein Resümee, zehn Jahre nach 9/11 - "Mir ist erst durch 9/11 wirklich bewusst geworden, was Antiamerikanismus bedeutet und wie prägend er für eine Linke ist, die in ihrer ‚antiimperialistischen’ Abneigung gegenüber den USA bisweilen nicht einmal vor der Annäherung an Islamisten zurückschreckt – getreu dem Leitsatz ‚Der Feind meines Feindes ist mein Freund’ –, obwohl sie dadurch genau jene Versprechungen von Glück und Freiheit verrät, die sie sich doch eigentlich auf ihre Fahnen geschrieben hat. Aus einer vermeintlich fortschrittlichen Gesinnung heraus wird so ziemlich alles, was die Vereinigten Staaten tun und lassen, mit unheilbar gutem Gewissen verworfen, verurteilt und verdammt. Widerfährt den Amerikanern Unheilvolles, dann haben sie es sich redlich verdient, weil sie es selbst verursacht haben – immer. Die Argumentation geriert sich dabei als Ausweis von Vernunft, die Kritik gibt sich als Einsicht in die Notwendigkeit aus. Doch schon die außergewöhnliche Verve, mit der die Anklagen gegen Amerika präsentiert werden, und die bizarre Besessenheit, mit der das Gros der Linken sich auf die USA stürzt, verraten das Ressentiment, das dem stets von vornherein feststehenden Urteil über ‚die Amis’ innewohnt. Dieses Ressentiment – das auch Islamisten, Sozialdemokraten, Grüne, deutsche Liberale und die Rechten auszeichnet – bringt politische Strömungen zusammen, die sonst mehr teilt als eint; es ist sinn- und gemeinschaftsstiftend, nicht zuletzt mit Blick auf die deutsche Geschichte.“ (Auszug aus dem Beitrag von Alex Feuerherdt für das im Conte-Verlag erschienene Buch „Mein Elfter September“)
Alex Feuerherdt (42) ist Lektor und freier Publizist. Er lebt in Köln und schreibt schwerpunktmäßig über den Nahen Osten, u.a. für KONKRET, die Jungle World, die Jüdische Allgemeine und den Tagesspiegel.

Adornos Geburtstag - Feierabend. Am 11. September 2001 fährt ein Werbetexter mit dem Auto von Hannover aufs Dorf nach Hause. Gut 60 Kilometer, auf denen man Radio hören und sich allerlei Gedanken machen kann. Am 11. September 1903 wurde Theodor Ludwig Wiesengrund-Adorno in Frankfurt am Main geboren. Katholisch getauft mit jüdischem Großvater und assimiliertem Vater.
Jörg W. Gronius, 1952 in Berlin geboren, studierte Theaterwissenschaften und arbeitete als Dramaturg und Regisseur. Gronius schreibt Texte über und für das Theater, vor allem Dramen und Libretti. 2002 erschien die Kurzgeschichtensammlung „Das Wunder“,  2003 die Gedichtsammlung „Beckfeld“. Für die autobiographisch motivierte Romantrilogie „Ein Stück Malheur“ (2000), „Der Junior“ (2005) und „Plötzlich ging alles ganz schnell“ (2007) erhielt er den Ben-Witter-Preis.

Sa., 15.10.11, 19.00 Uhr

Buchvorstellung: "Poetischer Enthusiasmus" (Böhlau Verlag) mit dem Autor Magnus Klaue (Berlin)

Ort: Café Kurzschlusz/  Fachhochschule Frankfurt, Kleiststraße 5

Veranstalter: autonome liste café kurzschlusz

Unterstützer: AStA der FH Frankfurt

Einst für ihren naiven Geist gepriesen oder geschmäht, gilt Else Lasker-Schüler heute als Zeitgenossin in fast jeder Hinsicht. Demgegenüber zeigt die vorliegende Studie, dass der radikale Impuls ihres Œuvres nur erfasst werden kann, wenn die vermeintlich trivialen Gehalte ernst genommen werden, die ihrem Werk bis an die Schwelle des Exils zugrunde liegen und sich als Ästhetik der Kolportage beschreiben lassen. Lasker-Schülers Grundgestus einer polemischen Negation bürgerlicher Hoch- wie populärer Massenkultur wird anhand ihrer Poetik der Kindheit, der Kritik des Kindheitskults Peter Hilles, der Affinität zum Dichtungskonzept Gustav Landauers, der Auffassung von Kitsch und Nonsenspoesie sowie ihrer Poetik der Urbanität nachgezeichnet.

In seiner "Berliner Kindheit um neunzehnhundert" sowie in der "Einbahnstraße" beschreibt Walter Benjamin Erfahrungen bürgerlicher Kindheit, die sich auf keine bürgerliche Pädagogik und keine romantische Kindheitsideologie reduzieren lassen. Diese kreisen immer wieder um das Glück einsamen Lesens und Spielens - Szenen einer Selbstvergessenheit, in der Alleinsein nicht Privation, sondern Erfüllung bedeutet und die eine Sehnsucht weckt, an die der Erwachsene sich nicht mehr erinnern darf, will er nicht der universalen Lüge gewahr werden, auf der seine Existenz beruht. An solche kindlichen Lese- und Spielszenen knüpft auch Else Lasker-Schüler an, die von sich behauptet hat, ihre gesamte Dichtung sei im Grunde dem kindlichen Knopfspiel entsprungen. Der Vortrag entfaltet diese Poetik der Kindheit bei Lasker-Schüler in Rekurs auf Benjamin, aber auch in Absetzung zu damaligen pädagogischen und psychologischen Diskussionen über Kindheit.

Magnus Klaue hat sich mit der Arbeit "Poetischer Enthusiasmus. Else Lasker-Schülers Ästhetik der Kolportage" an der FU Berlin promoviert und lebt derzeit als freier Autor in Berlin.

Sa., 22.10.11, 19.00 Uhr: Vorabendveranstaltungen zum Israelkongress 2011

"Deutschland - Israel: Ein schwieriges Verhältnis" mit Nirit Bialer (Berlin), Tilmann Tarach (Freiburg) und Alex Feuerherdt (Köln)

Ort: THE PURE BASEMENT, Poststraße 20, Frankfurt

Veranstalter: Mideast Freedom Forum Berlin

Unterstützer: Prozionistische Linke Frankfurt

Anschließend: Meschugge Party



Buch & Kritik 2011.1 - Veranstaltungen zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und zum Unabhängigkeitstag des Staates Israel



Sa., 07.05., 20 Uhr, Café Kurzschlusz der Fachhochschule Frankfurt, Kleiststraße 5: "Nie wieder Deutschland? Die Linke im Zusammenbruch des 'realen Sozialismus'" - Buchvorstellung mit dem Autor Jan Gerber aus Halle.  Anschließend Party zum 08. Mai.

“Nie wieder Deutschland!” – Unter diesem Motto mobilisierte die außerparlamentarische Linke im Mai 1990 nahezu strömungsübergreifend auf den Frankfurter Opernplatz, um gegen die Wiedervereinigung zu demonstrieren. Als wenige Monate später der Zweite Golfkrieg begann, war diese ungewohnte Harmonie vorbei. Eine Minderheit solidarisierte sich unter Verweis auf die Bedrohung Israels durch irakische Scud-Raketen mit den alliierten Truppen am Golf; die Mehrheit versuchte die Gewißheiten, die sie durch den Untergang des Ostblocks verloren hatte, durch die Parteinahme für das Baath-Regime zu retten. In den Monaten zwischen dem Fall der Mauer und dem Zweiten Golfkrieg verloren nicht nur die dominanten innerlinken Abgrenzungsbedürfnisse des 20. Jahrhunderts ihre zentrale Bedeutung. Es wurden zugleich die Grundlagen der Auseinandersetzungen gelegt, die die außerparlamentarische Linke die nächsten zwanzig Jahre prägen sollten.

Veranstalter: Autonome Liste Café Kurzschlusz Unterstützer: AStA der FH Frankfurt


Di., 24.05., 20 Uhr, I.G. Farben Campus der Universität Frankfurt, Hörsaalzentrum HZ 4, Grüneburgplatz 1: "Gegenaufklärung - Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft" - Buchvorstellung mit den Herausgebern Alex Gruber aus Wien und Philip Lenhard aus München.

Die postmoderne Philosophie ist nichts anderes als “das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie” (Adorno). Weil der radikale Bruch mit dem Denken, das zu Auschwitz führte, ausblieb, weil vielmehr bereits in den sechziger Jahren gerade von links in vermeintlich tabubrecherischer Weise versucht wurde, die nationalsozialistische Philosophie für scheinbar “emanzipatorische” Projekte nutzbar zu machen, erscheint die deutsche Ideologie heute als links und progressiv. Diese neueste deutsche Ideologie ist nicht nur eine philosophische Strömung, sondern Ausdruck einer gesellschaftlichen Tendenz. Die postmoderne Übung, jede allgemeine Begriffsbestimmung als “logozentrisch” und jede Betrachtung der Gesellschaft unter Vernunftkriterien als totalitär zu denunzieren, ist sowohl Reflex der objektiven Unbrauchbarkeit der Welt unter den Verhältnissen spätkapitalistischer Vergesellschaftung als auch der Versuch einer Sinnstiftung ebendieser Verhältnisse. In seinem Kult der Unmittelbarkeit schließlich sucht der Poststrukturalismus den Schulterschluß mit dem radikalen Islam und verrät jede Idee von Versöhnung.

Veranstalter: Prozionistische Linke Frankfurt Unterstützer: Honestly-Concerned, Initiative Studierender am IG Farben Campus, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen und Zionistische Organisation Frankfurt


Buch & Kritik 2010


Veranstaltungen zur Buchmesse in Frankfurt am Main


1.) Mittwoch, 06.10.10, 20.00 Uhr, Raum NG.1.741a am I.G.Farben-Campus der Uni Frankfurt, Grüneburgplatz 1. "Iran im Weltsystem - Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung" (Studien Verlag) und "Verratene Freiheit – Der Aufstand im Iran und die Antwort des Westens" (Verbrecher Verlag) Bücherpräsentation und Vorträge mit den Herausgebern Stephan Grigat (Wien), Oliver Piecha (Wiesbaden) und Thomas von der Osten-Sacken (Frankfurt). Moderation: Alex Feuerherdt (Köln).

Hätte das iranische Regime nicht 30 Jahre lang Unterstützung aus Europa, Russland und einer Reihe semiperipherer Dritte-Welt-Staaten erhalten, und hätten seine Gegner nicht über Dekaden versucht, mit ihm zu verhandeln und es zu beschwichtigen, würde es heute wohl nicht mehr existieren. Als eines der maßgeblichen Schwellenländer und eine regionale Großmacht war die “Islamische Republik Iran" in den letzten 30 Jahren ein wichtiger Bestandteil der globalen Machtstruktur, dem von zentralen Akteuren der Weltpolitik mal mit Appeasementpolitik, mal mit offener Kollaboration begegnet wurde.
“Iran im Weltsystem" analysiert neben Perspektiven der neu konstituierten iranischen Freiheitsbewegung und dem aktuellen Stand des Nuklearprogramms die globale Bündnispolitik des iranischen Regimes. Die Beiträge beschreiben die europäische, russische und US-amerikanische Iran-Politik, thematisieren die Bedrohung Israels, skizzieren die aktuellen Wirtschaftsbeziehungen Österreichs, Deutschlands und der Schweiz zum Iran und beleuchten die Bündnispolitik des Regimes in Asien, Afrika und Lateinamerika. Die Begeisterung von Neonazis für das iranische Regime wird ebenso unter die Lupe genommen wie die Bewunderung für das iranische Kino.


Es war nicht nur ein Protest gegen gefälschte Wahlen, der sich im Juni 2009 im Iran erhob, sondern ein massenhafter Aufstand, ja, eine demokratische Revolutionsbewegung: Millionen haben gründlich die Nase voll von den Mullahs. Das gute Leben und die Freiheit. Die zwei uneingelösten Glücksversprechen der bürgerlichen Revolution waren damit auf die Tagesordnung gekommen. Nicht etwa in Europa, sondern in den Straßen des Iran. In Europa und den USA dachte man jedoch noch nicht einmal daran, diesen Aufstand zu unterstützen, man beließ es bei Lippenbekenntnissen. Aber auch in Europa gehören die uneingelösten Glücksversprechen auf die Tagesordnung. Freiheit und ein gutes Leben gibt es nirgendwo umsonst.   
“Verratene Freiheit” ist ein Buch über die Freiheit und den westlichen Verrat an ihr; ein Plädoyer von Autorinnen und Autoren aus Europa, dem Iran und den USA für einenneuen Säkularismus und gegen den »Sozialismus des 21. Jahrhunderts«.

                                                                                                                          Veranstalter: Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: Honestly-Concerned, Initiative Studierender am I.G.Farben-Campus, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen und Zionistische Organisation Frankfurt




2.) Samstag, 09.10.10, 20.00 Uhr, Café Kurzschlusz, Gebäude 5 der FH Frankfurt, Kleiststraße 5. "Von Adorno zu Mao - Über die schlechte Aufhebung der antiautoritären Bewegung" (Ca Ira Verlag) Buchpräsentation und Vortrag mit Jens Benicke (Freiburg). Moderation: Ole Schmitt (Frankfurt). Im Anschluss Kneipe mit revolutionärem Liedgut der letzten Jahrzehnte.

Nachdem 1956 sowjetische Panzer den Aufstand gegen das staatskapitalistische Regime in Ungarn niedergeschlagen haben, entsteht aus dem Protest dagegen im Westen eine „Neue Linke“, die sich explizit gegen Stalinismus und Sozialdemokratie wendet. Diese sich zuerst in den USA, Frankreich und Großbritannien entwickelnde Strömung entdeckt dabei auch die dissidenten Traditionen der ArbeiterInnenbewegung, vom Rätekommunismus bis zum westlichen Marxismus, wieder.
Die Besonderheit der Neuen Linken in der Bundesrepublik ist dabei ihr starker Bezug auf die Kritische Theorie. Durch die antiautoritäre Studentenbewegung der Sechziger Jahre kommt diese in Deutschland zum ersten Mal praktisch zur Geltung. An Adorno, Horkheimer und Marcuse orientierte studentische Theoretiker wie Hans-Jürgen Krahl, Frank Bökelmann u. a. schaffen es Mitte der sechziger Jahre kurzzeitig im heterogen „Sozialistischen Deutschen Studentenbund“ (SDS) die Oberhand zu gewinnen und die dort ebenfalls stark vertretene traditionslinke Strömung zurückzudrängen.
Doch dieser erfreuliche Zustand ist nur von kurzer Dauer, denn schon auf dem Höhepunkt der studentischen Proteste entstehen aus der antiautoritären Bewegung heraus neoleninistische Strömungen, die die Kritische Theorie als vermeintlich „kleinbürgerlich“ zurückweisen. Diese Entwicklung fällt zeitlich zusammen mit einerseits erkennbaren Niederlagen der Bewegung, so verabschiedet etwa der Bundestag die Notstandsgesetze und andererseits einer deutlichen personellen Ausweitung der Proteste. Die bis dato überschaubare antiautoritären Gruppen stoßen erkennbar an ihren Grenzen. Die folgende „schlechte Aufhebung der antiautoritären Bewegung“ und die Konstitution der Mao-stalinistischen K-Gruppen bedeutet dann die endgültige Abkehr eines großen Teils der Protestbewegung von der Kritischen Theorie und den von ihnen selbst bis vor kurzen vertretenen Positionen. Aus der antiautoritären Bewegung entwickeln sich autoritäre Kaderorganisationen, die sämtliche emanzipatorischen Errungenschaften der Revolte in ihr Gegenteil verkehren. 

Veranstalter: Autonome Liste Café Kurzschlusz
Unterstützer: AStA der FH Frankfurt 

                                              

      

Solidarität mit Israel - Antisemitismus ist keine Abenteuer-Kreuzfahrt!

- Demonstration gegen das Bündnis aus Rechtsradikalen, Linken und Islamisten –
                                                                                                                                 
So., 20.06.10, 13 Uhr: Beginn der Demonstration auf der Berger Straße (U-Bahn-Station Bornheim-Mitte)  

Antisemiten drängt es zur konformistischen Revolte. Der Versuch, die Blockade des Küstenstreifens vor Gaza zu hintertreiben, der am 31. Mai von der israelischen Armee beendet wurde, war als symbolischer Sieg konzipiert, als „ein gestatteter, vielmehr ein gebotener Exzess, ein feierlicher Durchbruch eines Verbotes.“ (Freud) Was Rechte, Linke und Moslems in sechs Schiffen, von denen jedes einzelne als Miniaturausgabe des internationalen antisemitischen Gruselbündnisses betrachtet werden kann, ins Mittelmeer trieb, war die Lust am Ausnahmezustand, den man durch die feierliche Verletzung der israelischen Schutzzone herbeizuführen trachtete, um sich als Opfer zu inszenieren und die Weltöffentlichkeit gegen Israel aufzuwiegeln. Nichts anderes war das Ziel der Flotte nach Gaza und hierfür war man zu allem bereit.

Der Wahn, der zur antizionistischen Aktion drängt, ist nicht ohne Kalkül. Diejenigen, die den Schiffskonvoi gegen Israel zu verantworten haben, wussten, dass die israelische Armee den Einfall nicht würde dulden können und haben die Eskalation gesucht. Daraus, dass die humanitäre Hilfe für die Menschen in Gaza lediglich als Vorwand diente, machen die Beteiligten folglich keinen Hehl. Kurz nachdem einige ihrer Parteigenossen mit noch halb nassen Trekkingsandalen die opfergemäße Variante des Frontberichts in die Welt zürnten, brachte die friedenspolitische Sprecherin der Partei die Linke, Christine Buchholz, die Absicht der antizionistischen Aktion auf den Punkt: „Natürlich wußten alle Beteiligten, daß es eine riskante Aktion ist. Die »Free Gaza«-Bewegung hat versucht, den politischen Preis hochzutreiben.“

Für die Antizionisten und Antizionistinnen stand der Erfolg der Aktion von Anfang an fest: würden sie Gaza erreichen, hätten sie einen Präzedenzfall geschaffen; würden sie gestoppt, würde Israel von allen Seiten dafür verurteilt werden, gegen friedliche Demonstranten militärisch vorzugehen. „Hitler hat Konzentrationslager in Europa errichtet. Jetzt errichtet der Zionismus Konzentrationslager in Palästina. Daher wende ich mich an Israel: bedenkt, wie ihr diese Krise richtig löst. Wenn ihr unsere Kampagne zu stoppen versucht, werdet ihr von der ganzen Welt isoliert. Ihr werdet euch nur selbst Schaden zufügen. Das sind humanitäre Hilfsschiffe. Wir haben nicht ein einziges Klappmesser an Bord”, erläuterte der Chef der IHH, Bülent Yildirim, im Hafen von Istanbul die Taktik. Auch der Hamasführer Ismail Hanyieh wusste um die vorteilhafte Situation: „Wenn die Schiffe Gaza erreichen, ist das ein Sieg – und wenn sie von den Zionisten terrorisiert werden, ist das ebenfalls ein Sieg.“

Während der Islamismus die Strategie bestimmt, kommt den linken Knechten die Aufgabe zu, handfeste Kriegsabsichten in den Jargon der Demokratie zu kleiden, dessen schöner Schein genauso durchsichtig ist wie der Schleier humanitärer Hilfe, mit dem die Aufgebrachten ihren Akt antizivilisatorischen Ungehorsams notdürftig bedeckten. Der Lohn im interkulturellen Austausch: ein Platz an Bord einer Abenteuerkreuzfahrt, separierte Decks für Frauen inklusive. Wie es in diesen Linken tickt, konnte man in einem Beitrag der Sendung „Report Mainz“ vom 07.06.2010 bestaunen. Drei besonders finstere Gestalten der Linkspartei, von denen zwei im Deutschen Bundestag vertreten sind, demonstrierten darin den absonderlichen ästhetischen und seelischen Zustand antiisraelischer Linker.

Was den Islam und die Linke außer der Tatsache, dass ihre Darbietungen ausnahmslos hässliche Erscheinungen sind, miteinander verbindet, ist die kollektivnarzisstische Disposition dieser beiden Opfergemeinschaften. Das Gekränktsein der Linken ist evident: es gibt kein einziges Projekt, das sie nicht politisch und moralisch in den Sand gesetzt haben. Ihre Einfühlung in die reine Opferideologie, den Islam, wird durch den eigenen Bankrott begünstigt und manifestiert sich in einer Praxis, die zeigt, dass Lustgewinn, kurz: Abenteuerfeeling nur mehr als Destruktivität möglich ist, als  Antietatismus der dummen Kerls, der sich insbesondere am Staat der Juden ausagiert.  

Kern der konformistischen Revolte ist das Selbstopfer im autoritären Kollektiv. Mitglieder einer der autoritärsten Gesellschaften der Welt, der Türkei, eignen sich ganz offensichtlich in besonderer Weise für den globalen Kampf gegen Israel. Die türkischen Schiffsgenossen mussten nicht, sie wollten sterben. Von mindestens drei der neun Opfer der israelischen Militäraktion vor der Küste Gazas ist bekannt, dass sie ihr Testament verfassten, bevor sie mit der Marvi Marmara in See stachen. Über Ali Ekber Yaratilmis, einen türkischen Spendensammler für die IHH, der bei dem Einsatz der israelischen Marine ums Leben kam, wusste ein Freund zu berichten: „Er widmete sein Leben der Wohltätigkeitsarbeit. Das ist der Grund, warum er nach Gaza ging. Er wollte schon immer ein Märtyrer werden.” 

Was die Lage bedrohlich werden lässt, ist, dass in den europäischen Zeitungen der eine so schreibt, wie der andere, dass immer wieder klar ist, wer Schuld hat und die Berichterstattung zum „Nahen Osten“ ein ums andere mal nichts anderes ist, als die Anstiftung zur nächsten Attacke gegen Israel. Im Spiegel-Jargon heißt das dann: „Selten war die internationale Empörung über Israel so groß.“ Ein Blick in die Tageszeitungen nach der israelischen Erstürmung des Schiffes verrät das ganze Ausmaß der ideologisierten Geistlosigkeit und Lügenhaftigkeit der so genannten Welt-Öffentlichkeit. Erschreckend ist die Unbildung im Umgang mit der Berichterstattung. Kaum jemand hat sich daran gestört, dass nicht einmal die Fakten auf den Tisch gekommen sind. Die Faktenresistenz und Realitätsverleugnung, mit der in deutschen Medien gegen Israel Stellung bezogen wird, ist nur ein anderer Ausdruck des antizionistischen Konsenses, in dessen Mitte sich todesmutige Gotteskrieger und linke friedensbewegte Ideologen die Hand reichen.

Inzwischen macht sich im Übrigen eine weitere “Hilfsorganisation” auf den Weg nach Gaza: der iranische rote Halbmond will zwei mit Hilfsgütern beladene Schiffe, eskortiert von den paramilitärischen Pasdaran, Richtung Gaza entsenden. Derweil trifft sich Tayyip Erdogan mit Mahmud Ahmadinejad, um über „das Verhältnis der islamischen Staaten zu Israel“ zu sprechen und Möglichkeiten zu erörtern, aktiv gegen die Gaza-Blockade vorzugehen. Die Reihen der Feinde Israels schließen sich. 
Sie zumindest allesamt als das kenntlich zu machen, was sie sind: Kriegstreiber und potentielle Mörder, die sich hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen; zu diesem Zwecke findet heute diese eine Demonstration für Israel statt, die vor allem eine Demonstration gegen das antisemitische Bündnis, das von der Linkspartei bis zur Hamas reicht, sein soll. 

Free Gaza from Hamas! Support Israel!

Veranstalter & Unterstützer (Stand 15.06.10): Antideutsche Koalition Rhein/Main, Casual CommunistsComité LibertéGruppe MorgenthauGruppe NirgendwoJungdemokratinnen/Junge Linke Rheinland-Pfalz, Neocommunistinnen, Prozionistische Linke Frankfurt & Redaktion Pólemos 




Veranstaltungsreihe zur Kritik der praktischen Unvernunft

1.) Der Mensch als Partisan - Carl Schmitt als Theoretiker der Menschenrechte 
Vortrag und Diskussion mit Niklaas Machunsky 
Donnerstag, 29. April 2010 
Achtung: Die Veranstaltung wird erst um 20 Uhr beginnen!
Campus Westend  (IG Farben-Campus) 
Raum IG 0.454  

Veranstalter: Gruppe Morgenthau
Unterstützer: Initiative Studierender am IG Farben Campus

Während die ersten modernen Terroristen in Russland in ihrem Kampf gegen den Zaren alles bis hin zum Selbstopfer unternahmen, um unschuldige Opfer zu vermeiden, ist das Opfer des Selbst im Kampf gegen die Unschuldigen, die es nicht mehr geben soll, zur wirksamsten Waffe im Arsenal der islamischen Terroristen geworden. Was sich heute im suicide bombing Bahn bricht, war schon in den Befreiungskriegen gegen Napoleon angelegt. Darin hat die antiimperialistische Ideologie, der jede irreguläre Gewalt gegen das Imperium als Akt der Befreiung erscheint, recht behalten: die Leidenschaft für den Aufstand war bis heute nur im Namen der Nation oder Gottes erfolgreich. Soll sie jedoch nicht nur zur Legitimation des Bestehenden dienen, ist es nötig die Geschichte gegen den Strich zu lesen. Nur wenn man begreift, dass Geschichte immer auch hätte anders verlaufen können, ist auch die Hoffnung begründet, die Gegenwart könne auf eine andere Zukunft zulaufen, als es die objektive Tendenz befürchten lässt.

Niklass Machunsky ist Redakteur bei der Zeitschrift Prodomo und lebt in Köln.

2.) "Fight for Freedom!" - Die Legende vom "anderen Deutschland" 
Buchvorstellung mit Anja Worm und Jan Gerber 
Freitag, 07. Mai 2010, 19 Uhr, im Café Kurzschlusz der Fachhochschule Frankfurt, Kleiststraße 5 
Veranstalter: Autonome Liste Café Kurzschlusz 
Unterstützer: AStA der Fachhochschule Frankfurt

 “Nach der ersten deutschen Niederlage”, so erklärten Curt Geyer und Walter Loeb 1942, “wurde der Welt die Lüge von der deutschen Unschuld aufgetischt. Die Welt wurde eingeladen zu glauben, dass Deutschland angegriffen wurde und dass es das Schwert zu seiner eigenen Verteidigung gezogen hat. Eine zweite Lüge wird derzeit für den universellen Gebrauch vorbereitet, die Lüge, dass das deutsche Volk an diesem Krieg unschuldig ist.” Während die erste Lüge inzwischen weitgehend vergessen ist, hat die zweite nach wie vor Bestand. Die Legende vom “anderen Deutschland” war eine der ideologischen Gründungsvoraussetzungen der Bundesrepublik und der DDR. Sie gehört bis heute zum geschichtspolitischen Repertoire der Berliner Republik.

Curt Geyer, Walter Loeb und die Mitglieder der “Fight-for-Freedom”-Gruppe zählen zu den Wenigen, die dieser Legende schon in den frühen 1940er Jahren, im britischen Exil, entgegentraten. Mit antideutschen Schriften unterstützten sie Sir Robert Vansittart, Mitglied des britischen Oberhauses und Publizist – und neben Henry Morgenthau bis heute einer der meistgehassten Männer in Deutschland.

Jan Gerber und Anja Worm, die die zentralen Texte des “Fight-for-Freedom”-Kreises erstmals in deutscher Übersetzung herausgegeben haben, stellen in ihrem Vortrag nicht nur die Aktivitäten, Schriften und Reflexionen dieser Gruppe vor. Sie hinterfragen zugleich die Rede vom “anderen Deutschland”. Warum konnte die Vorstellung, der Nationalsozialismus, der Zweite Weltkrieg und Auschwitz seien den Deutschen gegen ihren Willen von einer kleinen Clique Wahnsinniger aufgezwungen worden, wirkungsmächtig werden? Welche Bedürfnisse bedient die Rede vom “anderen Deutschland”? Warum wurde die “Fight-for-Freedom”-Gruppe also trotz ihrer erfolgreichen publizistischen Aktivitäten in Großbritannien und der zahllosen Angriffe, mit denen sie von Seiten des arbeiterbewegten Exils – vom damaligen SAPler Willy Brandt über den Kommunisten Jürgen Kuczynski bis hin zu den Sozialdemokraten Friedrich Stampfer und Erich Ollenhauer – bedacht wurde, sowohl in der deutschen Öffentlichkeit als auch im Wissenschaftsbetrieb über Jahrzehnte hinweg ignoriert?

Jan Gerber und Anja Worm sind Herausgeber des Bandes Curt Geyer, Walter Loeb u.a.: Fight for Freedom! Die Legende vom “anderen Deutschland” (Freiburg: Ça Ira 2009) und leben beide in Halle.

Im Anschluss an die Buchvorstellung findet im Café Kurzschlusz eine Party zum 8. Mai statt.

3.) Sexualität und Verdrängung – Kritik des islamischen Anti-Individualismus 
Vorträge und Diskussion 
Donnerstag, 20. Mai 2010, 19 Uhr,  im Café Kurzschlusz der Fachhochschule Frankfurt, Kleiststraße 5 
Veranstalter: Gruppe Morgenthau
Unterstützer: Prozionistische Linke Frankfurt

Referenten: 

Thomas Maul                                                                                                  Zur Kritik des Phallozentrismus
Seit dem 11. September 2001 wird in der westlichen Öffentlichkeit die Frage diskutiert, was der Islam mit dem weltweit agierenden Suizid- und Tugendterror zu tun hat, der in seinem Namen zuförderst gegen Juden, Frauen und Homosexuelle sich richtet.
In Thomas Mauls kritischer Analyse des klassisch-schariatischen Geschlechterverhältnisses und der ihm entsprechenden Sexualpolitik im Spannungsfeld von Religion (Eschatologie, Ritualpraxis) und Gesellschaft (Patriarchalismus, orientalische Despotie, Djihad-Doktrin) erweist sich die Gemeinschaft der Gläubigen (Umma) als wesenhaft durch einen Phallozentrismus konstituiert, der in der Moderne notwendig in die Krise gerät. Die gegenwärtige barbarische Gewalt des Kollektivs ist damit nichts anderes denn eine anachronistisch-pathologische Verteidigung der im Verfall begriffenen Tradition und gilt in letzter Instanz immer dem (sexuell) selbstbestimmten Individuum.

Thomas Maul ist Buchautor, schreibt gelegentlich für die Zeitschrift "Bahamas", ist Mitglied der Gruppe "Hedonistische Mitte - Brigade Mondän" und lebt in Berlin.

David Parnass 
Die Hölle grünt - Kritik der „religiösen“ Toleranz

Nicht einmal mehr selbstverständlich ist es, am emphatischen Begriff der Aufklärung und dem mit ihr verbundenen Subjekt festzuhalten und als Individuum für dieses zu sprechen. Was im bürgerlichen Subjekt noch nicht mit sich identisch war, drängte unter dem Druck der Verhältnisse über diese hinaus, schlicht um das Leid zu mindern und das individuelle Glück zu mehren. Jene Reflexionsfähigkeit auf das unerhörte Leid und das ferne Glück ist der transzendente Moment, dem das Subjekt eingedenkt. Der Anspruch der Aufklärung war es, die Religion in die Vernunft aufzuheben, zu der jeder Mensch befähigt und deren Mittel die Kritik des Bestehenden ist. Dieser bis heute unerfüllte Anspruch ist universell und respektlos.

Aber unter dem Deckmantel der Religion fordert der Islams Respekt und Toleranz. Erwarten kann sie das nur von Menschen, die sich selbst längst aufgegeben haben und die in der Despotie der islamischen Hölle eine Verheißung ersehnen. Warum sie das tun, kann nicht ergründet werden. Diese Entscheidung ist individuell und steht außerhalb der Vernunft und damit unterhalb aller Kritik. Aber der Zusammenhang der affirmativen Haltung zum Islam, der Kritikabwehr und der Verleugnung der Totalität und der aus ihr entsprungene Vernichtungszusammenhanges kann aufgeklärt werden. Im Zentrum, als Objekt dieser negativen Totalität, standen und stehen die Juden und ihr Staat Israel. Das antizionistische Ticket, dessen sich die Freunde des Islam bedienen und das sie sich mit diesem teilen, verrät etwas über das Ressentiment gegen die Freiheit und Verantwortlichkeit des Individuums. An den Juden und ihrem Staat soll gerächt werden, was sie sich selber verbieten: den Status des Subjekts und damit das mögliche emphatische und mündige Individuum, dass sich im anderen wieder erkennt und damit den Gattungszusammenhang.

Dieser Zumutung, als Einzelner verantwortlich zu sein, wollen sich die postmodernen Lohnschreiber und Anwärter auf Universitätspöstchen erwehren, wenn sie, indem sie das Subjekt dekonstruieren, die Hymne auf Verhältnisse singen, in denen jenes zunehmend keine Rolle mehr spielt. Auf der Höhe der Zeit folgen diese zynisch, dem Vernichtungszusammenhang – in Auschwitz begonnen und vom „modernen“ Islam übernommen – um ihn theoretisch zu leugnen aber praktisch zu befördern.  

Der Referent ist Redakteur der Zeitschrift Pólemos und lebt in Nürnberg.

4.) Feindbild Israel – der ewige Sündenbock 
Vortrag und Diskussion mit Alex Feuerherdt und Tilman Tarach 
Dienstag, 25. Mai 2010, 19 Uhr 
Gemeinderatssaal der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Westendstraße 43 
Veranstalter: Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: Deutsch-Israelische Gesellschaft Frankfurt, Honestly-Concerned, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen und Zionistische Organisation Deutschland

Über keinen Staat gibt es so viele Gerüchte wie über Israel. Tilman Tarach zeigt, daß die deutschen Medien, aber auch Organisationen wie die Uno und jede Menge »Israelkritiker« den Stoff liefern, aus dem diese diffamierenden Legenden gestrickt werden. Die alte Parole »Die Juden sind schuld« wird heute in weiten Teilen der Gesellschaft begierig auf den jüdischen Staat angewendet, und zwar reichlich unabhängig davon, wie er sich verhält.

Weit oben auf der Tagesordnung der »Israelkritiker« steht seit langem die israelische Siedlungspolitik. Alex Feuerherdt beleuchtet die Frage, warum viele nicht die Hamas und die Fatah, sondern die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten als »Haupthindernis für den Frieden im Nahen Osten« betrachten und hellauf empört sind, wenn sie gefragt werden, warum es offenbar nicht sein soll, daß Juden auch in einem prospektiven palästinensischen Staat leben dürfen.

Alex Feuerherdt ist freier Autor und schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zum Thema Nahost. Er ist Co-Autor des Buches »Verratene Freiheit - Der Aufstand im Iran und die Antwort des Westens«.

Tilman Tarach ist Autor des Buches »Der ewige Sündenbock. Heiliger Krieg, die 'Protokolle der Weisen von Zion' und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt«.





Buch & Kritik

Veranstaltungsreihe zur Buchmesse 09 in Frankfurt a. M.


 

1.) Mi., 14.10., 20 Uhr: "Dialektik und Kritik" mit Lutz Eichler, Jens Meisenheimer und Stefan Müller (alle Frankfurt) im Café KoZ der Universität Frankfurt, Jügelstraße 1. 

Probleme der Dialektik heute

Marx sah den Fortschritt und Springpunkt seiner Kritik der politischen Ökonomie darin, die Frage nach dem Grund der dialektischen Existenz der Ware und der in ihr vergegenständlichten Arbeit nicht nur beantwortet, sondern überhaupt erst gestellt zu haben; in der Dialektik der Aufklärung machten Horkheimer und Adorno das Gelingen der Aufklärung davon abhängig, ob es dieser gelinge, sich durch Reflexion auf ihr rückläufiges Moment über sich selbst aufzuklären; gesellschaftskritische Potenz wurde Freuds Psychoanalyse unter der Voraussetzung zugebilligt, dass sie sich ihrer impliziten Dialektik bewusst werde und ihren Psychologismus kuriere. 
Das Unternehmen der Kritik scheint  mit dem der Dialektik auf eine bestimmte Weise liiert zu sein, auch wenn im Namen beider oft „ganz dialektisch“ das gerade Gegenteil betrieben wurde. Ob und wenn ja, was das D- und das K-Wort miteinander zu tun haben, diese Fragen werden zu beantworten versucht.  

Veranstalter: Initiative Studierender im I.G.Farben-Haus
Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt


2.) Do., 15.10., 20 Uhr: "Deutschland, die Mullahs und das Atom" mit Matthias Küntzel (Hamburg) im Gemeinderatssaal der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Westendstraße 43.


Die Deutschen und der Iran

Die Zeitbombe tickt. Wird die internationale Staatengemeinschaft den iranischen Griff zur Bombe noch verhindern können? Berlin ist in dieser Auseinandersetzung besonders exponiert: Deutschland wurde gemeinsam mit den fünf Vetomächten des Sicherheitsrats mit den Iran-Verhandlungen betraut und ist besonders verpflichtet, einem Regime, das den Holocaust leugnet und Israel auslöschen will, entgegenzutreten. Gleichzeitig ist die Bundesrepublik bis heute der mit Abstand wichtigste Handelspartner und der bevorzugte Ansprechpartner der Mullahs im Westen. 
Die besondere Beziehung zwischen Teheran und Berlin ist historisch bedingt, wie Küntzel anhand einer Fülle bislang unveröffentlichter Dokumente aus Archiven in Washington und Berlin in seinem Buch „
Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“ beweist. In einer spannenden Darstellung beleuchtet er die Rolle deutscher Unternehmen beim Aufbau der persischen Industrie, beschreibt die „Achse der Arier“ während des Dritten Reichs, erinnert an die Freundschaft zwischen Westdeutschland und dem Schah und analysiert das deutsch-iranischen Verhältnis von den Anfängen des Mullah-Diktatur bis zur Gegenwart.

Veranstalter: Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: Initiative Honestly-Concerned, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen und Zionistische Organisation Deutschland

 
3.) Sa., 17.10., 20 Uhr: "Der Wahn vom Weltsouverän - Zur Kritik des Völkerrechts" mit Gerhard Scheit (Wien) im Café Kurzschlusz der Fachhochschule Frankfurt, Kleiststraße 5. Im Anschluss: "Ani Tel Avivi" - Party zu 100 Jahre Tel Aviv mit DJ Guy Pary (House und Elektro aus Tel Aviv).


Der Wahn vom Weltsouverän

Der Weltsouverän ist „das Gegenteil jener versöhnten Vielfalt, die allein ein menschenwürdiger Zustand wäre“ (Adorno), der „freien Assoziation der Individuen“ (Marx) zur staaten- und klassenlosen Weltgesellschaft. Er ist die Symbiose von Internationalem Strafgerichtshof und Sharia, UNO und Theokratie. Seine Intention ist es, den westlichen Begriff der Souveränität ebenso zu unterminieren wie die Kritik der politischen Ökonomie zu ersetzen, also Hobbes Leviathan und Marx’ Kapital mit kommunikativer Vernunft und Koran zu widerlegen. Die Gesellschaft, die auseinander bricht in diffuse barbarische Vielheit, kann sich aber Weltinnenpolitik, Global Governance oder Umma nur dann als politische Lösung vormachen, wenn sie einen gemeinsamen Feind halluziniert, der bereits heimlich die Welt beherrsche. Der Weltsouverän entpuppt sich zuletzt als der „positive“ Ausdruck des schlimmsten antikapitalistischen Wahns: Der Weltverschwörung des Judentums. Und Israel ist auserkoren, sie zu verkörpern. Deshalb gezwungen, seine Souveränität ständig unter Beweis zu stellen, legt die Politik dieses Staats in Wahrheit stets aufs Neue dar, dass es keinen Weltsouverän gibt, aber jeder Versuch, ihn doch zu realisieren, gegen die Juden gerichtet ist: Er nimmt ihrem Staat die Souveränität, die sie im Ernstfall allein schützt.

Veranstalter: Autonome Liste Café Kurzschlusz
Unterstützer: AStA der Fachhochschule Frankfurt


"Boycott Durban 2 - 
Antirassismus als Dämonisierung Israels"

Podiumsveranstaltung mit Klaus Faber (Postdam), Alex Feuerherdt (Bonn) & Thomas von der Osten-Sacken (Frankfurt) am Do., 16.04.09, 20 Uhr, Raum 1.801 (Casino) im I.G.Farben-Haus der Uni Frankfurt, Grüneburgplatz 1

Vor knapp sieben Jahren fand im südafrikanischen Durban die „UN-Weltkonferenz gegen Rassismus“ statt. Das erklärte Ziel der Veranstaltung war die öffentliche Anerkennung von Sklaverei und Kolonialismus als Verbrechen – doch dann mutierte sie zu einem regelrechten Tribunal gegen Israel sowie zu einer Verteidigung unfreier Staaten und Diktaturen. Israel wurde als „Apartheidstaat“ gebrandmarkt und der Zionismus als Spielart des Rassismus bezeichnet. Dieses widerwärtige Spektakel könnte sich nun wiederholen, wenn die Vereinten Nationen vom 20. bis 25. April in Genf ihre „Durban Review Conference“ durchführen. Kanada, Israel, die USA und Italien haben bereits angekündigt, dieser Tagung fern zu bleiben. Die Regierungen Deutschlands und anderer EU-Staaten hingegen mochten sich diesem Schritt bislang nicht anschließen.

Der französische Romancier und Essayist Pascal Bruckner konstatierte in einem Aufruf zum Boykott der Durban-Folgekonferenz: „Der Antirassismus ist in der Uno zur Ideologie der totalitären Bewegungen geworden, die ihn für ihre Zwecke benutzen.“ Wie diese Deutung des Antirassismus – die nicht nur als Deckmantel des Antisemitismus dient, sondern auch jegliche Emanzipationsbestrebungen in postkolonialer, kulturalistischer Weise als rassistisch diffamiert – zur Richtlinie der Uno werden konnte, werden Klaus Faber, Alex Feuerherdt und Thomas von der Osten-Sacken in ihren Vorträgen erläutern. Darüber hinaus werden sie darlegen, was von der „Durban II“-Konferenz zu erwarten ist, welche Rolle das Regime im Iran und andere islamische Staaten dabei spielen und warum die Konferenz in Genf den Zielen einer Säkularisierung und der universalistischen Verteidigung der Menschenrechte gegen einen vermeintlichen Kulturpluralismus, der auf die Verteidigung der islamischen Sharia gegen die Freiheit des Individuums hinausläuft, diametral entgegensteht.

Zu den Referenten:
Klaus Faber ist Staatssekretär a. D., Rechtsanwalt, Publizist und Vorstandsmitglied im Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen  Antisemitismus, Alex Feuerherdt ist freier Autor, Publizist und Mitinitiator der Kampagne "Boycott Durban 2" und Thomas von der Osten-Sacken ist freier Autor, Publizist, Mitarbeiter der Hilfsorganisation Wadi e.V. und ebenfalls Mitinitiator der Kampagne "Boycott Durban 2".

Veranstalter & Unterstützer:
Honestly-Concerned, Initiative Studierender im I.G.Farben-Haus, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen, Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus, LAK Shalom Hessen in der Linksjugend ['solid] und Prozionistische Linke Frankfurt.


Aufgrund der Absage des proiranischen Manager-Seminars verlegen wir die Kundgebung vom Westendplatz an die Hauptwache in Frankfurt a. M. und werden dort von 16.00 bis 18.00 Uhr einen Solidaritätsstand für Israel mit Redebeiträgen organisieren.

 

Protestkundgebung und Podiumsveranstaltung am 26.01.09.


Über die Krise in Gaza hinaus, droht eine weitere, noch wesentlich größere Gefahr aus dem Blickfeld zu geraten: Die Islamische Republik Iran auf dem Weg zur Atombombe. Alle Versuche, den Iran durch politische oder ökonomische Sanktionen von seinem aggressiv vorangetriebenen Atomprogramm, aber auch von nunmehr 30 Jahren Diktatur und Terror abzubringen, sind bislang gescheitert. Schuld daran ist nicht zuletzt Deutschland, das noch immer der wichtigste westliche Handelspartner und Technologielieferant des Regimes ist, ohne dass dagegen effektive Sanktionen erlassen werden. Stellvertretend für diese deutsch-iranische Partnerschaft steht der 150-Millionen-Euro Deal der Siegener Firma SPG.

Ungeachtet aller Meldungen über das Atomprogramm und die Menschenrechtslage im Iran hat nun die Firma „Management Circle AG“ am 26./27.01.09 in Frankfurt a. M. ein Seminar angekündigt (www.htm-meyer-venn.de/01-60192_4500.pdf) bei dem „effiziente Markteintrittsstrategien“ geschult werden sollen. Besondere Rücksicht sollten die Unternehmer auf die „unterschiedlichen Kulturstandards“ im Iran nehmen, wie die Gewalt gegen Frauen und Minderheiten verharmlosend beschrieben wird. Die Geschäfte, die durch das Seminar angebahnt werden sollen, würden ein Regime stützen, das die eigene Bevölkerung brutal unterdrückt, das weltweit islamistische und antisemitische Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah unterstützt, das den Holocaust leugnet, und dessen Atomprogramm vor allem für Israel, aber auch für die die ganze Region – für die gesamte Westliche Welt – eine Gefahr darstellt.

Deshalb rufen wir am Vorabend des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz zu einer Protestkundgebung gegen jedwede Wirtschaftsbeziehungen, und alles was den Handel mit dem Iranischen Regime fördern könnte (wie z.B. auch das besagte Manager-Seminar), auf.

Aufgrund der Absage des proiranischen Manager-Seminars verlegen wir die Kundgebung vom Westendplatz an die Hauptwache in Frankfurt a. M. und werden dort von 16.00 bis 18.00 Uhr einen Solidaritätsstand für Israel mit Redebeiträgen organisieren:

Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime -
Keine Kollaboration mit dem islamistischen und antisemitischen Terror!

Für die Unterstützung der säkularen, demokratischen Opposition im Iran und Nahen Osten!

Lang lebe Israel - Nie wieder Auschwitz!

Im Anschluß an die Kundgebung, findet um 19.00 Uhr im Gemeinderatssaal der Jüdischen Gemeinde Frankfurt (Eingang Westendstraße) eine Podiumsveranstaltung statt.

Dabei werden die aktuelle Situation im Nahen Osten und die Bedrohung, insbesondere Israels, durch das iranische Regime im Vordergrund stehen.

Einleitung und Moderation übernimmt Sacha Stawski (Chefredakteur Honestly-Concerned e.V.). Grußworte spricht Dr. Dieter Graumann (Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland). Ulrich W. Sahm (Nahost-Korrespondent, Jerusalem) wird die aktuelle Lage Israels analysieren, besonders den Konflikt mit der durch den Iran unterstützten Hamas. Nasrin Amirsedghi (Publizistin, Mainz) wird über das Regime der Islamischen Republik Iran berichten, dessen gewaltsame Gründung sich bald zum 30. Mal jährt und Jonathan Weckerle (Mideast Freedom Forum Berlin) stellt die STOP THE BOMB Kampagne vor und spricht über die drängende Gefahr eines nuklear bewaffneten Iran.

Veranstalter und Unterstützer: STOP THE BOMB-Koalition in Deutschland, Honestly Concerned e.V., Prozionistische Linke Frankfurt,  DIG Frankfurt, Zionistische Organisation Frankfurt, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen, Initiative "never again" Siegen und LAK Shalom Hessen in der Linksjugend ['solid].

 







Opernplatz in Frankfurt, 11.01.2009, 12.00: Demonstration for Israel's Right to defend itself and against Hamas Terrorism - Support Israel to stop the Hamas terror!!!





Veranstaltungsreihe zur Buchmesse in Frankfurt a. M. vom 16.-18.10.08.
1) Do., 16.10.08, 20 Uhr, Raum 254 im I.G.Farben-Haus der Uni Frankfurt, Grüneburgplatz 1: „’Das kann man nicht erzählen’ – ‚Aktion 1005’ – Wie die Nazis die Spuren ihrer Massenmorde in Osteuropa beseitigten“ Buchvorstellung mit dem Autor Jens Hoffmann aus Berlin.


Anfang 1942, nachdem die Rote Armee den Vormarsch der Wehrmacht auf Moskau gestoppt hatte, begann die nationalsozialistische Staatsführung Vorsorge zu treffen für den Fall eines militärischen Rückschlags, gar einer Niederlage. Zu den in den Jahren 1943/44 mit besonderer Intensität vorangetriebenen Vorsorgemaßnahmen gehörten Planung und Durchführung eines historisch beispiellosen Programms zur systematischen Beseitigung von Spuren der Massenmorde, die die Deutschen in den von ihnen besetzten Ländern Osteuropas begangen hatten (und weiter begingen). Unter der Bezeichnung "Aktion 1005" organisierten die Nazis zahlreiche Kommandos, die, von Tatort zu Tatort unterwegs in Russland, Weißrussland, Litauen, Lettland, Polen, der Ukraine und dem heutigen Serbien, die Spuren der deutschen Verbrechen nach immer dem gleichen Muster beseitigten: Meist jüdische Häftlinge wurden gezwungen, Massengräber zu öffnen, die Leichen aus den Gräbern zu ziehen und auf riesigen Scheiterhaufen zu verbrennen, bevor schließlich auch sie selber ermordet wurden. Gestützt vor allem auf Aussagen und Berichte der wenigen überlebenden Arbeitshäftlinge sowie auf Protokolle polizeilicher und staatsanwaltschaftlicher Vernehmungen von ehemaligen Kommando-Angehörigen und die Feststellungen von Richtern und Staatsanwälten in den wenigen Strafprozessen, die in der Bundesrepublik gegen Täter der "Aktion 1005" angestrengt worden sind, unternimmt dieses Buch erstmals den Versuch, die von den Deutschen und ihren Helfern während des Zweiten Weltkriegs begangenen Massenverbrechen und die Verwischung der Spuren dieser Verbrechen im Zusammenhang darzustellen.

2) Fr., 17.10.08, 20 Uhr, Café KoZ der Uni Frankfurt, Jügelstraße 1: „Zum aktuellen Stand des Immergleichen - Dialektik der Kulturindustrie – vom Tatort zur Matrix“ Buchvorstellung mit der Herausgeberin und Autorin Karin Lederer aus Wien.

Tobias Ebbrecht, Renate Göllner, Karin Lederer, Florian Ruttner und Gerhard Scheit haben sich unter anderem mit der Kriminalreihe „Tatort“, den Serien „Star Trek“, „CSI“, „Desperate Housewives“ sowie den Filmen „Spiderman“ und „Herr der Ringe“ beschäftigt. Die Beiträge des Sammelbandes gehen einerseits von der Kritik der Kulturindustrie als einem universellen und alle gesellschaftlichen Bereiche umfassenden Verhältnis aus und beziehen sich in Anknüpfung an die Kritische Theorie auf die gesellschaftliche Totalität. Gleichzeitig aber nehmen sie auch den der Kulturindustriekritik immanenten konkreten Bezug auf das Material, im Sinne des je Besonderen, ernst. Dabei geht es nicht in erster Linie um die „Anwendung“ einer spezifischen Theorie. Vielmehr dienen die Serien, TV-Formate und Filme als spezielle Ausdrucksformen gesellschaftlicher Verhältnisse. Es geht nicht um den Nachweis, dass die Kulturindustrie auch heute noch funktioniert, sondern um die Frage, wie sie dies tut. Im Bezug auf das Verhältnis von Staat und Einzelnem, in der Art wie im kulturindustriellen Schematismus sich der Bezug auf die Geschichte und darin vermittelt auf die Vorstellung von der Nation darstellt, in der Art wie – und nicht lediglich dass – die kulturindustriellen Produkte sich auf Kategorien von Geschlecht und Herkunft beziehen, versuchen die Beiträge gerade in der Gegenüberstellung von deutsch-österreichischer Populärkultur und amerikanischen Produkten der Kulturindustrie auf die unterschiedlichen nationalen Projekte der gesellschaftlichen Formierung unter dem Primat von Staat und Kapital zu reflektieren. Vom utopischen Anspruch in der Science Fiction, von deren Umgang mit Kapitalverhältnis und Religion, und von den Möglichkeiten und Grenzen eines in erster Linie US-amerikanischen Genres wird die Herausgeberin erzählen.

3) Sa., 18.10.08, 20 Uhr, Café Kurzschlusz der FH Frankfurt, Kleiststraße 5: „Theorie als Kritik – Die Antisemitismuskritik bei Horkheimer und Adorno und ihre Aktualität“ Buchvorstellung mit dem Mitherausgeber und Autor Paul Mentz aus Bochum. Anschließend Party zu 60 Jahre Israel!

Die Kritische Theorie des Antisemitismus vermag ebenso wenig wie der Benjaminsche Engel der Geschichte die Toten zu „wecken und das Zerschlagene zusammenfügen“, doch sie zieht aus der Erfahrung des Nationalsozialismus die Konsequenz, daß an der Idee eines notwendigen Fortschritts in der Geschichte nach dem Zivilisationsbruch, den Auschwitz darstellt, nicht mehr festzuhalten ist. Der sogenannte neue Antisemitismus ist nichts anderes als der alte Antisemitismus, allerdings unter den veränderten historischen und gesellschaftlichen Bedingungen nach Auschwitz. Auch die Kritische Theorie des Antisemitismus nach Auschwitz ist diesen veränderten Bedingungen verpflichtet, in dem Sinne, daß sie nur ein Ziel kennt, nämlich, „daß Auschwitz nicht sich wiederhole.“ Das Dilemma der Kritischen Theorie besteht heute vor allem darin, daß sie gezwungen ist, die Aufklärung gegen die Gegenaufklärung zu verteidigen, obwohl erstere die Gegenaufklärung selbst erst hervorgebracht hat. Beide sind aber voneinander zu trennen, denn die Aufklärung trägt zugleich die Möglichkeit der Versöhnung in sich, die der losgelassenen Irrationalität ein Ende bereiten kann. Somit besteht noch immer die fast unlösbare Aufgabe darin, „weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.“ Der gesellschaftlichen Irrationalität kann nur der Gedanke standhalten, der an der negativen Wahrheit des bürgerlichen Glücksversprechens festhält: daß ein anderes Leben als das jetzige möglich sein muß. „Philosophie, wie sie im Angesicht der Verzweiflung einzig noch zu verantworten ist, wäre der Versuch, alle Dinge so zu betrachten, wie sie vom Standpunkt der Erlösung aus sich darstellten. Erkenntnis hat kein Licht, als das von der Erlösung her auf die Welt scheint: alles andere erschöpft sich in der Nachkonstruktion und bleibt ein Stück Technik.“ (Adorno) Eine Kritische Theorie der Gesellschaft ist nur als Kritik der Gesellschaft zu haben, so wie auch eine Kritische Theorie des Antisemitismus nur als Kritik des Antisemitismus zu haben ist, welche die Verurteilung ihres Gegenstandes impliziert und zugleich festhält, daß „die gesellschaftlichen Zwänge, denen die Subjekte unterworfen sind, nicht notwendig sind“ (Weyand).

Veranstalter: Autonome Liste Café Kurzschlusz, Initiative Studierender im I.G.Farben-Haus und Prozionistische Linke Frankfurt.

Keine Geschäfte mit den Mullahs! Stoppt den Steiner-Deal mit dem Iran!

Aufruf zur Kundgebung und anschließender Diskussionsveranstaltung am Sa., den 30.8.2008 um 15 Uhr an der Siegplatte in Siegen

Die Siegener Firma Steiner (SPG Steiner-Prematechnik-Gastec GmbH) hat vor einigen Monaten einen 100 Mio. Euro Vertrag über den Bau von drei neuen Anlagen zur Gasverflüssigung im Iran abgeschlossen. Hartmut Schauerte hat sich als Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordneter aus der Region für die Beschleunigung des Geschäftes eingesetzt. Das Geschäft unterläuft so mit Unterstützung eines Regierungsbeamten alle internationalen Bemühungen, das iranische Regime unter Druck zu setzen und von seinem Atomprogramm abzubringen. Dabei müssen wirtschaftliche Interessen gerade im Fall des Iran zurückstehen. Es darf keine Unterstützung geben für ein Regime, das nach Atomwaffen strebt, den Holocaust leugnet und Israel mit der Vernichtung droht! Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur für Israel eine unberechenbare Gefahr, die unbedingt verhindert werden muss. Zudem ist der Iran eine brutale Diktatur. Systematisch werden Frauen, religiöse und ethnische Minderheiten diskriminiert, Gewerkschaften und politische Opposition werden zerschlagen, die Presse zensiert, Homosexuellen droht die Todesstrafe, Folter und öffentliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Auch außerhalb des Iran finanziert und bewaffnet der Iran islamistische und terroristische Kräfte wie die Hizbollah oder die Hamas. Während das Regime international durch Sanktionen unter Druck steht, würden die Anlagen der Firma Steiner das iranische Regime ganz direkt stützen, denn der Energiesektor ist seine mit Abstand wichtigste Einnahmequelle und Machtbasis. Deshalb war es auch so wichtig, dass vor kurzem mit TOTAL aus Frankreich und Statoil aus Norwegen zwei Unternehmen aus politischen Gründen von ähnlichen Projekten im Iran zurückgetreten sind. Dabei ist das Iran-Geschäft von Steiner Beispiel für eine allgemeine Tendenz und Geisteshaltung innerhalb der deutschen Wirtschaft und Politik. Der Handel mit dem Iran weitet sich in diesem Jahr aus anstatt zurückzugehen, Deutschland ist noch immer wichtigster Handelspartner und unersetzbarer Technologielieferant des Iran. Die bestehenden Gesetze und Ausfuhrbestimmungen sind längst nicht ausreichend, um die Unterstützung des Regimes durch deutsche Unternehmen zu unterbinden. Doch gerade dann, wenn noch ernsthaft versucht werden soll, den Iran mit nichtmilitärischen Mitteln von seinem gefährlichen Atomprogramm abzubringen, muss das Regime politisch und wirtschaftlich unter Druck gesetzt werden.

Deshalb: Keine Unterstützung für das islamistische und antisemitische Terrorregime!

  • Wir fordern die Fa. Steiner auf, sofort von dem Iran-Geschäft zurückzutreten
  • Wir fordern die Bundesregierung auf, gezielte politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen das iranische Regime zu erlassen, und solche Sanktionen auf internationaler Ebene zu forcieren
  • Wir solidarisieren uns mit den oppositionellen Kräften im Iran und Exil, die gegen die islamische Diktatur und für Menschenrechte, Demokratie, individuelle Freiheit und Säkularismus im Iran kämpfen
Diskussionsveranstaltung: Das iranische Regime, die Bedrohung Israels und die deutschen Iran-Geschäfte um 19.00 Uhr in der Siegbergstraße 1 in Siegen mit Beiträgen von Roger Bückert (Begrüßung), Kazem Moussavi, Dr. Stephan Grigat, Simone Dinah Hartmann, Jonathan Weckerle. Moderation: Alex Feuerherdt.

Unterstützer / Aufrufende Gruppen:
Pro-Israel-Initiative "neveragain" (Siegen), STOP THE BOMB - Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm (Wien), Mideast Freedom Forum Berlin, Green Party of Iran (Deutschland), Prozionistische Linke Frankfurt, Thomas von der Osten-Sacken (Geschäftsführer WADI e.V., Frankfurt), Internetportal J-Comm Jewish Community (Köln)… - weitere folgen!

Veranstaltungen zu 60 Jahre Israel in Frankfurt/Main:

Für Israel - gegen jeden Antisemitismus!

 

Di., 22.04., 20 Uhr "Rote Armee Fiktion - Die Stadtguerilla als
Avantgarde des Antizionismus"
mit dem Herausgeber und Autor Jan Gerber aus Halle. Raum 411 im I.G.Farben-Haus der Universität, Grüneburgplatz 1. 

Es ist kein Wunder, dass sich die RAF auf Che Guevara berief, auf Mao Tse-tung, auf die Tupamaros und andere militante Volkstümler, vor allem auch auf die bewaffneten Antisemiten vom “Befreiungskampfes des palästinensischen Volkes”, niemals jedoch auf Johann Georg Elser. Denn an Elser, der 1938 versucht hatte, die Volksgemeinschaft mit Hitler zu liquidieren, hätte sie nicht nur lernen müssen, was es bedeutet, in absoluter Einsamkeit das objektiv Vernünftige zu erkennen und daraus praktische Konsequenz zu ziehen, d.h. materialistisch zu reflektieren und zu agieren. An Elsers Tat hätte sie zugleich erkennen müssen, dass die Identität von Souveränität und Staatsapparat in der Figur Hitler nur im System der nazifaschistischen Barbarei möglich war und ist. Da sie das alles, in verstockter Renitenz gegen die materialistische Aufklärung, keineswegs lernen wollte, fälschte die RAF den Begriff des NS-Faschismus zur deutschen Gemeinverträglichkeit um und machte die Kühnls, Gossweilers und Dimitroffs glücklich. Als von “Israels Nazi-Faschismus” die Rede war, als dann behauptet wurde, der Hass auf die Juden sei “ins Volk reinmanipuliert worden” und eigentlich ein Zeichen der “Sehnsucht nach dem Kommunismus”, als das Massaker, das die palästinensischen Antisemiten vom “Schwarzen September” 1972 unter der israelischen Olympiamannschaft anrichteten, von der RAF-Mitbegründerin Ulrike Meinhof schließlich ausgerechnet als antifaschistische Tat gefeiert wurde, da war die RAF, indem sie auf die Charaktermasken von Kapital und Staat anlegte, tatsächlich, wenn auch im Untergrund, ein ideologischer Staatsapparat geworden: Lüge in Waffen. Auch darum war die RAF niemals eine, wenn auch hoffnungslos verspätete, Fraktion jener Roten Armee, die die letzten Überlebenden von Auschwitz befreite.

                                                                                                  Di., 29.04., 20 Uhr "Mit Freud - Psychoanalyse im Zeitalter des Suicide Bombing" mit der Herausgeberin und Autorin Ljiljana Radonic aus Wien. Café Kurzschlusz der Fachhochschule, Kleiststraße 5. 

Gerade an der Zurücknahme der gesellschaftskritischen Implikationen der Psychoanalyse zeigt sich heute ihre Verwobenheit ins falsche Ganze. Freud hingegen bot Aufklärung über die Familie als Elementarform der Gesellschaft, und er stärkte zugleich das Individuum, das aus der Familie hervorgeht, gegenüber dieser Gesellschaft. Daran hat jede Kritik sich zu messen, die ihrem, von Marx bis zur Kritischen Theorie geprägten Begriff gerecht werden möchte und dem Zwang des repressiven Kollektivs die freie Assoziation der Individuen entgegensetzt. Eine Psychoanalyse wie eine Linke hingegen, die Repression, patriarchale Gewalt, Triebverleugnung und Lustfeindlichkeit, Bereitschaft zum Opfer, Homophobie und Antisemitismus unter dem Schlagwort Multikulturalismus rechtfertigen, sind auch am logischen Endpunkt ihrer Freud-Rezeption angekommen. Die Aktualität der Freudschen Analyse im Zeitalter des Suicide Bombing und der Ehrenmorde kann nur gegen sie durchgesetzt werden.

                                                                                                 Sa., 10.05., 19 Uhr Podiumsveranstaltung im Rahmen der Kampagne "STOP THE BOMB": "Der Iran - Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer" mit den Autoren Stephan Grigat (Wien), Fathiyeh Naghibzadeh (Berlin), Andreas Benl (Hamburg) und Thomas von der Osten-Sacken (Frankfurt). Einleitung & Moderation: Gruppe Morgenthau. Café KoZ der Universität, Jügelstraße 1. Anschließend Party "60 Jahre Israel" im IVI, Kettenhofweg 130.                               

Die Frieden predigenden Glaubens-Krieger islamischer Provenienz hätten allen Grund, sich ausnahmsweise mal nicht beleidigt und hetzend in Pose zu werfen. Ihre Sache läuft. Der politisch kämpfende Teil des Islams ist zu einer weltweit agierenden Bewegung angewachsen. Es besteht nirgendwo Mangel an bereitwilligen Rekruten, die für ausnahmslos alle denkbaren Manifestationen der Gewalt und Vernichtung zu haben sind. Der Iran firmiert hierbei als staatliche Avantgarde des weltweiten Dschihad, der die islamische Weltherrschaft herbeiführen soll. Sein immer weiter voranschreitendes Nuklearporgramm eröffnet dem totalitären Regime und seinen fanatisierten Anhängern neue Möglichkeiten im Kampf gegen Israel. Kein Zufall, dass der projektive Hass der zu Felde Ziehenden auf den Staat fixiert ist, der vor 60 Jahren als Konsequenz aus der Shoah gegründet worden ist, denn eliminatorischer Antisemitismus bildet den ideologischen Kern des radikalen Islams. Israel und seine Bewohnerinnen und Bewohner stehen heute abermals im Visier  von Antisemiten, die zu allem bereit sind. Die iranische Atombombe hat nur den einen Zweck: sie soll Israel, das "zionistische Gebilde", von der Landkarte fegen. Der Staatspräsident des Teheraner Regimes lässt keine Gelegenheit aus, genau das einer beharrlich ignoranten Weltöffentlichkeit zu erklären. Statt den aktionsfähigen Fortsetzern des Nationalsozialismus mit allen Mitteln den Abgang zu bereiten, herrscht gerade im europäischen Hinterland Einverständnis mit der islamischen Zivilisationsfeindschaft und dem begrölten Recht auf Judenhass. Nicht zuletzt die europäische Linke kollaboriert im geschichtsvergessenen und kulturrelativistischen Jargon mit den islamischen Förderern einer unbedingten Bereitschaft zur Vernichtung. Keine Frage: vor nicht allzu langer Zeit war die Mahnung, man solle nicht jede weltgeschichtliche Grausamkeit als Holocaust und nicht jedes zweite Regime als faschistisch etikettieren ein triftiger, über das relativierungssüchtige Bedürfnis, das in aller Regel als Movens hinter solchen Verlautbarungen stand, aufgeklärter Einwand. Einstweilen jedoch ist die Warnung vor einer solch interessierten Inflationierung ihrerseits zur politischen Floskel verkommen, die immer dann aufschreit, wenn es darum zu gehen hätte, eine reale Bedrohung, wie sie durch die iranische Gottesdiktatur und ihre Helfershelfer aufschimmert, zu benennen, um zu entsprechenden Konsequenzen gelangen zu können. Während der eine, jeglicher Vernunft entrückte Teil der Gesellschaft es sich in der traditionell geschichtsrevisionistischen Halluzination eines israelischen Vernichtungskrieges gegen die Palästinenser bequem gemacht hat, relativiert der andere Teil den zur Tat drängenden Geschichtsrevisionismus von Ahmadinedschad und Co.. Weder mit den Einen noch den Anderen lässt sinnvoll sich diskutieren. Es geht um Israel, es geht um die Verteidigung zivilisatorischer und bürgerlicher Mindeststandards und um die Frage, wie sich diese konkrete Verteidigung gestalten lässt. Für eine radikale Kritik des Islams! Für Säkularisierung und Freiheit im Nahen und Mittleren Osten!

Veranstalter: Frankfurter Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm (Autonome Liste Café Kurzschlusz, Gruppe Morgenthau, Honestly-Concerned, Initiative Studierender im I.G.Farben-Haus, Prozionistische Linke, Zeitschrift CCP & Zionistische Organisation Frankfurt)

Kontakt über: frankfurter-buendnis@gmx.de

Unterstützter: AK Antifa Mainz, Comité Liberté Gießen, Gruppe KAO Frankfurt & Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen 

Veranstaltungsreihe zur Buchmesse 07 in Frankfurt/ M.:

Flyer (kurz)

Flyer (lang)

1) Donnerstag, 11.10., 20 Uhr: "Allah und die Juden - Die islamische Renaissance des Antisemitismus" mit dem Autor Hans-Peter Raddatz (Berlin). Gemeinderatssaal der Jüdischen Gemeinde, Westendstr. 43.

Unter dem Zwang zur Expansion definiert der islamische Gott den Glauben aus dem Kontrast zum Anderen und muss alles Denken und Leben in die Überwindung des Unglaubens »investieren«. Die Konfrontation erzwingt eine Rüstungsspirale gegen die »Satane Israel und USA«. Dieses fundamentale Geschehen kann nur aus der Geschichte heraus verstanden werden. Sie ist für die Muslime, mit Abstrichen auch für die Juden, so aktuell, wie sie für die Europäer inaktuell zu sein scheint. In seinem Buch zeichnet Hans-Peter Raddatz Parallelen und Gegensätze nach und macht die zentrale Bedeutung des Arabien-Israel-Konflikts für die Zukunft Europas deutlich. Die Eliten, so lautet seine These, lassen die Konturen des »Strukturwandels« erkennbar werden: den Islam als »Miteigner Europas« und den Koran als »Leitfaden des Respekts«.

2) Freitag, 12.10., 20 Uhr: "Die Dialektik von Einheit und Differenz - Über Ursprung und Geltung des Pluralismusprinzips in den Vereinigten Staaten von Amerika" mit dem Autor Sebastian Voigt (Leipzig). Café KoZ der Universität, Jügelstraße 1.

Das Buch von Sebastian Voigt ist nicht nur von historischem Interesse. Es greift in die politische Diskussion der letzten Jahre über die Vereinigten Staaten von Amerika ein und versucht, einen Kontrapunkt zum weit verbreiteten Antiamerikanismus zu setzen sowie der Unkenntnis der amerikanischen Besonderheiten in Europa entgegenzuarbeiten. Beantwortet wird die Frage, warum deutsche Revolutionäre in Amerika zu Patrioten und loyalen Bürgern wurden. Am Beispiel der jüdischen Einwanderung wird die Entwicklung der amerikanischen Gesellschaft hin zu einem ethnischen Pluralismus dargelegt. Die Diskussionen um Melting Pot und Cultural Pluralism machen deutlich, dass dieses Buch Erkenntnisse für die aktuellen Debatten in Europa um Migration, Integration und Assimilation liefert.

3) Samstag, 13.10., 20 Uhr: "Fetisch und Freiheit - Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik - Die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus" mit dem Autor Stephan Grigat (Wien). Café Kurzschlusz der Fachhochschule, Kleistraße 5. Anschließend Party.

Soll Freiheit Wirklichkeit werden, muß man sich über die Schwierigkeiten Rechenschaft ablegen, die aus der von den Herrschaftsimperativen des Staates und den Verwertungsimperativen des Kapitals dominierten Gesellschaft für die Emanzipation resultieren. Stephan Grigat klärt in seinem Buch darüber auf, wie aus der Unzufriedenheit mit den Verhältnissen eine mal ressentimenthafte, mal regressive, mal mörderische Partizipation am gesellschaftlichen Unheil im Wege seiner scheinbaren Bekämpfung werden kann. Ersteres verweist auf die Kritik des Fetischismus; zweiteres auf den Antisemitismus.

Partyflyer: 

Veranstalter: Prozionistische Linke Frankfurt, Zionistische Organisation Frankfurt, Honestly-Concerned, Initiative Studierender im I.G.Farben-Haus und Autonome Liste Café Kurzschlusz.

 

 

NS-Demo am 7. Juli in Frankfurt: No way for Nazis! [mehr]

 

In Frankfurt am Main findet der I Like Israel-Tag 2007 auf dem Römerberg von 15-18 Uhr statt!!!  

 

 

Der ILI-Tag in Frankfurt am Main wird von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt, Honestly-Concerned, dem Jüdischen Jugend- und Studentenverband Hessen, dem Jugendzentrum Amichai, der Prozionistischen Linken Frankfurt, der Zionistischen Jugend Deutschland und der Zionistischen Organisation Frankfurt organisiert.

 

Ihm Rahmen des ILI-Tages finden zudem noch folgende Buchvorstellungen statt:   

 

 

So., 18.03., 20 Uhr: "Israels Existenzkampf - Eine moralische Verteidigung seiner Kriege". Mit dem Autor Yaacov Lozowick (Jerusalem). Achtung! Die Veranstaltung wurde aufgrund des großen Interesses in einen größeren Raum verlegt: Café Kurzschlusz der Fachhochschule, Kleiststraße 5, Frankfurt. [mehr]
 

 

Do., 26.04., 20 Uhr: "Halbmond und Hakenkreuz. Das 'Dritte Reich', die Araber und Palästina". Mit dem Autor Martin Cüppers (Berlin) Raum 311 im I.G.Farben-Haus der Universität, Grüneburgplatz 1, Frankfurt. [mehr]  
 

 

Sa., 12.05., 20 Uhr: "Jargon der Demokratie - Über den neuen Behemoth". Mit dem Autor Gerhard Scheit (Wien) im Café Kurzschlusz der Fachhochschule, Kleiststraße 5, Frankfurt. Anschließend ILI-Party. [mehr]
 

 

Di., 29.05., 20 Uhr: "Im Satellitenstaat Kroatien. Eine Odyssee des Überlebens 1941-1945". Mit dem Autor Zeev Milo (Tel Aviv). Café KoZ im Studierendenhaus der Universität, Jügelstraße 1, Frankfurt. [mehr]

 

 

 

Manifestation avec UPJF pour la libération des otages israéliens - Mercredi 29 novembre 2006, à 14 heures, Rond-Point Schuman, Bruxelles. [plus]

 

 

The Wind of Change - Antisemitismus im Wandel?           Rede von Dr. Dieter Graumann, Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland und Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, anlässlich der offiziellen Gedenkveranstaltung für die Pogromnacht vom 9. November 1938 in der Paulskirche in Frankfurt/Main. [mehr]

Die "Repräsentanten der Linken" standen auf und verließen den Saal. Jetzt grollen sie. Dass die anderen nicht mit ihnen gegangen sind und dass die Juden ihnen die schöne Feier vermasselt haben. [mehr]

 

In der Nacht zum 29. Oktober 2006 ist in Frankfurt am Main der jüdische Kommunist und Antifaschist Peter Gingold verstorben. Es sei hier auf einen Nachruf von Tjark Kunstreich [mehr] und ein Interview, das derselbe Autor vor einigen Jahren mit Peter Gingold geführt hat, hingewiesen. [mehr]

 

9. November 2006, 19.45 Uhr
Kino Harmonie, Dreieichstr. 54, Frankfurt
Zum Gedenken an die Reichspogromnacht - Premiere des Artur Brauner Films: „Der letzte Zug“. Anschließend Diskussion mit Jochanan Shelliem (Journalist) und Elisabeth Abendroth (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst).
[mehr]

 

Tough Baby - Zur Verfasstheit des nachbürgerlichen Subjekts. Reader mit den Texten zur gleichnamigen Veranstaltungsreihe. [mehr]

 

In antisemitischer Gesellschaft - Ein Reader zweier Veranstaltungsreihen 2005-2006 in Darmstadt, Erlangen und Frankfurt am Main. [mehr]

 

Antisemitismus und Antiamerikanismus auf der Frankfurter Buchmesse 2006. [mehr]

 

The Last Virgin - Ein antisemitisches Theaterstück in Frankfurt. [mehr]

 

“Why live, if you can be buried for ten Dollars?"
Mit Freud - Gesellschaftskritik und Psychoanalyse
Konferenz anlässlich des 150. Geburtstags Sigmund Freuds - 13. - 15. Oktober 2006 in Wien. [mehr]

 

1.) Mi., 04.10.06, 19.30 Uhr, Festsaal im Studierendenhaus, Campus Bockenheim der Universität Frankfurt, Jügelstr. 1.

Klaus Faber/Julius H. Schoeps/Sacha Stawski (Hg.): Neu-alter Judenhass. Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik

Neu-alter Judenhass. Antisemitismus, arabischer-israelischer Konflikt und europäische Politik (Berlin-Brandenburg Verlag). Podiumsveranstaltung mit dem Herausgeber Sacha Stawski & den Autoren Esther Schapira, Georg Hafner, Wahied Wahdat-Hagh, Klaus-Jürgen Scherer & Eldad Beck (angefragt). Moderation: Arno Lustiger. [mehr]  

2.) Do., 05.10.06, 16 Uhr, Haus der Zionistischen Jugend Deutschland in der Falkensteiner Str. 1.

Abrascha und Mr. Cowan. Erinnerungen an Israels Kampf um Unabhängigkeit

Abrascha und Mr. Cowan. Erinnerungen an Israels Kampf um Unabhängigkeit (Conte Verlag). Mit dem Autor Gad Ehrlich (Haifa) Moderation: Yoram Ehrlich. [mehr]

3.) Fr., 06.10.06, 20 Uhr, Café Kurzschlusz der Fachhochschule Frankfurt in der Kleiststr. 5.  

                                                    Islam is lame. Texte gegen die aktuelle Barbarei und ihre linken Freunde (Ca ira Verlag). Mit dem Autor Thomas Maul (Berlin) + anschließender Party! [mehr]

 4.) Sa., 07.10.06.

Hurra, wir kapitulieren!

Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken (Wjs Verlag). Mit dem Autor Henryk Broder (Berlin/ Jerusalem). Moderation: René Pollak. [mehr]

Veranstalter & Unterstützer: Honestly-Concerned, Zionistische Organisation Frankfurt, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen, Zionistische Jugend Deutschland, Prozionistische Linke Frankfurt, Gruppe Morgenthau.

 

 

Aufruf zur aktiven Teilnahme: Iran-Protestaktionen zu Ehren von Paul Spiegel sel.A. während der WM. [mehr]

Am 11. Juni um 15:00 Uhr finden am Jacobsplatz (Innenstadt) in Nürnberg, am 17. Juni um 14:00 Uhr auf dem Opernplatz in Frankfurt und am 21. Juni um 14:00 Uhr am Simsonplatz (vor dem Verwaltungsgericht) in Leipzig Protestkundgebungen gegen das iranische Regime statt.

 

After-Work-Party am Sa., 17. Juni 06, ab 20.00 Uhr - Café Kurzschlusz, FH Frankfurt, Kleiststr. 5  [mehr] 

Demonstration: Solidarität mit Israel! - Fr., 16. Juni 06, 18.00 Uhr, Merianplatz (U4) FfM. [mehr]

 

 

Dienstag, 25.04.06 -  Antisemitische Beschimpfungen am Mahnmal Börneplatz in Frankfurt. [mehr]   

Monday, 17.04.06 - Nine killed in Tel Aviv suicide bombing. [more]
 

 

Veranstaltung mit dem Autor Stephan Grigat (Wien/ Tel Aviv) zur Buchveröffentlichung: "Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus". Di., 04.04.06, 20 Uhr im Café Kurzschlusz der FH Frankfurt, Kleiststr. 5. [mehr]   

Dossier "Israels Freiheit - Zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Zionismus" von Stephan Grigat in der Jungle World vom 01.02.06. [mehr]                                                            

 

Thursday, 30.03.06 - Four Israelis were killed near the West Bank community of Kedumim. [more]

 

"Aufruf der Elf": Einreiseverbot für Mahmud Ahmadinedjad! [mehr] 

Petition - No entry to Germany for Ahmadinedschad [more]

Bar Iran's president from attending world cup - Sign the Simon Wiesenthal Center's urgent action petition [more]

Schließt den Iran aus! Wir, die Unterzeichner dieser Petition, fordern den Ausschluss des Irans von der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. [mehr]

Exclude Iran! We, the signatories of this petition, demand the exclusion of Iran from the FIFA Worldcup 2006 in Germany. [more]

Exclusez l’Iran! Nous, les signataires de cette petition, exigeons l‘exclusion de l‘Iran du championnat du monde 2006 en Allemagne. [plus]

 

Offener Brief des Vorsitzenden der DIG Berlin an den Direktor der Frankfurter Buchmesse mit der Forderung, die Beteiligung an der Teheraner Buchmesse abzusagen. [mehr]

 

Allumez une bougie à la mémoire de Ilan Halimi. [plus]

Parce qu'il était juif...

Torturé à mort!

Victime de l'antisémitisme en Europe!

Assasiné à Paris!

Ilan Halimi (23)

Mobilisation en hommage à Ilan Halimi le 26 février à Paris. [plus]

 

Kritik der einfachen Gedankenproduktion - Text der Frankfurter Gruppe Morgenthau zur "Opernball-Demonstration" am 25.02. in Frankfurt. [mehr]

...eine Portion Wahn beigemischt. Konformistische Rebellen im Kampf gegen den Opernball - Text der Marburger Gruppe AAE gegen die Proteste gegen den Opernball in Frankfurt. [mehr]

Luxus für alle oder alle gegen den Opernball? - Text der Göttinger Gruppe Aktion & Kritik gegen die Unterstützung der Demonstration gegen den Opernball. [mehr]

The Antifa Chainsaw Massacre - Ein Nachtrag der Hamburger Gruppe bad weather zur Antifadebatte '05 in der Zeitschrift Phase 2. [mehr]

 

Strafverfahren eröffnet - Sperrung der Website aufgehoben:
Zweite Presseerklärung der Georg-Weerth-Gesellschaft Köln zu den Repressionen wegen der satirischen Darstellung des „Propheten“ Mohammed (15. Februar 2006).
[mehr]

Zusammenarbeit von deutschen Staatsorganen und radikalen Moslems: Erste Presseerklärung der Georg-Weerth-Gesellschaft Köln anlässlich staatlicher Repressionen wegen satirischer Darstellung des „Propheten" Mohammed (13. Februar 2006). [mehr]

 

Presseerklärung und -spiegel von  Honestly-Concerned: Zum Urteil Broder vs. Melzer in erster Instanz [mehr] und zur Pressekonferenz von Melzer, Meyer und Neudeck in Frankfurt. [mehr]

Abi allein zu Haus - von Henryk M. Broder: Mein alter Freund Abi Melzer, der größte Verleger aller Zeiten (GRÖVAZ), hatte für den 20.1. zu einer antizionistischen Freak-Show mit seinen beiden Starautoren Rupert Neudeck (Grünhelme e.V.) und Hajo Meyer (Eine andere jüdische Stimme) eingeladen. [mehr]

Persönlicher Aufruf von Dr.h.c. Arno Lustiger: Gegen die Veranstaltung von Hajo Meyer, Rupert Neudeck und Abraham Melzer am 20.01.2006 in Frankfurt zu protestieren. [mehr]

Wer ist Antisemit? Henryk M. Broder und Hajo Meyer vor Gericht - von Hannes Stein: Es wird mit einem Gerichtstermin enden, begonnen aber hatte es mit einer Veranstaltung an der Universität Leipzig im September 2005. [mehr]

Der Streit mit Henryk Broder zeigt: Hajo Meyer verkörpert den aktuellen jüdischen Selbsthaß - von Leon de Winter: Von wem stammt das folgende Zitat? [mehr]

 

 

Frankfurter Zustände: Die FH und der Kampf gegen das Böse. [mehr]   

 

Text der Frankfurter Uni Gruppe Sinistra: Übergriff auf eine Person mit Israel-Fahne auf einer Demonstration in Darmstadt im Dezember 2005. [mehr] 

Text der Frankfurter Gruppe 8. Mai: Einige Fälle von linken Antisemitismus u.a. der Frankfurter Linkspartei-Funktionärin Elisabeth Schneider und dem Anführer der Frankfurter Anti-Nazi-Koordination Pfarrer Stoodt. [mehr]  

 

 




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Mittwoch, 19. 10., 20.00 Uhr

Café KoZ, Uni Frankfurt, Jügelstr. 1

Der ganze Südosten ist unser Hinterland
Deutsche Südosteuropapläne von 1840 bis 1945

Mit dem Autor Klaus Thörner (Oldenburg)

Donnerstag, 20. 10., 19.30 Uhr

Jüdisches Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15

Der ewige Antisemit –
Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls

Mit dem Autor Henryk M. Broder (Berlin/Jerusalem)

Freitag, 21. 10., 20.00 Uhr

Café Kurzschlusz, FH Frankfurt, Kleiststr. 5

„Insel der Aufklärung – Israel im Kontext“

Mit der Herausgeberin Alexandra Kurth (Giessen)

Samstag, 22.10., 20.00 Uhr

Café Kurzschlusz, FH Frankfurt, Kleiststr. 5

„Kritik und Parteilichkeit – Über die Zukunft der Israelsolidarität“

Mit dem Bahamas-Redakteur Justus Wertmüller (Berlin)

Anschließend: Party (der Erlös geht in den Druck des Readers der Veranstaltungsreihe Tough baby)

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Protest gegen den Filmstart von Paradise now

am Do., 29.09., ab 19.30 vorm Berger Kino in Frankfurt

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Vernichtung als Kunst – Das Selbstopfer als Erlösung
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Donnerstag, 15.09.05, 20.00 Uhr, Café Kurzschlusz, Kleiststr. 5, FH Frankfurt.


Antisemitismus von links - Alte und neue Israelfeindschaft in der Linken.
Buchvorstellung mit Thomas Haury (Freiburg) und Lutz Eichler (Frankfurt).

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Freitag, 10.06.05, 20.00 Uhr
, Café Kurzschlusz, Kleiststr. 5, FH Frankfurt.



Vortrag und Diskussion mit Thomas Becker (Bielefeld) und Bastian Assion (Köln): Der Iran und der Kampf seiner Bevölkerung für demokratische Verhältnisse.
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Mi. 20.04.05, 20.00 Uhr, Café Kurzschlusz der FH Frankfurt, Kleiststr. 5


Presseerklärung des Bündnis Regime change Frankfurt und der Zionistischen Organisation Frankfurt zum "Wirtschaftstag Iran" der IHK

 

 

"Kein Al-Quds-Tag in Frankfurt!" - Kundgebung am Hauptbahnhofsvorplatz, 11.07.15, 14.45 Uhr. [mehr]  


"Israelhass - ein Bildungsangebot der GEW Hessen"
- Ein offener Brief des BgA-Kassel an die GEW Hessen, 18.05.15. [mehr]


"Reflexivität und Erkenntnis" -
Vortragsreihe der Frankfurter Assoziation für psychoanalytisch-reflexive Sozialpsychologie an der Universität Frankfurt vom 06.05.15 - 15.07.15. [mehr]


"Gerettet, aber nicht befreit?"
- 3. Tagung Szenisches Erinnern der Shoah an der Fachhochschule Frankfurt, 08./09.05.15. [mehr]


"Israel-Tag"
- Hauptwache, Frankfurt, 28.04.15, 12 Uhr. [mehr]


"Gedenkveranstaltung zu Ehren von Prof. Dr. Aloys Leber"
- Universität Frankfurt, 25.04.15, 13.30 Uhr. [mehr]


"Das Unbehagen in der Zivilisation"
- Bahamas-Konferenz an der Humbolt -Universität Berlin, 06.12.14, 11 Uhr. [mehr]


"Generativität in der Krise"
- Zweite Jahrestagung der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie an der Universität Frankfurt am 05./06.12.14. [mehr]


"
Beratung und Gesprächsführung in kontextuellen Bezügen" - Vortragsreihe des Frankfurter Arbeitskreis für Psychoanalytische Pädagogik vom 28.11.14 - 24.04.15. [mehr]


"40 Jahre Freie Schule Frankfurt"
- Ringvorlesung an der Universität Frankfurt vom 21.11.14 - 06.03.15. [mehr]


"Elemente des Antisemitismus" - Veranstaltungsreihe an der Universität Frankfurt vom 19.11.14 - 04.02.15. [mehr]


"Alfred Sohn-Rethel zur Einführung"
- Vortrag und Workshop in Frankfurt am 06./07.11.14. [mehr]


"Warum Israel"
- Veranstaltungsreihe an der Universität Frankfurt vom 08.10.14 bis 12.11.14. [mehr]


"Es gibt kein Menschenrecht auf Israelkritik!" - Demonstration vor der Mensa der Universität Köln, 06.09.14, 15 Uhr. [mehr]


"Stimme erheben! Nie wieder Judenhass!"
- Kundgebung auf dem Römerberg in Frankfurt, 31.08.14, 15 Uhr. [mehr]


"Rechte hat Shylock. Der Jude fast als Bürger in Shakespeares Kaufmann von Venedig"
- Vortrag von Dirk Braunstein im Café KoZ, Mertonstraße 26, Frankfurt, 22.08.14, 19 Uhr. [mehr]


Kundgebung gegen "Free Palestine"-Demonstration
! Veranstalter: Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus, Ort: Marktplatz Gießen, Zeit: 26.07.14, 14 Uhr. [mehr]


"We stand with Israel!" - Zentrale Kundgebung vor der Alten Oper in Frankfurt, 17.07.14, 15 Uhr. [mehr]


Schweigemarsch zum Gedenken an Eyal, Naftali und Gilad! 
Konstablerwache, Frankfurt, 02.07.14, 18 Uhr. [mehr]


"Freud und Adorno"
- Buchvorstellung mit Christine Kirchhoff und Falko Schmieder im Café KoZ, Mertonstraße 26, Frankfurt, 02.07.14, 18 Uhr.  [mehr]


"Darum negative Dialektik"
- Buchvorstellung mit dem Autor Thomas Maul im Café KoZ, Mertonstraße 26, Frankfurt, 23.06.14, 19 Uhr. [mehr]


"Anfänge der Dialektik in Marx Kritik der politischen Ökonomie"
- Zweitägiger Workshop mit Hans-Georg Backhaus, Frankfurt, 21./22.06.14. [mehr]


"Bring back our boys" - Flashmob am Nibelungenplatz, Frankfurt, 20.06.14, 14 Uhr. [mehr]


"Flagge zeigen gegen Antisemitismus" - Flashmob an der Hauptwache, Frankfurt, 02.06.14, 18.30 Uhr. [mehr]


"Israel-Tag 2014"
- Börsenplatz, Frankfurt, 14.05.14, 12.00 - 18.30 Uhr. [mehr]


"Der 'Arabische Frühling' und das iranische Regime"
- Vortrag mit Stephan Grigat im Café KoZ, Mertonstraße 26, Frankfurt, 24.02.14. [mehr] 


Jahrestagung der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie,
Studierendenhaus der Universität Frankfurt, 13./14.12.13. [mehr]


 "Outsourcing des Staates. Direkte Demokratie als permanente Mobilmachung."
- Vortrag mit Clemens, 06.12.13. [mehr]


"Neue Störungsbilder - Mythos oder Realität."
- Fachtagung des Frankfurter Arbeitskreises für Psychoanalytische Pädagogik, Universität Frankfurt, 16.11.13. [mehr]


"Elemente des Antisemitismus" - Transdisziplinäre Veranstaltungsreihe vom 04.11.13 - 12.02.14 an der Universität Frankfurt. [mehr]


"Adolf Hitler, der unmittelbare allgemeine Deutsche. Über die barbarische Dialektik der Souveränität."
- Vortrag mit Joachim Bruhn, 24.10.13. [mehr]


Gegenuni: Theorie Praxis Party- Institut für vergleichende Irrelevanz, 10.06.-22.06.13, Universität Frankfurt a. M.
[mehr]


Israel-Tag - Di., 07.05.13, 12-18.30 Uhr, Börsenplatz, Frankfurt a. M.!
[mehr]


1. Mai Frankfurt a. M. - Stürmische Zeiten! Naziaufmarsch verhindern - Befreite Gesellschaft erkämpfen!
[mehr]


Keine Bühne für das iranische Regime!
Kein Platz für Antisemiten und die Mörder der iranischen Opposition auf der Buchmesse!

Mi., 10.10.12, Ludwig-Ehrhard-Anlage (gegenüber Messe City-Eingang), Infotisch: 8:30-16:00 Uhr, Kundgebung: 13:00
Veranstalter: STOP THE BOMB
Unterstützer: Prozionistische Linke u.a. [mehr]



Butler rennt - Text von Matthias Küntzel, 13.09.12 [mehr].

"
Kein Adorno-Preis für Judith Butler" - Video-Aufzeichnung der Kundgebung am 11.09.12 vor der Frankfurter Pauslkirche [mehr].

Hinter dem Ruf nach kommunikativer Verständigung verschanzen sich die Vollidioten
- Redebeitrag der Gruppe Morgenthau auf der Kundgebung "Kein Adorno-Preis für Judith Butler" am 11.09.12 [mehr].

Judith Butler und der neue antijüdische Diskurs - Redebeitrag von Matthias Küntzel auf der Kundgebung "Kein Adorno-Preis für Judith Butler" am 11.09.12 [mehr]
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Hat sich Butler neu positioniert? - Text von Matthias Küntzel, 07.09.12 [mehr].

Kein Objekt nirgends. Judith Butler, Adorno und Israel - Text von Alex Gruber und Tjark Kunstreich in der Jungle World, 06.09.12 [mehr].

Ein schlechter Scherz: Adorno, Butler & der Zionismus - Text von Stephan Grigat zur Preisverleihung an Judith Butler, 31.08.12 [mehr].

Judith Butler, the Adorno Prize and the Moral State of the "Global Left"
- Reflections from Richard Landis, member of SPME, 31.08.12 [more].  

SPME zur Erwiderung von Judith Butler auf die SPME-Erklärung
, 31.08.12 [mehr].

SPME-Erklärung zur Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler
, 14.08.12  [mehr].

Kalkulierte Kränkung - Zur Verleihung des Adornopreises an Judith Butler
- Text der Association Antiallemande Berlin, 08.08.12 [mehr].

Never mind the Adorno, here's the Judith Butler
- Text der Gruppe Morgenthau, 08.08.12 [mehr].

Queer gegen Adorno und Israel, Adorno Preisträger unter sich, Micha Brumlik und die Adorno Preisträgerin und Adorno Preis für Hamas Fan - Thomas von der Osten-Sacken auf dem Jungleblog zur Adorno-Preisverleihung an Judith Butler.

Postmoderner Apriorismus
- Zur Anthropologie Judith Butlers von Alex Gruber, 02.11.09 [mehr].

Ethos und Gewalt - Magnus Klaue in der Zeitschrift Konkret 12/03 [mehr].



"Hisbollah – Geschichte und Gegenwart der Partei Gottes"- Mi., 18.07., 19 Uhr
, Vortrag von Jonathan Weckerle (Berlin) im Café Kurzschlusz, Gebäude 5 der Fachhochschule Frankfurt, Nibelungenplatz  1.

Die Hisbollah wurde Anfang der 80er Jahre im Libanon während des libanesischen Bürgerkriegs und des israelischen Libanonkriegs gegründet.  Sie ist der bislang einzig erfolgreiche "Export" der islamischen  Republik Iran, als deren verlängerter Arm im Kampf gegen Israel und den
Westen die weltweit agiert. Sie hat für islamistische Organisationen immer wieder Maßstäbe gesetzt. Ihr Generalsekretär Hassan Nasrallah war lange der populärste Führer im Nahen Osten, über den Hisbollah-Fernsehsender Al-Manar werden seine Reden weltweit ausgestrahlt. Doch auch die „Partei Gottes“ wurde durch die Umbrüche in  der arabischen Welt erschüttert, wo plötzlich die Bilder und Fahnen  Nasrallahs, Assads und der Islamischen Republik Iran brannten. Dabei hat  Hisbollah sich nicht gewandelt, sondern im Gegenteil die mörderische und selbstdestruktive Dynamik des "Widerstands" gegen Israel konsequent weiterverfolgt. Die „Befreiungsbewegung“ ist dadurch selbst zur größten Gefahr für den Libanon geworden, die oft prognostizierte demokratische Integration der Islamisten ist vollkommen gescheitert, und der nächste Krieg mit Israel mit noch viel größeren Verwüstungen als 2006 wird nicht zuletzt durch die Krise um das iranische Atomprogramm immer wahrscheinlicher.

Jonathan Weckerle ist Politikwissenschaftler und Autor aus Berlin. Er ist Sprecher der Kampagne STOP THE BOMB, Mitglied im Mideast Freedom Forum Berlin und schreibt u.a. für Konkret, Jungle World, Tagesspiegel, Iz3W und Phase2.

Veranstalter_innen: Jugendpresse Hessen, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen, Prozionistische Linke Frankfurt & Honestly-Concerned.


"Eskalation in Nahost?- Israels Sicherheit in einer Region im Umbruch" - Do., 21.06., 18 Uhr, Vortrag von Dr. Dan Schueftan (Haifa) in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Westendstraße 43. Veranstalter: DIG Frankfurt, Mideast Freedom Forum Berlin, Prozionistische Linke Frankfurt und Zionistische Organisation Frankfurt. [mehr]

Die Revolte der Enthemmten
- Konferenz der Redaktion Bahamas am 25./26.05. in Berlin. [mehr]

Israeltag 2012
- Mo., 14.04., 13.00 - 18.30 Uhr am Börsenplatz 4 in Frankfurt a. M. [mehr]

"Frieden durch Sicherheit - Sicherheit durch Frieden"
- 2. Deutscher Israel-Kongress im Congress Center, Ludwig-Erhard-Anlage 1, Frankfurt a. M. am 22./23.10.11. [mehr]





"Die Kunst der Freiheit. Autonomie und Engagement nach Sartre und Adorno" -
Konferenz der Sonntagsgesellschaft im Institut Francais de Vienne und der Volkshochschule Hietzing in Wien vom 30.09.-02.10.11. [mehr] 

"Ein denkwürdiger Geburtstag: Gilad wird 25"
- Kundgebung der Pro-Israel-Initiative "Never again" auf dem Maria-Rubens-Platz in Siegen am So., 28.08.11, 15 Uhr. [mehr]

"Die Bedeutung des Staates Israel für die jüdische Diaspora"
- Vortrag von Dr. Shear-Yashuv aus Jerusalem am IG Farben Campus der Universität Frankfurt, Hörsaalzentrum HZ 4, Mo., 27.06.11, 20 Uhr. Veranstaltung der Zionistischen Organisation Frankfurt mit Unterstützung der Initiative Studierender am IG Farben Campus und der Prozionistischen Linken Frankfurt.

Israel-Tag 2011
- Fest der DIG Frankfurt auf dem Rossmarkt in Frankfurt am Di., 10.05.11, ab 12 Uhr. [mehr]

"Keine Geschäfte mit den iranischen Mullahs"
- Kundgebung der Initiative "Never again" und der Kampagne "Stop the bomb" vor der Firma Bergrohr in der Siegstraße 70 in Siegen-Weidenau am Sa., 22.01.11, 14 Uhr. [mehr]

"Auf den Abi gekommen"
- Floris Biskamp auf der Achse des Guten zu einer Veranstaltung der GEW am 25.11.10. mit Abraham Melzer in Frankfurt, 24.11.10. [mehr]

"Die Schande des 09.11. in Frankfurt"
- Ein Teilnehmer berichtet, Henryk M. Broder antwortet. Text auf die Jüdische vom 11.11.10. [mehr]

"Selbstgespräch mit Kronzeuge" - Text von Lizas Welt zur Einladung von Alfred Grosser als Redner zur Gedenkveranstaltung zum 9. November in die Frankfurter Paulskirche, 06.11.10. [mehr]


"Freidenker auf Linie" - Claudio Casula auf dem Blog Spirit of Entebbe zum offenen Brief des Deutschen Freidenker Verbandes an die Teilnehmer des Israelkongresses, 25.11.10. [mehr]
 
Presse über den Israelkongress.
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So., 31.10.10, 12 Uhr: 1. Deutscher Israelkongress. Ort: Saalbau Titus-Forum, Walter-Möller-Platz 2, Frankfurt. [mehr]

Eight year of Wiesenthal Center chasing hate from Frankfurt book fair. [more]

"Solidarität für Gaza-Gefangene. Pro-Israel-Aktivisten erinnern an das Schicksal von Gilad Shalit." Artikel aus der Frankfurter Rundschau vom 02.09.10. [mehr]

Do., 29.07.10, 13.30 Uhr: Demonstration für Gilad Shalit! Ort: Vor den Büros des Internationalen Roten Kreuzes in der Mendelsohnstraße 78 in Frankfurt. [mehr]

"Solidarität mit Israel - Linke Gruppen demonstrieren gegen die Gaza-Flottille." Artikel aus der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung vom  24.06.10. [mehr]  

Di., 29.06.10, 20 Uhr: Der deutsch-europäische Antiimperialismus, die "Junge Welt" und die Islamische Republik Iran - Vortrag  von Danyal (Hamburg) vom Blog Cosmoproletarian Solidarity organisiert von der Antideutschen Koalition Rhein/Main im IvI, Kettenhofweg 130, Frankfurt. [mehr]

                                                       
Sa., 19.06.10, 19 Uhr: "Nichts gelernt und nichts vergessen - Geschichte und Zukunft des Antizionismus in Deutschland"  Vortrag und Diskussion mit Joachim Bruhn (Initiative Sozialistisches Forum) im Institut für vergleichende Irrelevanz, Kettenhofweg 130, Frankfurt am Vorabend der Demonstration "Antisemitismus ist keine Kreuzfahrt"

Irgendwann zwischen der Wannsee-Konferenz und der Gründung Israels verliert der Hass auf die Juden jedwede Geschichte. Danach gab es keine Antisemiten mehr: weil alle es sind. Der Antisemitismus wird zum logischen wie zum historischen Apriori, zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins der Deutschen. Was immer sich seitdem auch ereignet hat – es spiegelt den prinzipiellen Stillstand der Geschichte, den Bann, die Angstlust der erpreßten Versöhnung. So findet auch der Hass auf die Juden, egal, ob antisemitisch oder antizionistisch ausgebrüllt, keine neuen Worte mehr, sondern gehorcht einem manischen Wiederholungszwang, dessen Vokabular in den Werken Adolf Hitlers gesammelt vorliegt. Es ist sein "Politisches Testament" vom 29. April 1945, das seitdem abgearbeitet wird, sein letzter Wille, dem "internationalen Judentum und seinen Helfern" den totalen Krieg zu erklären und dafür immer wieder aufs Neue im deutschen Staat die so klassenübergreifende wie die Klassen in sich aufhebende Volksgemeinschaft zu verschweißen, d.h. das Mordkollektiv, das in erlogener präventiver Notwehr dagegen sich erheben solle, daß "die Völker Europas wieder nur als Aktienpakete dieser internationalen Geld- und Finanzverschwörer angesehen werden". 1989, als die Wiedervereinigung der Antisemiten (BRD), die genötigt worden waren, mit Israel sich zu arrangieren, mit den Antizionisten (DDR), denen es nur erlaubt war, die Juden in Form der "Zionisten" zu hassen, unvermeidlich wurde, waren alle formellen Bedingungen der deutschen Souveränität wiederhergestellt, die es möglich machen, Hitlers Testament doch noch zu vollstrecken, d.h. die HaShoah durch ihre Vollendung, Überbietung und restlose Vollstreckung an Israel ungeschehen zu machen: Der Rechtsnachfolger rüstet sich auf, der Gesellschaftsnachfolger zu sein. Denn erst der Tag, an dem es die Juden, außer in Geschichtsbüchern, niemals gegeben haben wird, wird der Tag der vollendeten "Deutschen Revolution" (Goebbels) gewesen sein. So trifft das paradoxe Resümee jetzt erst zu, das Eric Voegelin 1964 aus dem Verhältnis der Deutschen zu Hitler zog: "Nichts gelernt und nichts vergessen." Es ist diese irrsinnig redundante, penetrante Permanenz des Nullpunkts materialistischer Aufklärung, in dem der Wiederholungszwang sich breitmacht. – Es spricht Joachim Bruhn (Freiburg), Co-Autor u.a. des Buches der Initiative Sozialistisches Forum "Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten. Israel und die linksdeutsche Ideologie"


So., 13.06.10, 14 Uhr: Fairplay für Israel! - Für Wahrheit und Solidarität!
- Kundgebung auf dem Roncalliplatz mit anschließender Demonstration durch die Kölner Innenstadt. Die Jüdische Gemeinde Frankfurt organisiert Busse, die um ca. 11.30 Uhr in Frankfurt losfahren werden. Interessierte wenden sich bitte an: mailto@jg-ffm.de [mehr]

Sa., 12.06.10, 14 Uhr: Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und Hamas! - Solidarität mit Israel ! - Kundgebung vor dem Karl-Liebknecht-Haus, Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin-Mitte. [mehr]





Studieren nach Auschwitz - Universität und Nationalsozialismus:
Veranstaltungsreihe der Initiative Studierender am IG Farben Campus. [mehr]

Di., 18.05.10, 19 Uhr:
Zeit zum Handeln - die iranische Bedrohung, Israel und Europa -
Vortrag von Jörg Rensmann (Berlin) organisiert von der DIG Frankfurt und Honestly-Concerned im Saalbau Bockenheim, Schwälmer Str. 28 in Frankfurt a. M. [mehr]    

Fr., 14.05.10,  11 - 17 Uhr:
Israel-Tag -
Feier von DIG, Honestly-Concerned, Junge Zionisten, Maccabi, Vereinte Israelaktion und WIZO zum Unabhängigkeitstag des Staates Israel auf der Konstablerwache in Frankfurt a. M. [mehr]

Mo., 26.04.10, 19.30 Uhr:
Pourquoi Israel -
Filmvorführung des Claude Lanzmann Filmes durch das AntiFaRaDis-Referat des AStA der Uni Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Café KoZ und dem Fritz-Bauer-Institut im Café KoZ/Festsaal im Studierendenhaus der Uni Frankfurt. [mehr]

Di., 23.02.10, 19 Uhr:
Down with Islamic Fascism!
- Diskussionsveranstaltung der Antideutschen Koalition Rhein/Main mit Fathiyeh Naghibzadeh (Berlin) und Jörg Finkenberger (Würzburg) im Café 1 der FH Frankfurt. [mehr]    






"Der Professor und sein Prophet" - Text von Henryk M. Broder zu Micha Brumlik und Avraham Burg, 15.11.09 [mehr]

"Hitler hat gewonnen" - Text der Gruppe Morgenthau zur Veranstaltung vom Fritz Bauer-Institut mit Avraham Burg, 05.11.09 [mehr]

   


"Wann ist ein Jude Semit?" - Um den vor sich hin dümpelnden Club Voltaire in Frankfurt entwickelt sich ein kleiner Skandal, Kommentar von Thomas von der Osten-Sacken, 08.10.09 [mehr]

"Der Sound des deutschen Schweinestalls" - Text der Antideutschen Koalition Rhein/Main, 01.08.09 [mehr] 

"Worte ohne Antifa" - Text der Gruppe Morgenthau, 23.07.09  [mehr]

Mi., 01.07.09: "Zusammenstoß der Zivilisationen - Iran und die westliche Welt zwischen 1978 und 2007" Zwei Veranstaltungen mit Dr. Ronen Bergman, israelischer Journalist und Buchautor von "The Secret War with Iran": Um 14 Uhr Gespräch im Haus der ZJD, Falkensteiner Str. 1 organisiert vom Jüdischen Jugend- und Studentenverband Hessen und der Prozionistischen Linken Frankfurt und um 19 Uhr Vortrag im Saalbau Bornheim, Arnsburger Str. 24 organisiert von der Initiative Honestly-Concerned und der Frankfurter Arbeitsgemeinschaft der DIG.

 FREE IRAN NOW!


Do., 07.05.09, von 11 bis 18 Uhr: Infostand zum Yom Haatzmaut, dem israelischen Unabhängigkeitstag, auf der Frankfurter Zeil 
(am westlichen Ausgang der U-Bahn - Station Konstablerwache). Offizielles Thema für den diesjährigen Israel-Tag ist der 100. Geburtstag Tel Avivs, der Partnerstadt Frankfurts. Veranstalter ist die Frankfurter Arbeitsgemeinschaft der DIG.   

RALLY AT DURBAN II IN SUPPORT OF ISRAEL
“Israel Wants Peace” - Geneva, Wednesday, 22 April 2009 [more]

"Emanzipation in der politischen Bildung - Theorien, Konzepte, Möglichkeiten" - Buchvorstellung mit Janne Mende und Stefan Müller am Mi., 08.04.09, 20 Uhr, Café 1, Gebäude 1 der FH Frankfurt. [mehr]

"Das Schweigen brechen" - Öffentliche Versammlung zur Untersuchung des LaRouche-Netzwerks am Fr., 27.03.09, 11 Uhr, Konferenzraum: Bach des Crowne Plaza, Bahnhofstr. 10, Wiesbaden [mehr]



MFFB



 Fr., 06.03.09, 19.30 Uhr im Café Kurzschlusz der FH Frankfurt, Kleiststr. 5:  
Der Staat des Grundgesetzes
Über das Verhältnis von Kapital und Souveränität in Deutschland
Vortrag und Diskussion mit
Joachim Bruhn
(Initiative Sozialistisches Forum, Freiburg)

Artikel 20 des Grundgesetzes bestimmt: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Die Frage, wo sie denn aber hingehe, ist genau so deutsch wie das Grundgesetz selber. Wenn das, was in Deutschland als links auftrumpft, die Auffassung vertritt, es gelte, so Oskar Lafontaine, eine „Politik für alle“ zu erkämpfen, d.h. das, was seit den Tagen der Agitation Ferdinand Lassalles für den „Volksstaat“ als Demokratisierung sattsam bekannt ist, dann kommt die Ideologie der Politik an ihr Ende: die unbedingte Einheit von Bürger und Staat bekennt sich in der Idee, die Souveränität sei das Instrument der gesellschaftlichen Selbstverwirklichung und das System des Befehlens und Gehorchens wäre, nur recht auf Gemeinwohl getrimmt, die Freiheit schon selbst. Die marxsche „Kritik der politischen Ökonomie“ dagegen tritt auf als Kritik, die von Anfang an die Einheit von Ökonomie und Politik, von Basis und Überbau, von Kapital und Souveränität darstellt: in der Form der Kritik. Alle Kategorien dieser Kritik sind ökonomisch und politisch zugleich. Insofern sie aus der vermittelten Identität von Ausbeutung und Herrschaft entspringen, gilt die Souveränität als nur eine, wenn auch die gegenwärtige Form der „Knechtschaft“ (Marx). Als Kritik, die dem kategorischen Imperativ folgt, die Spaltung der Gattung in die wesentliche und in die überflüssige Menschheit aufzuheben, zielt sie nicht auf die Aufhebung, sondern auf die Abschaffung von Staat und Recht.

Mitveranstalter: Gruppe Morgenthau und Autonome Liste Café Kurzschlusz                       Veranstaltungsflyer

28. Februar 2009
Die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand
Einladung zu einer ideologiekritischen Konferenz am Samstag, den 28. Februar 2009 in Berlin.



Operation Cast Lead     
     


Scheitern als Programm - Warum die Linke es nicht schafft, den Islam zu kritisieren (12. August 2008) Ein Flugblatt - gemeinsam verfasst von der Georg-Weerth-Gesellschaft Köln und der Gruppe Morgenthau aus Frankfurt/M - zur "Anti-Islam-Konferenz" der rassistischen Partei Pro Köln und zu den linken Gegenaktivitäten:
[mehr].

Israel-Tag am 15.05.2008 am Opernplatz in Frankfurt [mehr].

Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Staates Israel am 14.05.2008 in der Frankfurter Paulskirche [mehr].

Veranstaltungen der Jüdischen Gemeinde Frankfurt zu 60 Jahre Israel [mehr].

Neues aus der Problemzone - Warum der Frankfurter Gruppe sinistra! die Solidarität mit toten Juden über alles geht. Text der Gruppe Morgenthau [mehr].

Internationale Konferenz - Die iranische Bedrohung:
Die Islamische Republik, Israels Existenzkampf und die europäischen Reaktionen am
3. und 4. Mai 2008 an der Universität Wien [mehr].

Probleme der Dialektik heute - [mehr].

Der Westen und der iranische Krieg gegen Israel - Konferenz gegen Appeasement & Kollaboration am 25. & 26. Januar 2008 in Berlin an der Humboldt-Universität [mehr]      

Brutalstmögliche Aufklärer - Text der Gruppe Morgenthau zu den Anti-Naziaufmärschen in Frankfurt im Januar 08 [mehr].

 

Artikel von Christoph Schwarz in der Jungle World zur antisemitischen Hetzkampagne gegen Nargess Eskandari-Grünberg und Kurt Grünberg in Frankfurt [mehr].

Kommentar von Stephan Grigat in der Jungle World zum "No way out?" Kongress an der Universität Frankfurt [mehr].

Kommentar von Thomas von der Osten-Sacken auf Wadiblog zu Veranstaltungen mit Shraga Elam und Klaus Fischer im Club Voltaire in Frankfurt [mehr].

Kommentare von Alan Posener auf Apocalypsoblog zu Artikeln von Lorenz Jäger zu den Römerberg-Gesprächen [mehr] und einer Veranstaltung der Autoren Mearsheimer und Walt an der Uni Frankfurt [mehr].


 

Szenische Erinnerung der Shoah - Blickrichtungen, Dissoziation, Reflexion Internationale wissenschaftliche Tagung                            Fr., 16. und Sa., 17. November 2007 Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Grüneburgplatz 1 [mehr]

Vorträge und Veranstaltungen zur Geschichte und Wirkung des Holocaust Wintersemester 2007/08 [mehr]

 

 

Redetexte von Dr. Dieter Graumann [mehr] und Prof. Dr. Salomon Korn [mehr] gehalten zum 9. November in der Frankfurter Paulskirche.

 

 

Niederlage für die Judäophobie - Drei Wochen nach der Berufungsverhandlung sprach das Frankfurter Oberlandesgericht am vergangenen Donnerstag sein Urteil [mehr]

Berufungsverfahren Henryk M. Broder vs. Abraham Melzer:  

Donnerstag, 18.10.07, 11.00 Uhr, Raum 107 am OLG Frankfurt/Main,
Zeil 42 [mehr]
 

 

Wiesenthal Centre's Annual Monitoring Report to Frankfurt Book Fair Director: “Recidivist Hatemongering Publishers Should be Excluded from 2008 Fair” [more]

Wiesenthal Centre to Frankfurt Book Fair Director: "2007 Fair Opens as Homage to Catalonia in the Language of Holocaust Denial" [more]

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Katalanische Pixel-Stürmerei zur Buchmesse oder „Wir sind keine Institution, die den Holocaust leugnet“ - 6. Oktober 2007, von Thomas von der Osten-Sacken [mehr]

 

 

Messerattacke auf Rabbiner weitgehend aufgeklärt
Frankfurt/Main (AP) Eine Woche nach der Messerattacke auf einen Rabbiner der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main ist die Tat weitgehend aufgeklärt. [mehr]

 

 

                                                                     Letter from Berlin: The anti-anti-Zionists. By Benjamin Weinthal. [more]

 

Stop the Academic Boycott of Israel! [mehr]

 

Ralph Giordano hat Recht!
Und: Einige Gründe, gegen den Bau der „Zentralmoschee“ zu sein. Ein Text der Georg-Weerth-Gesellschaft Köln. [mehr]
 

Unten bleiben!                                                                   Warum Kritiker der falschen Gesellschaft beim Gipfelsturm nichts verloren haben. Ein Text des [a:ka] Göttingen. [mehr]

 

Vorträge und Veranstaltungen zur Geschichte und Wirkung des Holocaust Mai bis September 2007. [mehr]

 

                                      

[more]

 

Jeremiah Duggan died in highly suspicious circumstances on the 27th March, 2003 in Wiesbaden, Germany. He was 22 years old. He decided to attend what he thought was an anti-war conference held by the Schiller Institute. This is a front group for the Lyndon LaRouche political organization. [more]

 

 

Pressemitteilung: Prof. Dr. h. c. Arno Lustiger fordert Bericht der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung. [mehr]

Friedman! In eigener Sache: Die Gesellschaft scheint durchdrungen von faschistischem Gedankengut. Dass sich unter seinen Personenschützern Nazis befanden, überrascht Friedman daher nicht besonders. Ein Kommentar über vermeintliche Gutmenschen und die Justiz. [mehr]

 

Is there still room for debate? My experience with the University of Leeds. By Matthias Küntzel. [more]

 

SPME members asked to protest last minute cancellation of Matthias Küntzel's invited talk and two-day workshop on "Hitler's legacy: Islamic anti-semitism in the Middle East" at Leeds university, UK. [more]

 

 

 

 

 

Presseerklärung und Solidaritätsadresse des American Jewish Committee nach Anschlag auf jüdische Kita in Berlin. [mehr]

 

 

Spendenaufruf der Amadeu Antonio Stiftung für die vom Anschlag betroffene Kita. [mehr]

 

 

 

 

David Goldner wurde wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen am 10.01.07 vom Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen zu 60 Tagessätzen á 10 Euro verurteilt. [mehr] Er geht in Revision und bittet dringend um Spenden für die Prozesskosten. Diese können unter dem Stichwort Prozesskosten Garmisch-Partenkirchen auf folgendes Konto überwiesen werden:
ISF e.V., Konto-Nr. 2260 45-756, Postbank Karlsruhe, BLZ 660 100 75

 

 

 

Veranstaltungen zur Geschichte und Wirkung des Holocaust - Oktober 2006 bis Februar 2007 in Frankfurt am Main. [mehr]

 


 

Bundesweite Demonstration für Israel
Sonntag, 28. Januar 07, 15.00 Uhr, Berlin.
[mehr]

 

 

 

A Petition To The United Nations and Governments of Good Will to Institute Sanctions Against Iran Following Genocidal Calls Against Israel At Iran's Holocaust Denying Conference. [more]

 

Subliminal & The Shadow - Tikva (Hope):

 

 

 

Our partner in Israel: The Tel Aviv University Student Union

 

 

 

Solidarität mit den kriminalisierten israel-solidarischen Antifas aus Saarbrücken. [mehr]

Saarbrücker Szenen - Kommentar der Redaktion CCP vom 04.11.06 zu antisemitischer Gewalt und staatlichem Wahnsinn in der  saarländischen Landeshauptstadt. [mehr]

 

Das Odeur der Politologik - Lizas Welt zum "Manifest der 25" aus der Frankfurter Rundschau vom 15.11.06. [mehr]

Endlich Israel kritisieren? -  Michael Wolffsohn zum "Manifest der 25". [mehr]                                                                        

Ahmadineschads fünfte Kolonne - Walter Schmidt (Gastautor auf Achgut) zum "Manifest der 25". [mehr]

 


9. November 2006, 18.30

Zirkusgasse/ Ecke Schmelzgasse, 2. Bezirk, Wien
Kundgebung: Niemals Vergessen! 
Gegen Antisemitismus und Faschismus! 
Gegen den antizionistischen Konsens! 
Solidarität mit Israel! [mehr]

 

 

 

 

Aufruf zur Protestkundgebung gegen den internationalen Al Quds-Tag am 21. Oktober 2006 in Berlin. [mehr]  
 

 

We are democrats and progressives. We propose here a fresh political alignment. Many of us belong to the Left, but the principles that we set out are not exclusive. [more]

 

 

 

Amerika, dich haßt sich´s besser - Antiamerikanismus und Antisemitismus in Europa. Vortrag von Andrei Markovits (University of Michigan). Einleitung und Moderation Les Croquembouches. Veranstaltet vom Jüdischen Jugend- und Studentenverband Hessen und der Prozionistischen Linken Frankfurt. Do., 15.06., 20 Uhr - Café Kurzschlusz der FH Frankfurt in der Kleiststr. 5.

[mehr] 

 

 

 

Ten german bombers mp3-download: 

 

Manifesto: Together facing the new totalitarianism - Læs mainfestet som Salman Rushdie og 11 andre europæiske intellektuelle har skrevet, hvori de advarer mod islamisk totalitarisme. [mehr]

Online Unterstützung des Manifesto. [mehr]

 

Das befreiende Gelächter über das Allerheiligste - Text der Redaktion Bahamas. [mehr]

 

Mi., 09.11., 17.00h           Kundgebung vor der Paulskirche in Frankfurt  zum Gedenken an die Reichspogromnacht und anlässlich der Aussagen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad [mehr]

 

Di., 10.05., 20 Uhr
Buchvorstellung Ilka Schröder und Sebastian Bischoff (beide Berlin) "Weltmacht Europa - Hauptstadt Berlin?"
BCN-Café der FH Frankfurt am Nibelungenplatz

 

Di., 23.11.04, 20.45Uhr
Champions-League-Gruppenspiel
FC Bayern München gegen

Maccabi Tel Aviv
im Olympiastadion
in München
 

Regime Change statt Kritischer Dialog

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Pressespiegel


 

So., 12.12.04
Brunch des Jüdischen Jugend- und Studentenverbandes Hessen

im Café Tower (Eschersheimer Turm) in Frankfurt



Veranstaltung mit Itamar Marcus, Director of Palestinan Media Watch, Israel und Jörg Rensmann, Gruppe Offene Rechnungen, Berlin:

Planting the seeds of the next war: PA Education of Youth - A look at Children's TV and Education in the Palestinian Authority

 

 

Do., 11.11.04, 20.30 Uhr
Jugendzentrum der Jüdischen Gemeinde Frankfurt in der Savignystraße 66
 

 


 

 

 

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Do., 02.12.04

(Newsletter der israelischen Botschaft) - Ein Soldat der israelischen Armee (IDF) ist am Montag ums Leben gekommen, als ein palästinensischer Schmugglertunnel an der Grenze zwischen dem südlichen Gazastreifen und Ägypten in sich zusammenstürzte. Ein weiterer Soldat wurde verletzt. 

 

 

Di., 30.11.04

Gaza (inn) - Ein palästinensisches Gericht hat am Montag einen Vater und seinen Sohn in Gaza zum Tode verurteilt, weil sie Israel beim Versuch geholfen haben, Hamas-Anführer Abdel Asis Rantisi zu töten.

 

Haifa (Maariv) - Several violent confrontations erupted on campus as of late, culminating Monday when Arab students attacked Student Association Chairman Gilad Sharir.

Bocholt (ddp-nrw) - Unbekannte haben in der heutigen Nacht einen jüdischen Friedhof in Bocholt geschändet. Wie die Polizei mitteilte, drangen der oder die Täter in das verschlossene Gelände ein und schmierten mit Farbe nationalsozialistische Schriftzüge und Symbole auf mehrere Grabsteine.

 

 

So., 28.11.04

Wittstock (inforiot) - Der 83-jährige Zeitzeuge Pavel Stránský ist am Mittwoch Opfer rechtsradikaler Pöbeleien geworden, als er in der Wittstocker Gesamtschule über seine Leidens-Odyssee durch drei Konzentrationslager berichten wollte. Während eine Schülerin seinen Vortrag demonstrativ durch laute Worteinwürfe störte und von der Lehrerin des Raumes verwiesen wurde, drang ein anderer Schüler in den Raum ein und schrie den Vortragenden an: „Du bist ein Jude!“

 

 

Fr., 26.11.04

Umm El-Fahm (inn) - Ein Bewohner der arabisch-israelischen Stadt Umm el-Fahm hat kürzlich versucht, einen jüdischen Israeli zu erstechen. Jetzt teilte er der Polizei mit, sein Motiv sei "Hass auf Israel" gewesen.

 

 

Di., 23.11.04

Berlin (Berliner Morgenpost) - Das Denkmal zur Erinnerung an deportierte Juden an der Putlitzbrücke in Tiergarten ist in der Nacht zu gestern von Unbekannten beschmiert worden.

 

 

Fr., 19.11.04

Antwerp (Reuters) - Moshe Yitzchak Naeh, 24, a British Orthodox Jew who lived in Belgium, was shot dead in Antwerp on Thursday amid concern about a rise in anti-Semitism following the stabbing of a Jewish youth in June. The victim, a well-known member of the Jewish community, was shot in the head on his way home from synagogue. He was not robbed, neighbors said.

 

London (Reuters) - Vandals have sprayed swastikas and other Nazi insignia on 15 gravestones at a Jewish cemetery in southern England, police say. They said the anti-Semitic graffiti had appeared on the gravestones in Aldershot, Hampshire, over the past month.
 

Spain (JPost) - Along with the local time and temperature, venomous slogans against Prime Minister Ariel Sharon and Israel appear on the municipal information board in the northern Spanish town of Oleiros. "Let's stop the animal, Sharon the assassin, stop the neo-Nazis," reads the bright-red illuminated sign in the town of a few thousand people located in the Galicia region.
 

 

Di., 16.11.04

San Francisco (cop newsletter) - When the vice president of the College Republican Club at San Francisco State showed up at the student union building to solicit new club members, he found a noisy and menacing mob of over 300 Palestinian, Arab, Muslim and radical leftist students surrounding his club's table being held back by 13 SFSU police officers. Four Palestinian women accused the conservative students of being responsible for the "murder of Palestinian babies." Food was thrown at the Republican college students and drinks poured over the campaign materials.


 

Fr., 12.11.04

Dublin (The Observer) - Gardai are investigating links between an Irish neo-fascist website and an upsurge in anti-semitism in Dublin. Three Jewish sites in the capital were targeted late Thursday night or early Friday morning, with swastikas daubed on a synagogue, a museum and a cemetery.

 

 

Mo., 08.11.04

Berlin-Tiergarten (Berliner Morgenpost) - Unmittelbar vor dem 66. Jahrestag der antisemitischen Pogromnacht in Nazi-Deutschland ist das Denkmal für das einstige Gotteshaus der jüdischen Gemeinde Adass Jisroel am Siegmunds Hof 11 Ziel eines Graffiti-Anschlags geworden. Dabei wurde die Menora - ein künstlerisch gestalteter siebenarmiger Leuchter - mit weißen Namenszeichen verunstaltet.

 

 

Sa., 06.11.04

Newsletter der israelischen Botschaft - Am Freitagmorgen sind zwei palästinensische Kinder, sieben und acht Jahre alt, in Khan Younis getötet worden. Aus palästinensischen Quellen im Gazastreifen war zu hören, dass die beiden Kinder durch israelisches Panzerfeuer starben. Die israelische Armee (IDF) hingegen teilte mit, dass die Kinder durch die Explosion eines palästinensischen Sprengsatzes ums Leben kamen. In der Nacht wurden im Gazastreifen zwei israelische Soldaten durch eine palästinensische Anti-Panzer-Rakete verletzt. Einer erlitt leichte Verletzungen, der zweite Verletzungen mittleren Grades, als er in einem gepanzerten Fahrzeug auf der Philadelphi-Route an der israelisch-ägyptischen Grenze patrouillierte.

 

Eisleben (Hagalil) - Am 6.11. demonstrierten etwa 100 Menschen in der Lutherstadt Eisleben gegen Hartz IV. Sie waren einem Aufruf der NPD gefolgt. Nach der Nazi-Demonstration wurde die ehemalige Synagoge in Eisleben beschädigt.

 

 

Mi., 03.11.04                                                                                                                                              Amsterdam (Standard) - Der niederländische Film-Regisseur und Publizist Theo van Gogh ist am Dienstagmorgen auf einer Straße in Amsterdam durch Stiche und Schüsse tödlich verletzt worden. Der auch mit eigenen TV-Sendungen und durch Islam-kritische Meinungsäußerungen in der Presse bekannt gewordene Filmemacher ist 47 Jahre alt geworden. Der mutmaßliche Täter, ein 26 Jahre alter Amsterdamer mit niederländischer und marokkanischer Staatsbürgerschaft, wurde nach kurzer Verfolgung festgenommen. Vorher verletzte er noch einen Passanten und einen Polizisten durch Schüsse.

 

Jerusalem Post - Two IDF soldiers were lightly wounded when an antitank rocket landed in the parking lot of the Gaza Divisional Headquarters in Gush Katif Wednesday. Two other soldiers suffered light-to-moderate wounds from Palestinian sniper fire in Rafiah Yam in the southern Gaza Strip.

 

 

Di., 02.11.04

Lyon (Independent Online World News) - A cemetery in the Burgundy village of Genlis was defaced with Nazi and anti-Semitic slogans on Monday night - the third such incident in France in recent days, police said on Tuesday.
 

 

Mo., 01.11.04

Ramallah (dpa) - Mindestens vier Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag in Tel Aviv getötet worden. Etwa 30 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, als sich der Selbstmordattentäter auf dem belebten Karmel-Basar im Zentrum der Stadt in die Luft sprengte. Zu dem Anschlag bekannte sich inzwischen die Volksfront zur Befreiung Palästinas.

 

Berlin (ddp-bln) - Unbekannte haben in Wilmersdorf zwei Gedenksteine für ins Konzentrationslager Auschwitz deportierte und dort ermordete Juden gestohlen.

 

Straßburg (AP) - Unbekannte haben in Frankreich erneut einen jüdischen Friedhof geschändet. Sie schmierten Hakenkreuze und «SS»-Runen auf 88 Gräber in der Ortschaft Brumath im Elsass, rund 20 Kilometer nördlich von Straßburg.

 

 

Di., 26.10.04

GAZA (inn) - Ein mutmaßlicher palästinensischer Kollaborateur ist am Samstag in Gaza-Stadt hingerichtet worden. Erstmals bekannte sich die radikal-islamische Hamas zu der Exekution.
 

 

So., 24.10.04

Strasbourg (Guardian) - Nazi slogans deface graves of war heroes - Police in Alsace fail to stop attacks by swastika vandals on Jewish, Muslim and Christian cemeteries.
 

 

Mi., 20.10.04

Kirjat Arba (inn) - Palästinenser haben am Dienstagnachmittag einen israelischen Soldaten im Westjordanland erschossen. Die Al-Aksa Märtyrer-Brigaden bekannten sich zu dem Attentat auf den 22-Jährigen, der sich außerhalb seiner Dienstzeit in einem Zelt eines Militärlagers aufgehalten hatte.
 

 

Mo., 18.10.04

Gaza (inn) - Ein 31-jähriger Palästinenser ist am Samstag in Gaza gehängt worden, nachdem das Zivilgericht der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ihn der "Kollaboration mit Israel" für schuldig befunden hatte. Drei weitere Angeklagte erhielten langjährige Haftstrafen wegen ähnlicher Taten.
 

Aachener- Jülich. Die Unverbesserlichen haben wieder zugeschlagen. Zahlreiche Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof an der Aachener Straße in Jülich sind mit rechtsradikalen Symbolen beschmiert worden. Eine Zeugin hatte die Friedhofsschändung am Freitagabend bemerkt und gleich die Polizei eingeschaltet.

 

 

So., 17.10.04

London (Honestly-Concerned) - A Jewish student union booth at the European Social Forum was vandalized.
 

 

Sa., 16.10.04

Nach 80 Minuten hatte der Schiedsrichter genug. René Temmink unterbrach das Spiel der holländischen Ehrendivision zwischen ADO Den Haag und dem PSV Eindhoven am Samstagabend beim Stand von 0:2. "Das Maß war voll," sagte der Temmink im Anschluss. Die dauerhaften antisemitischen Gesänge der ADO-Fans waren für ihn nicht mehr zu tolerieren. Ein solcher Spielabbruch ist ein bisher einmaliger Fall.

 

Mi., 13.10.04

Frankfurt (Honestly-Concerned) - An einer Mauer, an einem Weg zwischen Goldsteinstrasse und Jugenheimer Strasse, befindet sich ein Davidstern und daneben der Spruch "fuck Juden". Auf der anderen Seite des Weges, an einer anderen Mauer, befindet sich, ein gut sichtbares Hakenkreuz. Einer Anwohnerin wurde von der Polizei gesagt, als sie eine Anzeige wegen Volksverhetzung stellen wollte, dass man in diesem Fall nichts tun könne und dass es in Frankfurt normal sei: "Wenn wir es heute entfernen, ist es morgen wieder dran."
 

 

Mo., 11.10.04

Klagenfurt (APA) - Das vor einem Jahr am Klagenfurter Zentralfriedhof in Annabichl errichtete temporäre Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus wurde von bisher unbekannten Tätern zerstört. 

 

Sa., 09.10.04

Kfar Darom (Israel Today) - Ein thailändischer Gastarbeiter wurde von Terroristen erschossen, als diese in Gewächshäuser der jüdischen Siedlung Kfar Darom im Gazastreifen eindrangen.

 

 

Fr., 08.10.04

Taba/Eilat (inn) - Mindestens 35 Todesopfer und mehr als 120 Verletzte hat eine Serie von Anschlägen am späten Donnerstagabend auf das Hilton-Hotel in Taba und auf das Rote-Meer-Resort Ras a-Satan nahe Nuweiba gefordert.

 

Rafah (inn) - Ein Heckenschütze hat am Freitag im südlichen Gazastreifen das Feuer auf einen palästinensischen Arbeiter eröffnet. Der Palästinenser erlag wenig später seinen Verletzungen.
Nach Angaben von Siedlersprecher Eran Sternberg kamen die Schüsse aus der Autonomiestadt Rafah.

 

 

Do., 07.10.04

Ramalla (inn) - Vermummte Palästinenser haben einen palästinensischen Patienten aus einem Krankenhaus in Ramalla entführt. Anschließend wurde der Palästinenser hingerichtet. Als Begründung hieß es, der Palästinenser habe Land an Juden verkauft. 
 


Mi., 06.10.04

(t-online) - Israelische Kampfflieger eskortieren Maschine nach Zypern - Dritte Drohung innerhalb einer Woche. Ein Lufthansa-Flugzeug ist nach einer Bombendrohung in Zypern notgelandet. Die Maschine war unterwegs nach Tel Aviv, wie israelische Regierungsbeamte am Dienstag mitteilten.

 

 

Sa., 02.10.04

Bremen (Weser-Kurier) - Der Israel-Korrespondent des Weser-Kurier, Ulrich W. Sahm, ist nach eigener Darstellung von einem Demonstranten zu Boden gestürzt worden. Der Vorfall ereignete sich gestern am frühen Abend vor dem Bremer Rathaus, wo Sahms Frau zur Zeit Fotos aus Haifa ausstellt. Parallel dazu hatte sich eine Gruppe von Demonstranten versammelt, um gegen die israelische Besatzungspolitik zu protestieren. Sahm schoss Fotos von den Demonstranten. Einer von ihnen drohte ihm deshalb Schläge an. Als Sahm sich nicht einschüchtern ließ, erhielt er einen Schlag ins Gesicht und stürzte auf die Rathausstufen. Sahm erstattete Strafanzeige.

 

Kiel (Honestly-Concerned) - Ein Flugblattverteiler der Initiative Verteidigt Israel wurde von ca. 10 Personen angegriffen. Die Angreifer zerstörten und entwendeten mehrere Stelltafeln und raubten dem Mitglied der Ini seine restlichen Flugblätter.
 

 

Mi., 29.09.04

Sderot (Honestly-Concerned) - Two Kassam rockets fired from the Jabalya refugee camp landed in the western Negev Israeli town of Sderot. One hit a house, the other landed in the middle of an alley filled with playing children. One rocket killed Yuval Abebeh, 4, and Dorit Aniso, 2, members of the same family. 31 people were wounded, seven with medium or serious injuries.

 

 

Fr., 24.09.04

Neveh Dekalim (Israel Today) - Palästinenser griffen am Freitag früh vom Gazastreifen mit Mörsergranaten den israelischen Ort Neveh Dekalim im Gusch-Katif-Siedlungsblock im Gazastreifen an und töteten dabei die 24-jährige Israelin Tiferet Tratner, als eine der Granaten ihr Haus traf. Eine weitere Mörsergranate ging in der Nähe der Synagoge von Neve Dekalim nieder, wobei ein Einwohner verletzt wurde.

 

Do., 23.09.04                                                                                                                                               Morag (Israel Today) - Donnerstag früh morgens gelang es palästinensischen Terroristen im Nebel des Morgens in die jüdische Enklave Morag im Gazastreifen einzudringen. Bei dem heftigen Schusswechsel kamen 3 Israelis ums Leben.

Jerusalem (Israel Today) - Eine 18-jährige palästinensische Selbstmordterroristin verübte in Jerusalem im nördlichem Stadtteil Giva Zarfatit einen Terroranschlag. Als sie an der menschenvollen Bushaltestelle der Frenchhills-Kreuzung von zwei Sicherheitspolizisten, die sie in Verdacht hatten, nach ihren Papieren gefragt wurde, zündete sie die Bombe in ihrem Rucksack, wodurch sie und die beiden Grenzsoldaten im Alter von 19 und 20 Jahren ums Leben kamen. 16 Israelis wurden relativ leicht verletzt.

Prag (APA/AFP) - Im Nordosten von Tschechien hat ein Unbekannter ein Holocaust-Mahnmal geschändet. Der Täter habe "ein SS-Symbol, einen Galgen und die Inschrift 'Nur ein toter Jude ist ein guter Jude'" auf die Gedenkstätte in Ostrava (Ostrau) geschmiert, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Das Mahnmal sei am Dienstag oder Mittwoch geschändet worden.
 

Oslo (APA/Reuters) - Israel hat die norwegische Hauptstadt Oslo am Donnerstag zum Abbau einer künstlerischen Skulptur aufgefordert, weil das Werk antisemitisch sei. Die rechteckige, drei Meter hohe Arbeit aus Metall steht auf einem Platz im Zentrum der Stadt und heißt "Die Mauer: Fragmente der Geschichte". Auf ihr ist neben dem Wort "Holocaust" das Datum der Resolution der Vereinten Nationen zu lesen, mit der die Staatengemeinschaft 1947 Israel anerkannt hat. Ein abgebildeter Davidstern - das nationale Emblem Israels - ist teilweise mit roter Farbe bedeckt, die offenbar Blut darstellen soll. Auf einer Seite stehen unter anderem die Worte "Ariel Sharon", "Zerstörung", "Vergewaltigung, Morde", "Shatila" und "Sabra".

 

Mi., 22.09.04                                                                                                                                                       Jerusalem (Haaretz). At least two Israelis were killed and some 15 others were wounded Wednesday afternoon in an terror attack at the French Hill neighborhood of northern Jerusalem.

 

Di., 21.09.04                                                                                                                                             Tulkarm (inn) - Am Montagmittag sind zwei Palästinenser wegen angeblicher Zusammenarbeit mit Israel von den Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden erschossen worden. Bei einer der Exekutionen waren mehrere Kinder anwesend, die auf dem Weg von der Schule nach Hause waren. Nach einem Bericht der Nachrichtenagenturen APA und Reuters begannen Jugendliche damit, auf den Leichnam einzutreten.
                                                                                                                                                                         Wien (Hagalil) - Herzlstiege beschmiert - Gedenktafel zertrümmert: Pro-Palästinensischer Vandalismus im Herzen von Wien. Die Herzl-Stiege - sie führt von der Sterngasse hinauf zum Desider-Friedmann-Platz - wurde in der Nacht zum 21. September mit "Stop Zionism Victory for Intifada" beschmiert und die Herzl-Gedenktafel zertrümmert.

Bensheim (Honestly
-Concerned) - An eine Schule in Bensheim wurde der Spruch "Juden raus aus Deutschland. Verpißt euch doch nach Auschwitz!" geschmiert.

 

Di., 14.09.04                                                                                                                                               Kalkilija (inn) - Ein Palästinenser hat sich am Dienstagmorgen neben einer Straßensperre in Samaria in die Luft gesprengt. Dabei wurden zwei israelische Soldaten und zwei Palästinenser verwundet.
 

Berlin (ddp-bln). Ein Holocaust-Mahnmal in Mitte ist in der Nacht zum Samstag von Unbekannten beschmiert worden. Eine Polizeistreife habe die Schmierereien auf der Informationstafel des Mahnmals in der Ebert-/Ecke Behrenstraße entdeckt, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag.

 

 

Do., 09.09.04
Tagesschau - Acht Tote bei Anschlag in Indonesien. Polizei macht Jemaah Islamiya verantwortlich. Mindestens acht Menschen wurden getötet, als gegen 10.15 Uhr (Ortszeit) eine Autobombe vor der australischen Botschaft in Jakarta detonierte. 160 wurden Behördenangaben zufolge verletzt.
 

 

Sa., 04.09.04

Beslan (Haaretz) - Russia is blaming Al-Qaida for the seizure of a school by militants, who held hundreds hostage for three days. The standoff ended in tragedy Friday after commandos stormed the school, and 250 people, 200 of them children, have been reported dead following 10 hours of chaotic battles between commandos, armed civilian residents and militants.

 

Do., 02.09.04

JPost- 

 

 

Do., 02.09.04

Russland (Spiegel) - Selbstmordkommando war an Bord der Tupolew Eine islamistische Gruppe hat sich zu den fast gleichzeitigen Flugzeugabstürzen in Russland bekannt. Zwei Tschetscheninnen sind im Visier der Ermittler.

 

 

Mi., 01.09.04

Frankfurt (Honestly-Concerned) - Ein aus dem englischen Sprachraum stammender orthodoxer Jude, der an seiner Kleidung als solcher zu erkennen war, wurde am 31. August 2004 um ca. 13 Uhr an der Frankfurter Hauptwache von vier Männern vermutlich deutschen Ursprungs zuerst mit den Worten: "Man hat wohl deine Eltern und Grosseltern vergessen zu vergasen" massiv beleidigt, danach wurde der Mann von den Tätern wie ein Spielball hin und her gestossen bis er dadurch zu Fall kam. Erst danach flüchteten die Männer - dies am hellichten Tag an der Frankfurter Hauptwache in der Innenstadt, ohne dass einer der zahlreichen Umstehenden etwas dagegen unternommen hätte.

 

 

Di., 31.08.04
Haaretz - At least 12 people were killed and dozens of others were wounded Tuesday afternoon in two explosions within minutes of each other on two buses in the southern city of Be'er Sheva.

 

 

Sa., 28.08.04
AFP/BaZ. Zwei Angreifer haben am Samstag im Westjordanland einen der Kollaboration mit Israel verdächtigten Palästinenser ermordet. Nach Angaben palästinensischer Sicherheitskräfte wurde der 27-Jährige vor einer Moschee im Flüchtlingslager von Amari vor den Augen dutzender Menschen in Kopf und Brust geschossen.

 

 

Do., 26.08.04
Berlin (AFP) - Erneut ist in Berlin ein Jude auf offener Straße angegriffen worden. Der 21-jährige Mann aus Litauen wurde im Stadtteil Kreuzberg von einem 19-Jährigen in den Unterleib getreten, wie die Polizei mitteilte. Zuvor habe der Tatverdächtige gesagt, er sei Palästinenser und Juden müssten ermordet werden.


Mi., 25.08.04
AP- Jüdischer Friedhof in Bochum geschändet Unbekannte haben einen jüdischen Friedhof in Bochum geschändet. Wie die Polizei mitteilte, brachten die Täter in der Nacht zu Montag an rund 50 Grabsteinen Aufkleber an, die auf den 17. Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß verwiesen.
 

Mi., 25.08.04
Jerusalem (AFP) - Palästinenser haben am Montagabend im Westjordanland ein Auto beschossen und dabei ein Kind leicht verletzt. Nach Angaben der israelischen Armee wurde der zwölfjährige Junge in ein Krankenhaus gebracht.
Der Vorfall ereignete sich auf einer Straße im Norden der Stadt Hebron.
 

Mo., 23.08.04

Juedische.at- In der südlitauischen Stadt Alytus wurde vorige Woche das Denkmal für Holocaustopfer geschändet. Unbekannte Personen haben das Denkmal mit Sprühfarbe besprüht  

 

 

So., 22.08.04

Paris (dpa) - Bei einem antisemitischen Brandanschlag ist ein jüdisches Sozialzentrum in Paris zerstört worden. Menschen kamen nicht zu Schaden, weil die durch einen anonymen Anruf alarmierte Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen im Erdgeschoss auf die bewohnten fünf oberen Etagen verhindern konnte. Die Täter beschmierten die als Sozialküche genutzte ehemalige Synagoge im 11. Bezirk mit Hakenkreuzen und Parolen wie «Tod den Juden».

 

Dachau (ddp-bay). Auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte in Dachau hat am Freitag eine Gruppe von Skinheads Lieder mit rechtsradikalem Inhalt gesungen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um fünf bis sechs Heranwachsende aus dem Raum Dachau und München, die zum Teil bereits «einschlägig» bekannt seien.

 

JPost - Anti-Semitic and fascist slogans have appeared on the wall of a Jewish cemetery in a northwestern Romanian village where 126 Jews died during World War II, the local Jewish community said Friday. Jewish officials discovered anti-Semitic and fascist messages at a cemetery in the village of Camaras, written in big red letters in German, said Gavrila Goldner, chief of the local community in Cluj.
Goldner said the messages were recent and read "Jews out," and "Heil Hitler." 

 

 

Mi., 18.08.04

Schändung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora - Die Leitung der Gedenkstätte teilte folgendes mit: Die Hinweistafel wurde besprüht (schwarz) mit "Die ewige Ratte - Mörder der Palästinenser", auf einem Transparent am Güterzug stand "Der Amerikaner betreibt seit 500 Jahren Mord an den Indianern - was sagt die Gedenkstätte dazu", auf einem Transparent am Stolleneingang stand "Wo bleibt die Gedenkstätte bei der Ermordung der Palästinenser".
 

 

Di., 17.08.04

Schwarza (dps/th) - Unbekannte haben in den vergangenen Tagen Gräber auf

dem jüdischen Friedhof in Schwarza (Kreis Schmalkalden- Meiningen) beschädigt. 22 Grabsteine seien mit roher Gewalt umgeworfen worden, mindestens drei Steine seien zerbrochen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

 

 

Mo., 16.08.04

Berlin (ddp-bln) - Unbekannte Täter haben das jüdische Mahnmal in der Levetzowstraße in Berlin-Tiergarten mit einem Hakenkreuz besudelt. Polizeibeamte entdeckten die Schmiererei heute, noch ehe am Mahnmal eine Veranstaltung von Emigranten begann. Sie schafften es allerdings nicht rechtzeitig, das Hakenkreuz zu entfernen, sagte ein Polizeisprecher.  

 

Paris (AP) - Unbekannte haben eine Mauer vor der Kathedrale Notre Dame in Paris mit antisemitischen Parolen beschmiert. Die Schmierereien, darunter ein Hakenkreuz und die Aufschrift «Tod den Juden», wurden am Samstagmorgen entdeckt. Erst Anfang der Woche war in Lyon ein jüdischer Friedhof geschändet worden.
 

 

So., 15.08.04

Athen (spiegel) - Der iranische Judo-Weltmeister Arash Miresmaeili hat seine Drohung wahr gemacht. Zum Duell mit dem Israeli Ehud Vaks trat er heute nicht an. Der Fahnenträger seines Landes hatte schon vor Tagen angekündigt, gegen keinen Athleten aus Israel antreten zu wollen.

 

 

Do., 12.08.04

JTA - A Jewish cemetery was desecrated in the Czech Republic.
Unknown perpetrators scaled the walls of the cemetery in Hranice na
Morave last month and toppled 80 gravestones.


Rafah (inn) - Ein palästinensischer Heckenschütze hat am Donnerstagmorgen im südlichen Gazastreifen das Feuer auf einen israelischen Soldaten eröffnet. Bei dem gezielten Angriff wurde der Israeli schwer am Kopf verwundet.

 

Jerusalem (inn) - Ein Palästinenser hat am Mittwochnachmittag an einem Checkpoint nördlich von Jerusalem einen Sprengsatz gezündet. Bei dem Anschlag wurden zwei weitere Palästinenser getötet, 18 Menschen wurden verwundet.
 

 

Di., 10.08.04

JTA - Unknown attackers reportedly targeted Jewish interests in a Spanish enclave on the Moroccan coast. A synagogue was stoned and an elderly man beaten with a wet towel at the synagogue in Melilla, the daily El Pais reported Monday. The report said attacks against the Chocron Synagogue had gone on for several weeks, accompanied by shouts of “Jews out” as worshipers entered the building for prayers

 

JTA - Jews in New Zealand are reeling from the worst anti-Semitic attack in the nation’s history. Ninety-five headstones were toppled over in the Jewish cemetery at Makara, outside the nation’s capital of Wellington. The cemetery’s chapel, used for prayers before burials, was gutted by fire, leaving only swastika-etched walls standing.

 

JPost - More than a third of Austrians believe that the Nazi era was in some ways positive, although pro-Nazi sentiment in Austria has dropped over the past two decades, according to a poll published Thursday.

 

JPost - While on a tour of the museum at the Auschwitz death camp in Poland on Sunday, a group of around 50 Jewish university students from Israel, the U.S. and Poland were verbally attacked by a three-member gang of French male tourists.

 

Lyon (dpa) - In der französischen Großstadt Lyon ist ein jüdischer Friedhof geschändet worden. Rund 60 Gräber wurden laut Polizei mit Hakenkreuzen und keltischen Symbolen beschmiert. Erst Ende Juli war es in Lyon zu einem antisemitischem Vorfall gekommen. Drei jüdische Jugendliche waren von 15 anderen Jugendlichen in einem Vorort grundlos angegriffen und zusammengeschlagen worden. Nur wenige Tage vorher war der Friedhof von Saverne im Elsass geschändet worden.

 

 


 

 

 

 

 

 

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